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Samstag, 12. November 2016

Ich bin Klempner von Beruf




Als vor einigen Wochen auf dem Display des Pelltet - Heizkessels ein Endlos - Schriftzug,
der da lautete  "  Zündung - Zündkohlen tauschen - " zu lesen war, dachte ich, ich sollte demnächst den uns vormals empfohlenen Heizungstechniker anrufen. Gesagt, getan. Der werte Herr H. K. aus Dresden, einer der vielen freischaffenden Künstler rund um das wohlig - warme Ambiente in Wohnung und Haus, war tatsächlich über Mobiltelefon erreichbar.

Ich schilderte ihm das Problem, dazu mein Anliegen. Nun, er befand sich irgendwo auf der Autobahn und bat mich deshalb, eine Mail zu senden, mit der ich den Arbeitsauftrag erteilte. Herr K. bestätigte den Auftrag und ließ uns danach warten. Es dauerte eine Woche, es dauerte zwei Wochen, es brach die dritte Woche an. Ich fragte höflich per Mail nach, ob er die bestellten Ersatzteile schon erhalten hab. Herr K. antworte zwar prompt, allerdings teilte er uns mit, dass die Teile - gemeint waren die beiden Zündkohlen für das Heißluftbrenn - Aggregat noch nicht eingetroffen seien.

Wir fuhren nach Bayern und blieben 10 Tage dort. Im warmen Haus, versteht sich, während zuhause die Räume auskühlten. Auf Spitzenwerte von " nur " 6° C.  Tendenz: steig fallend!

Nach dem Arbeitsurlaub wollten wir eigentlich die ungemütliche Zeit des Jahres in beheizten Räumen verbringen. Doch: Der Klempner meldete sich einfach nicht.

Ich schickte ihm eine weitere Mail und fragte hierin untertänigst an, ob denn die angeblich bestellten Ersatzkohlen für das Wunderding der Firma " Leistner " inzwischen eingetroffen seien.
Einen Tag darauf antwortete K. wie folgt: 

Hallo Herr ,
die bestellten Kohlen sind nicht da !  Ich bemühe mich und werde sie dann umgehend einbauen. 

Was heisst , das Haus ist kalt ? Ist etwa der gesamte Zündlanze defekt, dann ist es mit dem Austausch der Kohlen / Schleifbürsten nicht getan. Denn ist mit Sicherheit auch
der Schleifkollektor des Motors beschädigt. Der Kohlenwechsel kann nur eine rein prophylaktische Massnahme sein.
mfg
H. K. "



Aha, der Meister des Fachs befürchtete also Schlimmeres. Ich besann mich meiner technischen Grundkenntnisse und meine Überlegungen ergaben dabei, dass dieses monetäre Horror - Szenario nicht möglich sein kann.
Demgemäß schrieb ich in einem antichambrierenden Unterton:


Guten Tag Herr K.,
auf dem Display des Kessels wird die Perma - Anzeige: " Zündkohlen tauschen " angezeigt. Dieses führt - so meine Recherche im Netz dazu -, dass die Anlage nicht mehr anspringt, wenn der Tausch der etwa 40 € teuren Ersatzteile nicht zeitnah erfolgt. Mit den übrigen Teilen wird dieses nichts zu tun haben. Mir ist nicht ganz klar, warum die Bestellung 14 Tage dauern soll. Die Teile bietet u.a. auch  ein Großhändler in Hamburg in seinem Sortiment an.

Mit frdl. Grüßen


Meine bessere Hälfte spielte jeden Tag Rumpelstilzchen. Völlig nachvollziehbar, denn es drohte nicht nur Frost, sondern auch ein Eishaus nach unserer Rückkehr aus Bayern. Also schrieb ich ihm letztmalig eine Mail, dass wir die Zündkohlen selbst bestellten hätten. 
Woraufhin der Langschläfer mir so antwortete: 


 ich habe mich jetzt seit zwei Wochen über den autorisierten Service der Fa. BioTech bemüht an diese Ersatzteile zu kommen. Leider hat das nicht geklappt.
Ihren Unmut darüber teile ich, fühle mich aber nicht schuldig. Auf die Verwendung von Orginalteilen habe ich bewußt Wert gelegt, deshalb auch keine Drittwege. 
( Ansonst gibt es das identische Zündgebläse auch bei der Fa. Fackelmann kpl. zum Preis von 35,00€ , als Grillanzünder - im Ernst! ) 
Wir haben hier beide nur Ärger, zusätzliche Korrespondenz (Vielleicht sehen Sie trotz allem an meinem prompten Beantworten Ihrer E-Mails, dass ich die Sache ernst genommen habe).
Nun, mein Bemühen reicht anscheinend nicht aus. Mit Sicherheit wären Sie mit Ihrem Anliegen direkt bei den Servicepartnern der BioTech besser aufgehoben.
Ich schlage Ihnen deshalb vor, den Auftrag einer kompetenteren Firma zu übertragen und ziehe mich infolge meines Versagen davon zurück.

Mit freundlichen Grüßen

H. K.




Aus dem benachbarten Freistaat zurück, begannen wir über die beiden Kaminöfen und drei Radiatoren das Haus wieder aufzuheizen. Eine mühselige und zudem langwierige und noch sehr teure Angelegenheit. Ich hatte mir inzwischen die aus Österreich per Post eingetroffenen Zündkohlen angesehen. Zwei winzige Teilchen an einer kleinen Feder angebracht, schauten mich aus einem Plastiktüte an. Ich informierte mich über das Internet, welche Funktion diese beiden Teilchen, wo nun haben sollten. Und, siehe da, ich wurde alsbald fündig.

Nach einem weiteren Tag mit Nässe, Kälte und ohne Heizung, fasste ich nun Mut. Ich zog die Zündpatrone aus dem Brenner und sah mir das Gerät etwas näher an. Dann schraubte ich einige Blechscharauben aus der Metallfassung heraus und hatte das Innenleben dadurch frei gelegt.

Dann wechselte ich die Kohlen aus. Schraubte die Zündlanze wieder zu, führte sie in den Schacht ein und stellte den hHizungshauptschalter an. Nachdem ich den Pelletkessel wieder in Betrieb genommen hatte, dauerte es einige Momente, eher er in Gang kam.

  Der weitere Ablauf war dann bekannte Routine. Schließlich zündete de Brenner wieder.
Das war´s!

So ein Klempner sollte einfach nur nach denken, bevor er Mails mit unwahrem Inhalt versendet. Und, wie kann es auch hier nicht anders sein, es ging um Kohle. Nicht um zwei Zündkohlen, sondern um Euronen, die er für unsinnige Arbeiten einkassieren wollte.

Nicht mit uns, Herr Klempner.

In dem Sinne: Gut´s Nächtle:

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