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Donnerstag, 23. März 2017

Rent a Campell



Ein eherner Grundsatz aus dem Bereich der Rechtswissenschaften lautet; " pacta sunt servanda ". Aber: Der Lebenswirklichkeit geschuldet, hat die Jurisprudenz zu dieser Regel - wie üblich - viele Ausnahmen zugelassen. Und schon bei dem Begriff Vertrag streiten sich die hier tätigen Gelehrten  über dessen Form und auch Inhalt.
Ein beliebter Zankapfel im Vertragsrecht ist zudem die Klärung der Frage, ob überhaupt ein Kontrakt existiert.

Um solche grundsätzlichen Fragen streiten sich seit März 2017 eine Veranstaltungsagentur mit dem Namen " Admirar Inc. ", der Zweigniederlassung einer nach US - amerikanischen Recht eingetragenen Aktiengesellschaft,  und der " Dresdner SemperOpernball e.V. " vor der 10. Zivilkammer des hiesigen Landgerichts. Hierzu lässt sich nachlesen:

Für 55.000 Euro wollte die Dresdner Niederlassung der Künstler- und Eventagentur "Admirar Inc." einen Auftritt von Naomi Campbell und dem US-Schauspieler Steven Seagal beim SemperOpernball 2015 organisieren. Tatsache ist: Supermodel Naomi kam zum Ball - und zwar durch die Hintertür, nahm einen Preis für ihr soziales Engagement in Empfang und verschwand wieder. Die Länge ihres Auftritts wird von verschiedenen Seiten mit elf bis 19 Minuten angegeben. "

- Zitatende - aus:

http://www.mdr.de/sachsen/dresden/prozess-streit-auftritt-naomi-campbell-semperopernball-dresden-100.html

Tja, das liebe Geld. Es regiert nicht nur die Welt, sondern verdirbt vor allem den Charakter und macht zudem auch nicht glücklich.

So muss jetzt - nachdem ein Vergleichsvorschlag des Vorsitzenden Richters der 10. Kammer über satte 20.000 Euro für eine Stippvisite widerrufen wurde - das Landgericht nolens volens die hiesige Zivilprozessordnung ( ZPO ) zur Klärung des strittigen Sachverhalts bemühen. Und hier gibt es wunderbar ausformulierte Gesetze, nach denen sich der richtende Volljurist selbst zu richten hat. Immerhin gilt auch dort: Was die ZPO zu den Fragen der anspruchsbegründenden, der diese vernichtenden und der beweiserheblichen Tatsachen regelt, ist für jedes Gericht bindend ( oder sollte es zumindest sein ).

So müssen sich nun die Kollegen in den schwarzen Kitteln damit befassen und dazu den ebenso stählernden Handlungsgrundsatz: " Wer will was von wem? " beachten.

Fakt ist aber: Das hoch stilisierte " Super - Model " Noami Campell hat mit dem Dresdner Semperopernball Verein selbst keinen Kontrakt geschlossen, sondern die oben benannte Agentur. Und deshalb möchte nicht das Vollweib die Kohle kassieren, sondern die " Admirar Inc. " in Dresden und zwar für ihre Agententätigkeit. Es ist ein Honorar dafür, dass die Agentur es - wie auch immer - zustande gebracht hat, dass die Zippe dort beim Ball aufgetaucht ist, den Preis höchstpersönlich entgegen nahm, sich dann kurz bedankte und über den Wolken via Privat - Jet entfleuchte. Ob nun der Spuk - gefühlte - 11 oder 19 Minuten dauerte, ist dabei unerheblich. Erheblich indes dürfte sein, was zwischen der Agentur und den Opernball - Organisatoren vereinbart wurde. Da driften die Darstellungen der Parteien weit auseinander.

http://www.sz-online.de/nachrichten/semperopernball-vor-gericht-3627411.html


Unabhängig von diesem juristischen Nachbrenner, stellt sich doch auch hier die existenzielle Frage: " Wer will was von wem und warum ? " Die kann auch mit einer Gegenfrage beantwortet: " Wer braucht diesen Scheiß? "

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