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Donnerstag, 22. Juni 2017

Der große Europäer und seine Rachegelüste.



Wenn ein Mensch in den christlich geprägten Ländern dieser Erde das Zeitliche segnet, wird ihm - in aller Regel - ein Begräbnis zu teil werden, dessen Zeremonie, er - bestenfalls bereits zu Lebzeiten qua letztwilliger Verfügung  - geregelt hat. Ist diese nicht vorhanden, nicht eindeutig oder steht in ihr hierzu gar nichts, werden die Nachkommen auf den Plan gerufen. Diese dürfen sich dann mit der Frage des Begräbnisses auseinander setzen. Nicht immer läuft das Prozedere harmonisch ab.

Neben den Verteilungskämpfen rund um den Nachlass und sonstigen Kalamitäten, könnte der Sinn des Abschiedes von dem Verblichenen zu einem heftigen Hauen und Stechen, zu einem Grand Prix der Rechthaberei verkommen, wenn die Begräbnismodalitäten nicht rechtzeitig festgelegt worden sind.

Dieser Problemkreis trifft - wenn überhaupt - auf staatstragende Frauen und Männer, dieses, unseres, Landes nur bedingt zu. Sie erhalten als Bonus sogar ein Begräbnis mit einer üppigen Trauerfeier. Dort wird dann von den aktuellen Funktionsträgern eine Lobhudelei veranstaltet, die schnell vergessen lassen könnte, das der Verstorbene einst nie unumstritten war; die Politik oft auf Ablehnung stieß und auch sonstige kleinere und größere Halunkenstücke mit der Person des Dahingeschiedenen verbunden sind.


Da las ich vor einigen Tagen, dass sich die führenden Politiker unserer schönen Landeshauptstadt, ernsthaft Gedanken machen würden, den kürzlich verstorbenen Ex - Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl zum Ehrenbürger ernennen zu wollen ( Vgl. hierzu u.a.:  https://www.sz-online.de/nachrichten/wird-helmut-kohl-ehrenbuerger-3708080.html ).

Sagt mal, geht´s noch?

 Kohl wird zudem kein übliches Staatsbegräbnis in Berlin bekommen. Nein, ihn werden wahrscheinlich höhere Weihen zuteil. Er wird als herausragender Europäer, demnach auch einen EU - Trauerakt erhalten. Schließlich hat er sich vormals nicht nur für die Deutsche Einheit eingesetzt, sondern auch darüber an dem Haus Europa herum gewerkelt.

Deshalb unkten denn einige, hiesige Tageszeitungen schon so:


"  Das Blatt ( gemeint ist die " BILD " - Zeitung - sic. ) zitiert einen Kohl-Vertrauten, der nicht nur begründet, warum es ein europäischer Trauerakt werden soll. Er liefert auch Gründe, warum es den für jeden Kanzler üblichen deutschen Staatsakt ausgerechnet für den Kanzler der Einheit nicht geben soll.
Von Verärgerung ist da die Rede, von Kohls Zorn über Berichte direkt nach Ende seiner Kanzlerschaft, Mitarbeiter von ihm hätten im Kanzleramt massenweise Akten zerstört. Tatsächlich hatte es von Rot-Grün harsche Kritik an den sogenannten "Bundeslöschtagen" gegeben. Rechtlich relevant belegt wurden die Vorwürfe aber nie. Und schließlich heißt es in der Zeitung auch noch, Kohls Witwe Meike Kohl-Richter habe Bedingungen für den Ablauf und die Gästeliste gestellt, die für die Organisation eines offiziellen deutschen Staatsaktes schwer umsetzbar gewesen wären.
Nun mag es sein, dass die Vorstellungen zwischen Familie und Staat auseinandergehen. Es mag sogar sein, dass es auch zwischen der Witwe und den Söhnen unterschiedliche Wünsche gibt. Und es ist nicht unwahrscheinlich, dass viele von Jean-Claude Junckers Idee überrascht wurden, alles in einem europäischen Trauerakt zu bündeln. Doch was jetzt geschieht - transportiert über eine in Kohl-Fragen besonders familiennahe Zeitung - ist merkwürdig, bedauerlich und unangemessen. Egal, von welcher Seite diese leisen Vergiftungen kommen, sie verhindern selbst jetzt eine Versöhnung. "

In der Online - Ausgabe der " Sächsische Zeitung " war heute zu lesen, dass die Leser hier über die Frage, ob Kohl Ehrenbürger dieser Stadt werden solle, abstimmen konnten. Mehrheitlich votierte zwar - ein kleines Häuflein von gerade mal 115 Beteiligten - dagegen, aber damit ist nichts über das mögliche Scheitern dieses Vorstoßes, der von den Schwarzen in dieser Stadt initiiert worden ist, ausgesagt. Fakt ist jedoch, dass Kohl nach seinem Ableben eine Person bleibt, die polarisiert, so, wie er es zu Lebzeiten durch sein eigenes Verhalten und politisches Handeln vorexerziert hat. Ein widersprüchlicher, machtbesessener, eigensüchtiger, oft mimosenhaft reagierender Mensch bleibt er somit auch nach und durch den Beisetzungsklamauk. 

Ein europäischer Deutscher oder deutscher Europäer verabschiedet sich nicht so, Herr Kohl!

" Poseidon " "White Room " - 1975 ( I ):


Hoi, ja, waren das noch Zeiten!









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