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Freitag, 3. Februar 2017

Bremen: Warum Armut diesen Namen trägt.


Heute Morgen hörte ich in den Frühmeldungen bei MDR aktuell, dass in Bremen jeder vierte Bewohner ( gemeint war wohl das Bundesland und nicht die Stadtgemeinde ) statistisch als arm gilt. Obwohl diese Meldung für mich nicht so neu ist, habe ich dann einfach mal bei Tante Google " Bremen, Armut " eingegeben und jede Menge Treffer erhalten.
So schrieb beispielsweise die Lokalpostille, der " WeserKurier " , in einem Artikel von vor knapp 2 Jahren, dass die Armut in Deutschland allgemein gestiegen ist und inzwischen 12, 5 Millionen Bürger als arm gelten. Bezogen auf die Freie und Hansestadt Bremen indes, ist dieses nicht jeder sechste, sondern bereits jeder vierte Bewohner, der von der Statistik als arm eingestuft wird.

So heißt es in dem Artikel:

Trotz guter Wirtschaftslage ist die Armut in Deutschland stark gestiegen. 
Das stellen die Autoren des 5. Armutsatlasses fest und sprechen von einem „historischen Höchststand“. 12,5 Millionen Menschen leben bundesweit in Armut, verdienen also weniger als 60 Prozent des Durchschnittseinkommens. Besonders Alleinerziehende und Rentner sind betroffen. Und Bremen bleibt – mit jetzt noch größerem Abstand – Schlusslicht. Hier stieg die Armut mehr als doppelt so stark wie im Bundesschnitt, zuletzt auf 24,6 Prozent im Jahr 2013. "

- Zitatende - aus:
http://www.weser-kurier.de/bremen/bremen-politik-wirtschaft_artikel,-Fast-ein-Viertel-der-Bremer-ist-arm-_arid,1060783.html

Ein Jahr darauf stellte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes seinen " Armutsbericht 2014 " vor und konstatierte dabei, dass die so genannte Armutsquote in Bremen zwar zurück gegangen sei, dieses jedoch nur um 0,5 Prozent. Die Zahlen belegen, dass Deutschland hier als eine stark zerklüftetes Land zu sehen sei, bewertete Ulrich Schneider diesen Bericht. Der " WeserKurier " nahm dieses erneut zum Anlass, um über die Sitzation im Bundesland Bremen zu berichten.


http://www.weser-kurier.de/bremen/bremen-stadtreport_artikel,-Bremen-hat-das-hoechste-Armutsrisiko-_arid,1320231.html

Radio Bremen sattelt in einer Serie mit dem Titel " Wo Bremen arm ist " einige Monate später noch drauf und berichtet über die sozialen Brennpunkte in der Stadtgemeinde. Hierzu zählen zweifelsohne die Stadtteile Gröpelingen, Kirchhuchting, Grohn, Tenver und sämtliche Stadtteile der Neue Vahr, zählen hierzu (http://www.weser-kurier.de/bremen_artikel,-So-reich-ist-Bremens-Nordosten-_arid,1191969.html ).

In den Radio Bremen - Berichten wird dargestellt, dass die Hansestadt inzwischen als das " Griechenland Deutschlands " unter den Ökonomen gilt.

http://www.radiobremen.de/fernsehen/buten_un_binnen/aktionen/wochenserien/bremenarm100.html

Nach beinahe zwei Jahren später, hat sich an dieser Situation nicht viel geändert. Bremen ist nach wie vor das Schlusslicht in der  "Armutsskala " und wird es wohl auch künftig bleiben, denn die wirtschaftliche Situation in den beiden Stadtgemeinden hat sich kaum verbessert. Ganz im Gegenteil: Mit dem Eintritt in das Rentenalter der einst geburtenstarken Jahrgänge ab den 1950ern und vor allem dann 1960ern, wird sich die Kluft zwischen armen und reichen Regionen in Deutschland weiter vergrößern.

Die Hansestadt ist deshalb davon so stark betroffen, weil ab den 1970er bis in die 1980er Jahre, der Wirtschaftsfaktor Schiffbau, die Stahlindustrie und auch der Wegzug gut und besser Verdienender in die Umlandgemeinden, zu wirtschaftlichen Problemen geführt hat, die nicht kompensiert werden konnten. Mit erheblich sinkenden Steuereinnahmen musste sich das Bundesland permanent verschulden, um die wachsenden Aufgaben zu finanzieren. Zudem kamen politische und ökonomische Fehlplanungen.

Ein Teufelskreis, der nicht mehr durchbrochen werden konnte. Arm bleibt arm und Armut heißt auch Bremen. Wie lange noch?



Dazu: " Lonzo " mit dem Liedchen aus dem schönen Jahr 1983: " Die Bremer Stadtmusikanten ":





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