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Donnerstag, 17. November 2016

Wie geht es eigentlich Anton Schlecker?






Meine bessere Hälfte ist seit vielen Jahren eingefleischte Ebayianerin, Deshalb klingelt bei uns der Paketzusteller, die Briefzustellerin, schlichtweg: der Postmann, mindestens ein Mal pro Woche. Und gerade dieses, nicht mehr wegzudenkende Wesen war es, der kürzlich ein Paket mit 10 Büchern übergab. Bei der Lektüre handelt es sich ausschließlich um Kriminalromane. Nicht gerade mein favorisierter Lesestoff.
Tja, und als ich das Paket öffnete lag - quasi als Innenverpackung - ein blau - weiß gefärbter Karton drinnen.

Es war ein Relikt aus dem ehemaligen Bestand eines 2012 unter gegangenen Imperiums, das da hieß: " Schlecker ".

Anton Schlecker, inzwischen 72jährig, war der Herrscher, der Imperator, dieses Reichs. Es umfasste bis zum Jahr 2008 europaweit 14.000 Filialen mit mehr als 50.000 Mitarbeiten. Diese Größer erreichte Schlecker durch systematische Expansion und Übernahme anderer Verkaufsketten.

Danach begann der Konzern zu kriseln. Die veränderten Marktbedingungen mit ihren Verkaufsstrukturen und das Kaufverhalten sowie diverse Skandale aus den Jahren seit der Firmengründung 1975, brachten den Koloss ins Wanken. Die Umsätze blieben rückläufig. Als Schlecker seine Lieferanten nicht mehr bedienen konnte, stellten viele ihre Warenlieferungen ein.

Am 23. Januar 2012 meldete der Konzern Insolvenz an. Etwa 5 Monate später gab der Insolvenzverwalter das Ende sämtlicher Betriebszweige der Schlecker - Gruppe bekannt.

Nun, beinahe 5 Jahre nach dem Insolvenzantrag, müssen sich Anton Schlecker, seine Ehefrau sowie die beiden Kinder sich wohl wegen des Verdachts der Untreue, Insolvenzverschleppung und des Bankrotts verantworten. Die Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen die gesamte Familie erhoben. Ein Strafprozess, der vielleicht im Februar 2017 mit einer Hauptverhandlung weitergeführt werden könnte.

Zwischen dem Zusammenbruch des Schlecker - Reichs und einem möglichen Gerichtsverfahren leben die Eheleute Schlecker jedoch weiterhin sehr opulent. Der vormalige Imperator Anton hat zwar aufgrund der von ihm gewählten Handelsform als eingetragener Kaufmann, auch Privatinsolvenz anmelden müssen, doch zuvor und auch danach sollen größere Vermögenswerte - so ein Teil der Anklagetenorierung - den beiden Kindern Maike und Lars Schlecker übertragen worden sein. Die haben ihrerseits nun Gelder ausgekehrt, mit denen sich der luxuriöse Lebensstil der Eltern finanzieren lässt. Zudem existiert eine Leiharbeitsfirma der beiden Sprößlinge, die einst einen stattlichen Gewinn abwarf, weil die Schlecker - Kinder hier etwa 4.300 in Deutschland tätige Mitarbeiter an die Filialen des Papa zu dann erheblich schlechteren Entgelten und Arbeitsbedingungen vermitteln durften.

Und während der Großteil der einst mehr als 14.000 - überwiegend weiblichen - Schlecker - Mitarbeiter fünf Jahre nach der Insolvenz immer noch keine " Anschlussverwendung " vorweisen können, sondern von Hartz IV leben, erfreut sich der Schlecker - Clan des Luxuslebens in Ehingen oder sonstwo.

Es darf dabei jedoch durchaus die Frage gestellt werden: " Wie lange noch? "
Kommt es zu einer Verurteilung der Schleckers, könnten ihnen schlimmstenfalls mehrjährige Haftstrafen drohen.Doch bis damit fließt noch sehr viel Wasser die schöne blaue Donau herunter.


https://www.welt.de/wirtschaft/article154839661/Keiner-weiss-was-Anton-Schlecker-noch-da-oben-treibt.html

Für den kritischen Außenstehenden bleibt aber dennoch festzuhalten:

" Und ist der Handel noch so klein, so bringt er mehr als Arbeit ein. "

Aber auch die Wilhelm Busch´- Variante des sich überschätzenden Menschen ist hier zutreffend:
 





"  Wenn einer, der mit Mühe kaum 
    Gekrochen ist auf einen Baum,

     Schon meint, daß er ein Vogel wär´,

      so irrt sich der.









In diesem Sinne und immer schön bodenständig bleiben: Gut´s Nächtle mit:
" The Savin Rock Gavioli from the Ken Harck Collection " und " The Blue Danube ":



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