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Dienstag, 31. Januar 2017

Es flockt




Wir schreiben den 31. Januar 2017. Es ist Winter. Es schneit. Seit 2 Tagen öffnet der graue Winterhimmel seine Pforten und lässt es flocken. Es flockt und flockt und flockt. Gestern mussten wir drei Mal den Gehsteig, die Krater - Landschaft, auf dem die zusammen geflickte Bitumen - Split und Sonstwas - Decke sich wie ein Bogen wölbt, fegen. Mit einem Schneeschieber ist das Beräumen gar nicht möglich, weil der Flickenteppich nach vielleicht 20 bis 30 Zentimetern, den Alu - Schieber stoppen ließe. Also nehmen wir einen Besen. Damit ist das Schneebeseitigen zwar mühsamer, aber eben sicherer, weil der Kunststoffborstenbesen nicht überall gegen stößt.

Heute war ich wieder drei Mal draußen und habe gefegt. Es flockt noch immer. Inzwischen sind so zirka 10 Zentimeter Neuschnee gefallen. Es ist wohl eher Pulver - denn Backschnee. Und, es kommt davon stündlich mehr dazu. Denn es flockt unaufhörlich.

Da sage doch noch Einer, es gäbe keinen richtigen Winter mehr. Kürzlich las ich im " SPIEGEL " unter der Rubrik " Früher war alles besser ", dass es innerhalb der letzten 50 Jahre nur wenige weiße Weihnachten gegeben hat. Das ist wohl realistisch, auch wenn es von der angeblichen " Lügenpresse " veröffentlicht wurde. Oft bilden wir uns ein eigenes, ein sehr subjektives Bild von der Vergangenheit, die dann auch noch in rosaroten Farben gemalt wird. Wir wollen sie uns einfach schön erzählen, unsere abgelaufene Zeit.

Ja, gut, ich kann mich auch an die Winter meiner Kindheit erinnern, die so Ende der 1950er, zu Beginn der 1960er sich als Großereignis abspielten. Nach einem malerischen Herbst, einem Güldenen Oktober und einem nebligen November, dessen Tage dann zum Ende hin, sich mit Frostnächten abwechselten. legte der Winter manchmal schon sein weißes Kleid über die vielen Felder, auf denen wir bis zum späten Oktober gespielt hatten. Wir bauten uns aus Bohnenstangen, die drei bis vier Mal so lang waren, wie wir selbst, ein Fußballtor und bolzten auf den Stoppelfeldern herum. Dabei wurden die Beine bis zu den Knien mit Striemen von den scharfkantigen Stoppeln, die die Bauern stehen ließen und später unterpflügten, weil der Boden dadurch lockerer wurde, übersät.

Ende Oktober, wenn die starken Herbstwinde wehten, die Blätter durch die Luft gewirbelt wurden und wir unsere selbst gebastelten Drachen steigen ließen, wenn es ab 19.00 Uhr dann stockdunkel wurde, war es mit den Spielereien auf den Äckern vorbei. Oft regnete es so stark, dass auf den Böden sich sogar Wasserlachen bildeten. Wenn die Bauern dann die Stoppelfelder, auf denen im Sommer noch Gerste, Hafer, Weizen oder Roggen angebaut war, umgepflügten hatten, war auch diese Zeit vorbei. Wir konnten uns nicht mehr gegenseitig mit heraus gerissenen Getreidestoppeln bewerfen oder testen, wer ein solches Stoppelbündel am weitesten werfen konnte.

Bald kam - mit der nebligen Jahreszeit - auch die Erkältungswelle. Wer nasse Füße hatte, die Strümpfe und Schuhe nicht rechtzeitig auszog, holte sich garantiert einen Schnupfen oder der Husten kam von Sitznachbarn in der Schule.

Eine prima Erkältungszeit war natürlich auch der Ende November beginnende Frost, der Schnee und dazu noch ein eisiger Wind. Dann wurden die bekannten Hausmittel unserer Großeltern angewandt. Es gab Honig mit heißer Milch, Runkelsaft mit braunen Kandis oder - besonders ekelig - Zwiebelsaft. Es wurden heiße Umschläge gemacht, Fußbäder genommen und heißer Wasserdampf mit einer Kräutermischung über ein Handtuch, dass zur Abdeckung der Schale mit dieser dampfenden Mischung diente, inhaliert.
Die Erkältungen waren aber häufig langwierig und quälten uns über Wochen. Viel schlimmer war dann noch ein Keuchhusten, der uns wie einen Hund bellen ließ.

In dieser Zeit kam der " richtige " Winter. Es fiel Schnee, es war eisig kalt und wir konnten draußen auf einer Wiese rodeln. Bis zum Februar. Dann taute es langsam. Die ersten Frühlingsblüher zeigten sich: Schneeglöckchen, Krokusse, waren es die aus den jetzt aufgetauten Böden hervor lugten. Nur wenige Wochen später waren die Zugvögel da. Amsel, Drossel, Fink und Star. Es wurde Frühling, der Winter war vorbei.

Bis zum nächsten November oder ab Dezember, dann schneite es wieder. So, wie heute, am 31. Januar 2017 - beinahe 50 Jahre später - auch.




Die Musicals, Musikfilme und sonst viel Kitsch liebenden Amerikaner haben in den damaligen Jahren meiner Kindheit, viele, solcher Filme produziert. Nun, ja, es war eben eine andere Zeit. Ohne Internet und all diesen Gedöns. Da saß die ganze Familie vor der Glotze im großen Wohnzimmer und freute sich über die Sangeskünste ihrer Stars.

Ich halte es da lieber mit einheimischer Kunst von einst. " Randie Pie " aus Hamburch und der " Winter Song " ( 1976 ):


Und sage aber gut´s Nächtle mit Hannes Wader und seinem " Winterlied ":





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