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Donnerstag, 12. Januar 2017

Gianni Infantino´s Monster - WM.



Nun ist es also amtlich: Die Fußball - Weltmeisterschaft ( WM ) 2026 wird mit 48 ( ! ) Teams statt finden. Eine WM der Superlative? Wohl kaum, denn es werden Länder an dieser WM teil nehmen, die allenfalls das spielerische Niveau von deutschen Drittligisten vorweisen können. Aber: Fair muss fair bleiben. So dachte es sich auch der FIFA - Präsident Infantino und setzte sein zuvor abgegeben Wahlversprechen jetzt in die Realität um.

Jene Weltmeisterschaft, die dann in 9 Jahren ausgetragen werden soll, könnte vom Spielplan her so aussehen:

16 Gruppen zu 3 Mannschaften = 48 Teams, die in der Vorrunde um das Weiterkommen in die erste KO - Phase streiten. Damit werden 96 ( ! ) Spiele ausgetragen, nämlich 6 Ansetzung pro Gruppe.

32 Mannschaften, somit die Gruppensieger und die Gruppenzweiten qualifizieren sich dafür.
In 16 Begegnungen werden die Sieger ermittelt.

Von diesen weiter gekommenen Mannschaften spielen diese in den Achtelfinale den Gewinner aus. Damit werden weitere 8 Spiele ausgetragen.

Das Viertelfinale bestreiten sodann die besten acht Team. Hier werden weitere 4 Spiele angesetzt.

Das Semifinale wird von vier Mannschaften ausgetragen. Damit sind 2 Begegnungen erforderlich.

Das Spiel um den dritten Platz bestreiten die beiden unterlegenen Teams.

Das Finale zur Ermittlung des Weltmeisters bildete den Abschluss der Mammutveranstaltung.

Nach Adam Ries darf der Glotzer sich 128 ( !!! ) Spiele antun. Ja, so viele. Das bringt ordentlich Knete in die leer geschrubbten Kassen der FIFA, deren Diktat des Austragungsmodus und der minutiösen Ausgestaltung jedes Einzelspiels, deshalb nicht fallen gelassen wird. Ganz im Gegenteil: Eine solche, organisatorische Herkules - Aufgabe werden nur Länder bewältigen können, die nicht nur genügend Moneten aufweisen können, sondern die infrastrukturellen Grundbedingungen zur Seite stehen haben.

Mal im Ernst gefragt: " Wem nutzt eine solche Kasper - Veranstaltung?

Doch nur der FIFA und ihrer Alt - Herrenriege, die ihre finanziellen Pfründe durch willfährige Länder, die sich ihre Teilnahme damit über eine Hintertür quasi erkauft haben, sicher gestellt haben. Sportlich besehen, wird eine solche Riesen - Veranstaltung keine großartigen Fortschritte erbringen. Wenn vielleicht ein vermeintlicher Außenseiter, einer als stärker eingestuften Mannschaft eines Landes eventuell ein Remis abtrotzt oder gegebenenfalls diesen " Goliath " besiegt, bedeutet dieses noch lange nicht, dass damit die Chancen auf  eine Teilnahme an der KO - oder Finalrunde steigen. Für den Zuschauer sind solche Ödnisse, bei denen beinahe Fußball - Exoten sich wechselseitig den Ball abjagen, eher eine Zumutung. Und die Schadenfreude, wenn sich ein eventuell ungeliebter Nachbar ( wie beispielsweise die Engländer, die Niederländer oder die Belgier ) wegen eines eher gebrauchten Tages, ein oder gar mehrere Tore und damit eine Pleite einschenken lassen, hält sich in der heutigen Zeit in sehr überschaubaren Grenzen.

Zudem kommt das Ärgernis der TV - Übertragungen. Wenn WM - Fußball von den Bunt - Blöd - Krawall - Stationen, wie RTL ( icl. " RTL nitro " ), Sat1 oder auch " sky " übertragen werden, steigert dieses weder in signifikanter Weise den Genuss solcher Lauf - und Bolz - Spiele, noch erfährt ein solches, eine intellektuelle Kehrtwende bei der Qualität der Moderation und des Kommentars. Wirklich, Herr Infantino, dat ist ein verfrühtes Osterei für das Jahr 2026, dat Se´uns als Fußball - Anhänger ins heimische Nest gelegt haben. Und - im Klartext gesprochen - dieses Turnier, diese Graswurzelrevolution in dem Austragungsmodus, lockt - abgesehen von den angeblichen Mehreinnahmen in Höhe von zirka 0,6 bis 0,75 Mrd. Euro - keinen fröstelnden Hund an den warmen Ofen.

Da ist mir die Bundesliga von 2017 bis 2026 alle Male lieber, auch dann noch, wenn mein SV Werder Bremen möglicherweise immer noch gegen den brutalen Absturz in die Zweitklassigkeit kämpft.

Es begab sich also zu einer Zeit, als in Zürich ein Monster geboren wurde, dass Fußball - Monster WM 2026. So pilgerten sie alle in die neu zu errichtenden Wallfahrtsorte, die Tempel des schnöden Mammons Fußball, um bespasst zu werden. Doch, siehe da: Die Freude wäret nicht sehr lange. Bereits in der Vorrunde schalteten Hunderte Millionen ihre technischen Wunderwerke in den Baracken, den Penthouse Wohnungen, den Plattenbau - Löchern und den Villen, dieser Welt kollektiv ab. Sie besannen sich ihrer Urinstinkte und verbrachten ihre freie Zeit mit Sinnvollerem. So zog der Master of Desaster Gianni Infantino enttäuscht die Notbremse und ließ den alten Turniermodus wieder einführen. Er musste sich eingestehen, dass die Grundformel jedweden Handels, die da lautet ( in Abwandlung an der Fußballweisheit des genialen Gery Lineker ) " Fußball ist ganz einfach. Es laufen 90 Minuten 22 Mann hinter einem Ball her und am Ende siegt nur das Geld!", nicht immer zum Erfolg führt.

Diese Änderung des WM - Turniermodus ist nur eine enge Sackgasse, Herr Infantino:
" The Kinks " und " Dead End Street " aus dem Fußball - WM - Jahr 1966 ( schön, so schön, war die Zeit ):


1 Kommentar:

Octapolis hat gesagt…

Er dachte sich nicht fair muss fair bleiben, sondern: Kohle ist Kohle! ;o)

PS: Exzellente Musikwahl!