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Montag, 13. März 2017

" Tatort " aus Bremen: Lürsen und Stedefreund lassen die morschen Knochen knacken.



Nachdem die " Tatort " - Folgen ab 18. Dezember 2016
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Tatort-Folgen#2017 ) eher einen politisch - belehrenden und psycho - sozialen Inhalt aufwiesen, wollten es die Produzenten des kleinsten ARD - Satelliten, nämlich von Radio Bremen,  nicht noch einmal mit Kriegsversehrten, Flüchtlingen und Faschisten oder andere Gestrandete und jener Spezies , die ihren Lebensfrust über das Internet ablässt, versuchen.
Deshalb besann sich das Bremer " Tatort " - Team auf die noch übrig gebliebenen Möglichkeiten. Die da wären:

- Beziehungsdrama mit Mord

- Fußballdrama mit Mord

- Familendrama mit Mord

Gut, ja, gut, ich sach´ma´´, ich glaube, ich meine, zu befürchten, dat die mittlere Variante in den Hochzeiten des puren Abstiegskampfes net so jut ankommt.
Also könnte Variante Eins eigentlich der heiße Favorit sein. Aber auch die letzte Option klingt net so schlecht.

Die Bremer versuchten sich mit beiden Themen; mithin in einem Flotter Zweier und nennen dat Ding " Nachtsicht ".

Im noblen Oberneuland, dort, wo die besseren Zehntausend der Freie und Hansestadt leben, also nicht im Findorff, der Neustadt oder auch nicht in Schwachhausen, da stehen richtig schöne Häuschen. Oft auch edle Villen. Da hocken nicht 18 Personen auf 180 m², verteilt auf drei Etagen, geteilt von einem knarrenden Holztreppenhaus, papierdünnen Wänden und uralten Sanitäranlagen. Hier lebt die " Elite " der Speck - Flaggen - Metropole an der Weser. Also, in der Millionairs Row Oberneuland, dort residiert ein Chemiker nebst Frau und Sohn.

Die Frau - das stellt sich erst später dem Glotzer dar - hat Krebs im Endstadion. Ein Bein ist ihr mittlerweile amputiert worden. Sie leidet unter Schmerzattacken und muss in ihrem Stumpf deshalb Spritzen gesetzt bekommen.

Der Ehemann, der Chemiker, hat es finanziell geschafft. Er verdient sehr gut, unterhält ein eigenes, großzügig angelegtes Anwesen mit einem modernen Haus. In seiner übertriebenen Fürsorge zu seiner todkranken wirken viele Aktionen beinahe lächerlich. So auch die bekundete Absicht nach Kanada auszuwandern.

Der Sohn jobbt in einer Autowerkstatt als Lackierer, ist vorbestraft und auch sonst ein Verrecker, weil dem Übervater sklavisch hörig. Seine Lebensgefährtin ist an den Rollstuhl gebunden und arbeitet deshalb als Deutschlehrerin für einen Internetanbieter zuhause am PC.

Der Sohn führt ein Doppelleben. Er fährt nachts mit einem als Elektroauto umgerüsteten und mit verschiedenen Umbauten ausgestatteten PKW durch Bremen´s Umland, wo er sich Opfer für seine perversen Gelüste aussucht. Er fährt diese mit seinem lautlos funktionierenden Mordwerkzeug zunächst an und tötet dieses dann durch mehrfaches überfahren des Körpers von Kopf bis Fuß. Die Fleischmasse lässt er dann zurück. Er entnimmt zuvor jedoch verschiedene Körperkleinstteile, wie einen Fingernagel, die er in einen Gefrierbeutel aufbewahrt.
Ein psychotischer Perversling also.

Nachdem Stedefreund und Lürsen zwei Mordfälle, die auf diese Art und Weise begangen wurden, in Bremen aufzuklären haben, wird ihnen eine LKA - Beamtin aufgepropft, nämlich ausgerechnet Inga Lürsen´s Tochter Helen, zu der Stedefreund eine intime Beziehung hatte. Das Trio ermittelt nun gegen den Chemikersohn, hat jedoch keine greifbaren Indizien für dessen Täterschaft. Dann geschieht ein dritter Mord. Ein Jogger wird mit dem umfunktionierten Elektroauto angefahren und schlägt - ungewollt - mit dem halben Körper durch die Windschutzscheibe. Der Mörder gerät in Panik und lässt das Fahrzeug samt Sterbenden am Tatort zurück. Lürsen und Stedefreund ermittelt erneut gegen Christian Friedland, der dem Zuschauer dann schon als Serienmörder präsentiert wird.  Die LKA - Polizistin versucht sich unterdessen aber mit dem Chef des Autolackierers und mutmaßlichen Automörders, in dessen Werkstatt mit dem Namen " Roger´s Vintage Cars ", Roger Wego, der zuvor von Christian´s Vater aufgesucht wird.

Bei der Durchsuchung der dortigen Räume finden die Beamten tatsächlich auch ein Nachtsichtgerät und den Plastikbeutel mit menschlichen Haaren und mehr.
Doch Stedefreund und Lürsen glauben nicht an den Werkstattinhaber als mordenden Autofahrer, auch wenn dieser zu gibt den inzwischen aufgefundenen PKW umgebaut zu haben.

Dem Bremer Ermittlungsduo - die LKA - Gespielin von Stedefreund verabschiedet sich derweilen aus dem Ermittlungsteam - gelingt es schließlich, den pervers veranlagten Christian Friedland, den Chemikersohn zu überführen.

Ende schlecht, alles gut, denn Papa Friedland will seinen Sohn dann doch aus dem Weg räumen, weil dieser die zusammen geklaubte Zukunft von der krebskranken Frau und Mutter mit ihm gefährdet.

Nun, ja, es gibt hier im Bremer " Tatort " einige Sequenzen und Handlungen, die dem Zuschauer ein gewisses Maß an Apathie abverlangt. Die gezeigten Bilder des Oberschenkelstumpfes der Frau des Hauses, Leonie Friedland,die nur sehr kurz angezeigten, zermalmten Geischter der Opfer, die Tatort - Aufnahmen der weiteren Getöteten und auch das typische Geräusch der knackenden, berstenden, menschlichen Knochen beim Überfahren der Opfer mit dem Mord - Auto, sind nicht gerade jedermanns Sache.

Trotz einer unschlüssigen Handlungsstränge und einem leichten Wirrwarr bei den polizeilichen Durchsuchungsmaßnahmen, war der Bremer " Tatort " sehenswert.

https://de.wikipedia.org/wiki/Tatort:_Nachtsicht

http://tatort-fans.de/tatort-folge-1014-Nachtsicht/

Immerhin durfte ich einige Örtlichkeiten aus meiner einstigen Heimat mal wiedersehen. Schon deshalb hat es sich gelohnt, bis zum Ende zuzuschauen. Dass Hauptkommissarin Inga Lürsen ( Sabine Postel ) sich nach 20 Dienstjahren dann für immer verabschieden möchte und 2018 de facto in den wohl verdienten Ruhestand geht, sei hier nur am Rande erwähnt.

Ach, ja, dass ein PKW als Waffe im Sinne der Tatbestandsmerkmale des Mordparagrafen 211 unseres Strafgesetzbuches zu bewerten ist, hat die hiesige Rechtsprechung ja erst kürzlich bei der Verurteilung der beiden Raser in Berlin unter Beweis gestellt.

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