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Freitag, 9. Dezember 2016

Das Hup - Konzert am Dölzschner Tunnel.


Als am 21. Dezember 2006, demnächst vor 10 Jahren, mit viel politischen und insbesondere medialen Getöse, der letzte Bauabschnitt der Bundesautobahn 17 ( A 17 ) von Pirna bis zur deutsch - tschechischen Grenze in Richtung Üsti nad Labem, über 19,3 Kilometer, offiziell durch den einstigen Ministerpräsidenten des Freistaates Georg Milbradt, frei gegeben wurde, freute sich nicht jeder Sachse. Zuvor hatte es nämlich massive proteste und juristische Scharmützel rund um den Bau der als Anbindung in dem Verkehrskorridor Berlin - Prag - Wien usw. gegeben.

https://de.wikipedia.org/wiki/Bundesautobahn_17

Da mittlerweile Beton harte Tatsachen geschaffen wurden, ebbte der Bürgerprotest merklich ab. Geblieben sind indes planerische - und Bauausführungsmängel in einem erheblichen Umfang. Das Tunnelsystem ( Dölzschner, Coschützer und Altfrankner Tunnel ) ist nach wie vor Pannen behaftet, der Lärmschutz eher unzureichend ( Dölzschner Tunnel ) und aufgrund einer Reihe von Absenkungen und Erdrutschen der streckenweise angebrachten Schutzwälle, kam es zu Teil - und Vollsperrungen.

Noch mehr Unwägbarkeiten verdachte ein renitenter Umweltschützer jenseits der Grenze sowie ein im Juni 2013 die dortige Baustelle blockierender, enormer Erdrutsch bei Litochivice nad Labem, die weitere Verzögerungen bei der Fertigstellung der D 8 verursachte. Die Konsequenzen waren für Autofahrer, dass sie durch die oft unbeleuchtete Pampa zwischen Üsti nad Labem und Prag gurken mussten, Ein Wild - West - Trip, wie in Texas des 18. Jahrhunderts. Lebensgefährlich alle Male. Was viele Durchreisende zum Anlass nahmen, um über die wesentlich längere Route durch Bayern zu fahren.


http://www.mdr.de/sachsen/dresden/autobahn-a-siebzehn-100.html

Nun sollte sie eigentlich bis Ende diesen Jahres fertig gestellt werden. Doch: Es sieht nicht so aus. Deshalb sind insbesondere auch LKW - Fahrer gezwungen, mit ihren Monstern und der häufig terminlich exakt bestimmten Fuhre durch eben die Wallachei Böhmens zu ochsen. Und just diese Spezies unter den motorisierten Berufsausübenden, sind es, die zudem für ein laufendes Ärgernis auf der A 17, unmittelbar vor dem Dölzschner Tunnel sorgen. Wenn in den späten Abendstunden der Verkehr auf der A 17 Richtung Prag langsam abebbt, dann kommt die hohe Zeit der " Brummi " - Fahrer. Sie beherrschen bald für einige Stunden die Szenerie auf der Asphalt - Strecke von Dresden.

Weil das berufsmäßige Fahren auch dort eher öde und - es sei denn es ereignen sich Staus, Unfälle oder sonstige interessante Ding - sehr langweilig sein kann, versuchen sich einige der so genannten Kapitäne der Landstraße ( wohl eher Autobahn ) abzulenken. Nicht damit, dass sie nun wie verrückt das Poke´mon - Fieber abarbeiten, auch lautes Singen am Steuer zu Helene Fischer, plärrenden Weihnachtsliedern oder hammerharten Rock bzw. Metall - Klänge, sind  eher die Ausnahme. Es werden höchst wahrscheinlich auch keine Kreuzworträtsel am Steuer gelöst. Nein, die Herren Kapitäne betätigen das Presslufthorn, die Hupe, das Warnsignal ihres Kolosses. Sie dröhnen kurz vor dem Eingang zu der Tunnelröhre damit mächtig los. Jener infernalische Sound wird nun durch die dort gegebenen akustischen Bedingungen um ein Vielfaches verstärkt. Dieses Getöse ist nicht nur bis zu den, nur einige Hundert Meter entfernt liegenden Häusern und Wohnungen rund um die Begerburg, die Wurgwitzer Straße, den Kohlgraben oder den Dölzschner Ring deutlich zu hören, sondern noch weit darüber hinaus.

Wohlwissend, dass der infernalische Lärm bei bestimmten Wetterlagen und Windrichtungen bis weit in die Stadtteile Dölzschen, Naußlitz und Plauen hinein getragen wird, dröhnen die Hörner der Brummis von Sonntagnacht bis in den frühen Freitagmorgen. Neben den - für Geräuschempfindliche unerträglichen - Abrollgeräuschen, die eine Art Grundrauschen im Hintergrund verursachen, sind es dann die Preßluft - Hupen, die ihre Soloeinlagen regelmäßig abgeben. Wer in den heißen Sommertagen oder subtropischen Nächten bei offenen Fenster schlafen möchte, der bekommt eine Art rauschenden Bach von Dölzschen noch franko frei dazu.

Die Autobahnführung ohne Überdachten Lärmschutz ist somit eine Fehlkonstruktion, zu Lasten der Anwohner. Allerdings konnten die Planer natürlich nicht mit dem ständig aufkeimenden Spieltrieb der Männer hinter den Lenkrädern ihrer PS - Monster rechnen. Dass diese ein wahrlich unsäglich nervendes Hupkonzert vor dem Portal des Dölzschner Tunnels veranstalten würden, stand in keinen der vielen behördlich genehmigten Bauplänen. Man(n) lernt eben nie aus!



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