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Sonntag, 4. Dezember 2016

Heimatkrimi, Folge 5: Der Bamberger Reiter



Dass es vom Rickelsbüller Koog, sogar über die dänisch - deutsche Grenze hinaus gehend, bis Neißeaue, bis weit nach Polen reichend und von Selfkant - Tüddern bis in die Niederlande verlaufend sowie von Einödsbach nach Österreich gehend, an allen erdenklichen Orten, Dörfern und Städten inzwischen Krimis abgedreht werden, die dem Gebührenzahler lang und schlapp auf die Klüsen gedrückt werden, dürfte bekannt sein. Der selbst ernannte " Krimi " - Sender, der Rentnerkanal, das ZDF, lässt sich hier nicht lumpen und zeigt dem ergrauten Stamm - Glotzer von Montagmorgen bis Sonntagabend - allenfalls durch hoch geistige Formate, wie die nebolöse Schunke - Show der Neben und Filmen aus dem Herz - Schmerz - Scherz - Genre a´la´Pilcher, Danella und Konsorten, nahezu nur Krimis.. Wer von den Gebühren alimentierten Schauspielern beim ZDF nicht bis drei aus Dachspringen kann, wird zum Kommissar oder - noch intelligenter - zur Hauptkommissarin umgepolt.

Die Konkurrenz, die alte Tante ARD, das Erste, lässt sich ebenso wenig lumpen und kredenzt dem Zuschauer zwischen 16 und 80 ständigen neue Folgend er Dauerlutscher " Tatort ", des " Polizeiruf 110 " oder auch fremdländische Mordsgesellen aus dem Bereich der " Mordkommission Istanbul ", exakt zugeschnitten auf unsere Freunde mit türkisch - stämmigen Migrationshintergrund.

Aber auch die ARD - Satelliten der 3. - Kette, tuten in das gleiche Horn. Ihre lokalen Kriminalserien werden mit einem bewusst heimatlichen Kolorit versehen, um ja keine Glotzer an die Privaten zu verlieren. So begann deshalb das Bayrische Fernsehen ( BR ) am 12. April 2008 mit der Ausstrahlung einer Folge des so genannten Heimatkrimis. Der Titel lautete: " Freiwild - Ein Würzburg - Krimi ". Es reihten sich danach an: Ein Allgäu - Krimi, ein solcher aus Niederbayern, ein Alpenkrimi, ehe es dann nach Bamberg in die fränkische Provinz zurück ging.

Tja, und dort geschah etwas fürchterliches. Eine reitende Studentin verunglückt bei einem Ausflug hoch zu Ross tödlich. Die beiden Kommissare Sven Schäuffele, der ein fürchterliches mundartliches Kauderwelsch von sich gibt, sowie Birgit Sacher gehen an die Ermittlungsarbeit. Hierzu beleuchten sie das Umfeld einer Wegsternranch in der Nähe von Bamberg, die von den Eheleuten Tessi und Stefan Breu betrieben wird. Auf der Suche nach dem Täter und dem dazu gehörigen Motiv ( es darf auch umgedreht sein ), wird Schäuffele von einer Buchhändlerin aus der Stadt becirct.  Beide geben sich alsbald der Fleischeslust hin. Inzwischen aber hat seine Kollegin den Verdacht, dass der autistische Sohn der Breus, der die Tote verehrte, der Täter gewesen sein könnte. Die gegen diesen - heimlich, still und leise  - geführten Ermittlungen aufgrund aufkeimenden Verdachtsmomente, müssen jedoch sehr schnell wieder ad acta gelegt werden.

Während sich der Zuschauer die eigentliche Frage stellt, wer war der Mörder? Gurkt Schäuffele mit seinem Uralt - VW Passat, der nostalgische Aufkleber, davon eines der 80er Friedensbewegung, durch die Pampa der städtischen Peripherie und vögelt an und an die Buchhändlerin. Diese wirft ihn nach einem weiteren Treffen raus und macht sich schließlich selsbt verdächtig, denn sie hat eine Beziehung zu der Rancherin Tessi unterhalten; während deren Mann wiederum mit der toten Studentin sexuell verkehrt haben soll. Hinzu kommt ein liebestoller Professor, der so ziemlich jeder Rock - eher aber Jeansträgerin - nach jagt, die nicht umgehend den Campus im Sprint verlassen kann.

Erotische Verstrickungen nennt der BR diese Standard - Geschichten. Ehrlich gesagt, so öde, wie das Bamberger Umfeld, die ewigen, dazu auch noch drögen Dialoge und die VW Passat - Fahrerei mit dem Karren aus dem friedensbewegten Zeiten, sind auch die eingesprenkelten Erotik - Szenen. Dass der Liebhaber der Ermordeten, der Rancher Sven, der zudem vor hatte, mit der Jungschen durchzubrennen, dann als Plagiat des Joachim Witt´schen " Goldenen Reiter " durch das menschenleere Bamberg in der Nacht trappelt und in die Halle des Bestattungsinstituts eindringt, um dort seinen pseudo - romantischen Abschied bei Kerzenschein von der Geliebten zu nehmen, schlägt der Geschichte dann doch den Boden aus dem Frankenwein - Fass.

Sicherlich, es gibt schlimmere Krimis, in denen sämtliche Klischees der von den Drehbuchschreibern, den Regisseuren und Akteuren angedichteten Polizeiarbeit bedient werden, aber in der wilden Ödnis des fränkischen Städtchens an der Regnitz und dem Main - Donau - Kanal, gibt ein Kriminalfall, bei dem am Ende die eifersüchtige Ehefrau die Täterin war, kaum etwas an Spannung und Exklusivität her. Einfach nur zum Gähnen langweilig, der Bamberger Reiter als aufgeblasener Cowboy mit leeren - weil kurz vor der Pleite stehend - Satteltaschen.



https://de.wikipedia.org/wiki/Heimatkrimi


" Steamhammer " und " Riding on the L & N 1970:




Nachtrag: Das mehr als 22 Jahre nach der Abwicklung des zweiten deutschen Staates, von den fränkischen Töffel mit Stenson - Imitation auf dem Hohlkopf, immer noch von der DDR gesprochen und die Stadt Apolda hier her gelegt wird, grenzt entweder an bodenloser Dämlichkeit der Beteiligten oder soll ein Provokation darstellen. Ha, ha,ha!


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