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Samstag, 5. November 2016

Was gehört zu Hamburg? Der Michel, der Hafen und " Uns Uwe "!

Die heutigen Eisgrauen, die Generationen ab den 30ern bis zu den 50ern, sie werden mit der Freie und Hansestadt Hamburg vielleicht noch einige typische Dinge, einige Besonderheiten mit der Stadt an der Elbe in Verbindung bringen können als Spätgeborene es können. Und, sofern sie Fußballfreunde sind, haben sie mit dem dort gegründeten Sportverein, dem Hamburger Sportverein oder kurz, dem HSV, bessere Zeiten.

Als der Hamburger Sportverein am 29. September 1887 durch eine Fusion diverser Stadteilvereine gegründet wurde, bot der Verein 33 Sportarten an, avancierte danach zum siebtgrößten Sportverein in Deutschland und brachte eine Reihe von Sportlergrößen hervor, die eine Vielzahl von Titel und Ehrungen einheimsten.

Aber auch der Fußball zählte zu den Vorzeige - Sparten des Hamburger SV. Der mischte vor dem Zweiten Weltkrieg und nach Gründung einer Fußballabteilung 1919 ordentlich auf der lokalen, regionalen und überregionalen Ebene mit.

Als Hamburch in Trümmern lag, als langsam wieder Leben in die großartige Stadt am Wasser
einzog, als der so genannte Wiederaufbau anlief, spielte ein Junge dort mit dem nur aus Leder hergestellten Spielgerät, das sich Fußball nannte, der später unter dem Namen Uwe Seeler für viele Jahre das Gesicht des HSV ausmacht.

https://de.wikipedia.org/wiki/Hamburger_SV


https://de.wikipedia.org/wiki/Uwe_Seeler


Uwe Seeler, als 3. Kind des Hamburger Ehepaars Emmy und Erwin Seeler in Hamburg am 5. November 1936 geboren, stammt aus einer Fußballer - Familie, denn Uwe Seelers Vater war in dieser Sportart aktiv. " Old Erwin " Seeler spielte auch für den HSV. Und hier meldete " Old Erwin " seine beiden Söhne Dieter und Uwe für eine Jugendabteilung an.

Uwe war ehrgeizig und wohl auch deshalb wurde er Nationalspieler und zählte zu den besten Fußballern Deutschlands, Europas sowie - nicht nur für mich - der Welt.

Mit Uwe Seeler verbanden wir einst, nach Gründung der Fußballbundesliga und der ersten Spielzeit 1963 / 1964 nicht nur den HSV und seine damaligen Aktiven, die u.a. hießen:

Horst Schnoor,

Hans Krämer

Jürgen Kurbjuhn

Gerhard Krug

Helmut Sandmann

Ernst Kreuz

Dieter Seeler

Peter Wulf

Fritz Boyens

Charly Dörfel

Bernd Dörfel

Peter Woldmann


Neben den Dörfel - Brüdern, von denen wir Charly, den um 5 Jahre älteren Bruder, wegen dessen Stirnglatze für " gut " befanden ( er war zudem auf dem Spielfeld extrem schnell ), waren natürlich die Seeler - Brüder unsere Vorbilder. Wobei es sich hierbei um den talentierten Uwe ging, den wir nahezu verehrten. Uwe war ein Kämpfer und hatte zudem einen unnachahmlichen Torinstinkt.

Obwohl der HSV in der ersten BuLi - Saison nicht unter die ersten drei der " nur " 16 Vereine kam, obwohl der 1. FC Köln Meister und der Meidricher SV die Vize - Meisterschaft einspielte, war für uns, war für mich, der HSV, neben meinem Lieblingsverein, dem TSV 1860 München, ein weiterer Favorit.

Der HSV war für uns Fußball - Begeisterte ein Garant für Siege. Und gewinnen wollten wir damals auf dem Schulhof, auf dem Stoppelfeld oder auf der Wiese, bei kniehohen Gras, immer. So, wie es Uwe Seeler damals auch wollte. Er besaß jene innere Einstellung, jenen unbändigen Willen, jenen Mut, den wir auch gerne gehabt hätten.

Selbst dann noch, als fest stand, dass er mit seinem HSV in den ersten Jahren nach Gründung der höchsten westdeutschen Spielklasse, nie die Meisterschaft gewinnen würde.
Aber Uwe Seeler war zu seiner Aktivenzeit für uns Hobby - Kicker eben ein Vorbild. Untadelig, ein Sportsmann durch und durch, ehrlich auf dem Platz, ein fairer Spieler und ein Wühler, einer, der nie aufgab.

Als die Bundesliga in die erste Saison startete, war " Uns Uwe " 26 Jahre alt. Für einen Profi der späteren, der heutigen Zeit, eigentlich schon zu alt, um zum Weltklasse - oder mindestens Klassespieler zu avancieren. Doch " Uns Uwe " wäre nicht zu dem Idol für unsere und dann auch andere Genrationen geworden, hätte er das ihm zugetragene Talent nicht genutzt.

Als er im von 28 Jahren zusammen mit Hans Tilkowski, Karl - Heinz Schnellinger, Lothar Emmerich, Sigfried Held, Wolfgang Weber, Horst - Dieter Höttgens, Willi Schulz, Franz Beckenbauer, Helmuth Haller und Wolfgang Overath gegen die Gastgeber aus England in der Verlängerung mit 2:4 verlor, ging - neben der Frage, oben das 3:2 von Geoff Hurst nun " drin " war oder nicht - das Bild des völlig nieder geschlagenen Uwe Seeler, der sich von zwei Bobbys bei seinem Gang zur Siegerehrung fast wegtragen lassen musste, um die Welt.

Vier Jahre später schied Uwe Seeler, der sich einem medial inszenierten Zweikampf mit dem wesentlich jüngeren Gerd Müller ausgesetzt gegeben musste, im Halbfinale gegen ein Top - Team aus Italien in der Verlängerung mit 3:4 aus.

Uwe Seeler wurde die Weltmeister, zumindest nicht während seiner aktiven zeit für die DFB - Auswahl. Dafür aber 4 Jahre nach dem " Jahrhundertspiel " in Mexiko als Ehrenspielführer der bundesdeutschen Fußballnationalmannschaft im eigenen Land.

Sein HSV mauserte sich nicht nur zu einer festen Größe in der Fußball - Eliteklasse. Ab den späten 70er Jahren war der Hamburger SV - neben dem FC Bayern München und Borussia Mönchengladbach - die Spitzenmannschaft der Liga schlechthin. Die Hamburger gewannen 1977 den Europapokal der Pokalsieger. Der HSV wurde dann 1979 zum ersten mal in der Vereinsgeschichte Deutscher Bundesligameister.
Es folgten die erfolgreichen 1980er Jahre mit zwei weiteren Meister - und vier Vize- Meisterschaften sowie dem DFB - Pokaltitel. Auch der Sieg gegen die alte Tante " Juve " im Europapokal der Landesmeister 1983 fällt in die Ära Happel / Netzer / Klein.





http://www.fussballdaten.de/vereine/hamburgersv/1964/




http://hsv-history.de/bundesliga196364.html


Dann folgten allerdings viele Jahre der Tristesse. Der HSV hielt zwar immer die Klasse, konnte jedoch in den nationalen und internationalen Wettbewerben nicht auftreten. Ab Mitte der 1990er gelang es dem Verein sich aus dem graue Maus - Dasein etwas zu befreien. Ehe dann zu Beginn der Nullerjahre eine aufsteigende Tendenz verzeichnet werden konnte. Ab dem 2. Jahrzehnt des neuen Jahrhunderts, quälte sich der HSV - ständig abstiegsbedroht - durch die Saisons. Aktuell, und dieses zu dem 80. Geburtstag seines wohl bekanntesten und beliebten Spielers Uwe Seeler. liegen die Hamburger mit nur 2 Punkten auf Tabellenplatz 18.

Nun, die Spielzeit ist noch lang und die Hoffnung stirbt erst ganz zum Schluss.

" Uns Uwe " wird deshalb nicht unbedingt erleben, dass seine " Rothosen " in die zweite Liga absteigen muss.  

Es wird " Uns Uwe " dennoch grämen, dass die Zuschauer singen: " Außer Uwe, könnt ihr alle geh´n! "

Auf die Frage, was zurzeit zu der Hansestadt an der Elbe gehört, darf der Betrachter durchaus antworten: Der Michel, der Hafen und Uwe Seeler.



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