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Sonntag, 9. April 2017

Unerwünschte Werbung



Als am letzten Freitag gegen 18.43 Uhr bei uns das Telefon klingelte, schritt ich gemütlich zu dem mobilen Empfangsgerät, das in der Küche steht. Ein kurzer, routinemäßiger Blick auf das leuchtende Display zeigte mir die Rufnummer 06990990194. Diese Festnetznummer ist mir nicht bekannt. Ich ließ den schnurlosen Telefonapparat dort liegen, wo er in solchen Fällen hingehört und wartete. Zwei Minuten später klingelte es erneut. Es war die gleiche Rufnummer, die versuchte, mir ein Gespräch aufzuzwingen. Einige Minuten danach läutete die Telefonanlage erneut. Dieses Mal war es die mir durchaus bekannte Servicenummer der Telekom, genauer gesagt: Die mobile Sprachbox meldete sich. Weil ich wusste, dass dieser Anruf mehrfach folgen würde, wenn ich jetzt den Hörer nicht abnehme, drückte ich die grüne Empfangstaste und lauschte der hierauf folgenden Standardansage. Diese vermeldete, einige neue Anrufe. Ich ließ das Prozedere über mich ergehen.
Damit erhielt ich auch jene - eigentlich völlig unwichtige - Informationen über die letzten beiden Anrufe, die die Service - Box mit Meldung benennt.

Die blecherne Stimme gab damit an: " Freitag, 6. April 2017, 18:43 Uhr. Ein Anruf von Rufnummer 069..... . Nachdem die Computerstimme verstummt war, plärrte plötzlich Musik in mein Ohr. Sehr geehrter Teilnehmer. Sie können zwei Reisen gewinnen und es warten auf Sie weitere attraktive Gewinne. Wenn Sie an unserem Gewinnspiel teil nehmen möchten, drücken Sie jetzt bitte die 3 auf ihrem Telefon! ".
Ich drückte indes schnellOstens die rote Taste auf dem Mobilgerät und unterbrach den nervigen Anruf.

Am Samstagmorgen schaute ich zunächst in unseren Briefkasten. Neben der wöchentlichen " SPIEGEL " - Ausgabe, lagen dort doch tatsächlich weitere Briefe. Und, was hatten diese als Inhalt? Genau, Werbung! Die einstige Hausbank versuchte sich mit Kreditangeboten zu unverschämten Bedingungen - ab damit, in den Papiersack! Eine Maklerin bot erneut ihre Dienste bei einem möglichen Hausverkauf an - ab damit, in den Papiersack! Ein ehemaliger Pellet - Lieferant war für eine Oster - Sonder - Rabatt - Aktion - ab damit, in den Papierback!
Die ungezählten Werbebroschüren, die Anzeigenblätter oder weitere, nicht georderte Druckwerke, konnten wir seit geraumer Zeit abblocken, in dem ein rotes Stoppschild auf der Briefkastenklappe prangt " Bitte, keine Werbung! "
Der Erfolg war durchschlagend, denn danach musste ich den blauen Papiersack nicht mehr in jeder Woche von der Terrasse in den Vorgarten zum Umfüllen in die Blauen Tonnen wuchten.

Am selben Tag kontrollierte ich meine Mailbox. Es wurden 15 neue Nachrichten angezeigt. Völlig ungerührt hiervon , öffnete ich das elektronische Fach. Aha! Eine Firma bot einmal mehr ihre Treppenlifte an. Lächerlich! In meinem Alter und mit zwei gesunden, wenn auch nicht mehr ganz so schnellen Füßen, können diese Hansel mir gestohlen bleiben. Die Versicherungsverdreher der " Ergo - Direkt " kredenzten mir ein Angebot für eine Zahnzusatzversicherung. Da habe ich doch glatt beim Löschen dieser Mail übersehen, dass zwei Spalten vorher die " Ergoisten " diesen Verarschungscoup erneut starten wollten. Eine weitere Mail offerierte mir Marken - Oberhemden zum Schleuderpreis. Benötige ich auch nicht, weil meine Kragen immer so schnell schmutzig werden, wenn ich bei der Gartenarbeit Blut, Schweiß und Tränen ( im Wind ) vergieße.

Nachdem ich 13 von 15 Mail erfolgreich gelöscht hatte, bewarb der Anbieter dieses elektronischen Nachrichtenkastens sich selbst, indem er mir klar zu machen versuchte, dass ich gegen Bares natürlich - diese lästigen Werbung nicht mehr zugesandt bekommen würde.
Nein, danke, kein Bedarf! Ich bleibe bei der Handarbeit und lösche selbst.

Am Ende des Tages und beim Schreiben dieses Posting stelle ich mir die - eigentlich längst beantwortete Frage - woher die Banausen eigentlich meine Adressen haben? Da muss doch einer dieser Schlaufüchse, jene entsprechenden Daten, gegen Cash versteht sich, verkloppt haben.

In diesem Moment kamen mir einige Erinnerungen an meine lange Studienzeit. Damals, so ab Mitte der 1970er Jahre, war mein Briefkasten meistens leer, Genauso, wie mein Geldbeutel. Wer nichts hat, dem kann ein anderer Mensch auch nichts abnehmen. Genau!
Deshalb halte ich es seit jener schönen Zeit mit der zutreffenden These unseres - leider viel zu oft in Vergessenheit geratenen - Kapitalismuskritikers und Philosophen Karl " Charlie " Marx, der da fest gestellt hat, dass das Sein das Bewusstsein bestimmt.
Und damit steht für mich fest, dass unser irdischen Dasein nicht davon abhängt, jeden Dreck, den die Werbung uns in unerwünschter Weise zu Ohren, Augen und Händen und Füßen wirft, das eigene Selbstbewusstsein stärkt oder, etwas genauer formuliert:
Bei unerwünschter Werbung werbe ich für den Papierkorb!

In diesem Sinne: Gut´s Nächtle mit " Halestorm " und " All I wanna do ":








Kommentare:

Octapolis hat gesagt…

Überleg dir das nochmal mit dem Lift, während du läufst kann er nen Kasten Bier neben dir her transportieren! ;o)

Lobster53 hat gesagt…

Wäre dann keine unerwünschte Werbung, sonder ein erwünschter Nebeneffekt; wenn auch sehr, sehr teuer!