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Freitag, 2. Juni 2017

Antikes Wandlitz



Die Waldsiedlung, kurz hinter der Autobahnabfahrt Bernau in Richtung Nordosten, galt ab 1958 als erklärten Rückzugsgebiet der einstigen DDR - Staats - und Parteiführung. Hier wurden die SED - Kader nach getaner Arbeit in ihren Limousinen an ihren " freien " Wochenenden zum Zwecke der Erholung hin kutschiert.
Was vormals, nämlich zu DDR - Zeiten, unter der eingesperrten Bevölkerung als " Bonzen - Siedlung " verschrieen war, weil dieses Areal hermetisch abgeriegelt wurde, um den später dann greisen Polittrucks eine ungestörte Erholung von ihrer schweren Last, als Speerspitze der Arbeiterklasse, die vom Westen aus initiierte Konterrevolution abwehren zu müssen, zu ermöglichen, galt nach der Wende als Hass - Objekte, für jene vom real existierenden Sozialismus Befreite.

Deshalb drohte der Siedlung der Abriss. So, wie es bei " Erich´s Lampenladen ", dem " Palast der Republik " im Ostteil der Bundeshauptstadt auch der Fall war.

Nachdem die Verantwortlichen sich über die künftige Nutzung jener Gebäude, in denen neben Honecker auch andere ZK - Tattergreise wohnten, lebten und West - Konsumgüter nutzten, uneins waren, steht nunmehr fest, dass die Waldsiedlung als Relikt der einstigen Politklasse als Gebäude - Denkmäler erhalten bleiben sollen. Ein Plattmachen ist demnach vom Tisch. Vielleicht hilft diese Entscheidung dabei, den nächsten Generationen zu verdeutlichen, was es heißt, unfrei, also eingesperrt und gegängelt aufwachsen zu müssen.

Was noch vor mehr als 3 Dekaden als privilegiertes Leben einzustufen war, gilt heutzutage eher als Ausgeburt der Spießigkeit. Mal ganz ehrlich: Im Vergleich zu den Schmarotzern aus der Kaste der Millionäre, Multimillionäre oder Milliardäre, sehen sich die materiellen Errungenschaften der SED - Knilche als nicht einmal erwähnenswert an. West - TV - Geräte, westliche Wohntechnik und westliche Lebensmittel, die es sonst nur gegen West - Währung, also Deutsche Mark, zu erwerben gab, waren zwar für die Majorität der DDR - Bürger ein unerreichbarer Luxus, ein nicht alltägliches, buntes Farbtüpfelchen im tristen DDR - Grau, doch in Relation zu der unendlich dekadenten Lebensweise der Reichen, eine reine Lachnummer.

Da erzählte ich während es gestrigen Frühstücks meiner besseren Hälfte, das eben jene Bonzen - Siedlung zu DDR - Zeiten unter Denkmalschutz gestellt worden ist und gab dazu eilfertig die Bewertung ab, dass mich ein Besuch in jenem Refugium der vormaligen DDR - Spießigkeit sehr wohl interessieren würde.
" So? ", bekam ich zur Antwort.
" Du willst doch nur Erich´s Pantoffel - Kino sehen! ", fügte sie hinzu.
Ich lachte schallend.
" Ich kenne dich genau. ", fügte sie hinzu.

Erich und sein Heimkino mit den mehr als Tausend Video - Kassetten - ein Relikt aus der Vergangenheit. Und dennoch eine Mahnung an jene Zuspätgeborene, solchen Rattenfängern nicht auf den Leim zu geben. Jenen Halunken, die öffentlich Wasser predigen und heimlich Wein saufen.

Davon gibt es leider immer mehr. Die Antike lehrt uns, was aus solchen Gesellschaften letztendlich geworden ist.

Gut´s Nächtle mit: " Audience " The House On The Hill ":




http://www.tagesspiegel.de/berlin/ehemalige-sed-kader-siedlung-bei-berlin-wandlitz-soll-unter-denkmalschutz-gestellt-werden/19221526.html


http://www.berliner-zeitung.de/berlin/brandenburg/wandlitz-im-wandel-wie-ein-wohnort-der-sed-spitze-zum-denkmal-wird-25500490


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