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Samstag, 10. Dezember 2016

Bob Dylan is not abroad!



Gestern Abend zeigte der deutsch - französische Gemeinschaftssender Arte eine Wiederholung einer Dokumentation über Robert Zimmerman alias Bob Dylan. Der über 3stündige Schinken des US - Regisseurs Martin Scorsesse mit dem Titel " No Direction Home " gibt in biografischer Weise das gesamte Lebensumfeld des Künstlers im Zeitraffer wieder.

Nun, über Dylan sind unzählige Artikel geschrieben worden. Es existieren Bücher, in denen er vorkommt. Von den vielen Tonträgern, die er bislang verkaufen konnte, gibt es eher Schätzungen, denn verlässliche Zahlen. Kurzum: Bob Dylan ist eine Ausnahmeperson in seinem Genre, der folkloristisch zugewandten Musik.

Weil er aber nicht nur zur einfachen Gitarre und der Mundharmonika gegriffen hat, um sich der Welt mitzuteilen, ist er häufig auch kritisiert worden. Zu Unrecht haben sich viele Anhänger der Dylan der frühen 1960er Jahre später von ihm abgewandt. Der Künstler wollte sich nicht und ließ sich auch nicht in eine Schublade pressen. Er nahm sich die Freiheit, seine Musik zu spielen und nicht jene, die seines Fans von ihm hätten verlangen können. Damit vermied er es bereits in den Anfangsjahren seines Schaffens, als lebendige Musikbox auf der Bühne betrachtet zu werden.

Nun hat er in diesem Jahr den Friedens - Nobel - Preis für Literatur erhalten. Die Medien nahmen es zum Anlass, um ihn wegen seines vorliegenden Schaffens über den Grünen Klee zu loben. Dylan mag so etwas gar nicht. Er zeigte auf die Ernennung aus Stockholm, das, was er auch bereits vor vielen Dekaden in ähnlicher Weise aus anderen Anlässen, gezeigt hat: Er tauchte medial vollkommen ab. Die Tage, die Wochen vergingen. Das Komitee´ in Schweden wurde nicht nur unruhig, sondern erklärte das Verhalten des Preisträgers für ungehörig. Die meisten der Printmedien pflichteten der Kritik aus Stockholm bei.
Das ist typisch für eine medial durch gestylte Gesellschaft in einer globalisierten Welt.

Für viele Menschen gibt es allzu leichtfertig vorgefertigte Meinungen zu ungezählten Ereignissen, Verhaltensweisen oder vor allem auch Menschen. Deshalb wurde das Schweigen des Musikers als ungehörig empfunden. Wer Dylan indes aus seiner mehr als 5 Jahrzehnte umspannenden künstlerischen Zeit kennt, musste zwangsläufig damit rechnen, dass der Amerikaner sich zwar über diese Ehrung freut, aber wohl keinen großen Antrieb zeigt, an der straff durch organisierten Jubelfeier am heutigen Samstag teilzunehmen. Dylan wäre nicht Dylan geworden und wohl auch so geblieben, hätte er sein Künstler - Leben immer, wie die Fahne im Wind, ausgerichtet. Ein Non - Konformer wie er, der respektiert die Entscheidung des Stockholmer Komitees, wird sich aber nicht dazu hergeben, der übrigen Welt seine Demut und Dankbarkeit zu zeigen. Der hierzu veranstalte Medienrummel ist Dylan höchst wahrscheinlich zuwider.

Er ließ sich heute vertreten. Dylan ist eben Dylan geblieben. Das mag vielen gegen den Kamm gehen, für mich zeigt dieses Verhalten eher Größe. Ein Musiker,d er sein Leben der Musik verschrieben hat, der muss nicht mit der Meute mit ziehen. Die Medien - Welt, aber auch die übrige Menschheit wird nicht daran zugrunde gehen, wenn Bob Dylan seine Ehrung nicht persönlich entgegen nimmt. Schließlich hat er keinen dazu gezwungen, ihm diesen Titel zu verleihen.
Es leben die wenigen Unangepassten auf dieser Erde - möglichst noch länger als er es bislang geschafft hat, weil es genug Angepasste schon gibt.

Gut´s Nächtle mit Bob Dylan´s " Hurricane  " aus dem 1975er -  Album " Disere ", 1975:



 

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