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Freitag, 23. Juni 2017

Horror pur



Das Genre des " Horror - Films " kann mir - auch mit zwei zugedrückten Augen, hoch geklappten Fußnägeln und auf toupierten, weiß - grauen Haaren - nicht sehr viel abgewinnen. Nicht, dass ich mir nicht - insbesondere die alten Schinken, die Klassiker aus dieser Sparte - oft oder öfters angesehen hätte, nein, ganz im Gegenteil. Auch bei der alten Tante ARD, respektive deren Lokalkanal N3, liefen knapp nach 22.30 Uhr, für einige, wenige Jahre, interessante Werke, die schon ein wenig gruselig daher kamen. Aber: Ich habe sie eher zur Kenntnis genommen, denn die SciFi - Klamotten, wie " Kampfstern Galactica ", " Raumschiff Enterprise " oder - noch betagter - " Raumpatrouille " waren da schon eher mein Ding.

Gut, ja, gut, ich sach´ma´, ich glaube, jedes Ding hat seine Zeit und jeder Film damit auch.

Da las ich - eher zufällig - auf der Internetpräsenz - des TV - Programm - Vorfühl - und Selektionsorgans, der " tv Spielfilm ", in einer Rubrik, die reißerisch, " Die besten Horror - Filme aller Zeiten " betitelt ist, dass es doch tatsgewiss 100 und mehr jener Schinken aus dem Ketchup - Genre geben soll, die den Anspruch von guter Unterhaltung erfüllen würden.
Hmmmmmmh, realy?

Aus dem Stegreif würden mir vielleicht eine Hand voll einfallen. " Die Vögel ", Psycho ", " Das Omen ", Dracula ", " Nosferatu "....
Aber diese Klassiker sind hier nur zum Teil aufgelistet. Es geht um andere Machwerke, die ich nicht gesehen habe.

So habe ich mir dann doch, gestern, an dem vermeintlich - bislang - heißesten Tag des Jahres, ein ärmelloses Shirt, kurze Jeanshose und keine Socken tragend, bei einem Pott heißen " Ostfriesen - Tee ", die Mühe gemacht, die " tv Spielfilm " - Seite und jene offerierte Rubrik, ein wenig genauer unter die Lupe zu nehmen.

Tja, interessant, sind sie schon, diese vielen Trailer zu den, in aller Kürze, beschriebenen Filmen - die ich - wie gesagt - zumeist nie gesehen habe.

Da schaute ich mir den Mini - Zusammenschnitt des Werks " Hostel " aus dem Jahr 2006 an.
Hier ist vermerkt:

Drei Rucksacktouristen landen in der Folterhölle. Horrorschocker von Eli Roth.
Für drei ewig geile Backpacker (u. a. Jay Hernandez) wird eine Jugendherberge in der Slowakei zur Endstation vor der Hölle. Von hier aus werden sie in eine Folterfabrik verschleppt, in der reiche Geschäftsleute ihre sadistischen Fantasien mit Bohrmaschinen, Schweißgeräten und anderen Heimwerkzeugen ausleben… Eli Roth schuf einen abgründigen Schocker, der nichts für Sensible ist.  

Aha, der Handlungsort soll irgendwo in der - ansonsten sehr schönen - Slowakei liegen. Es muss ja nicht immer Transsylvanien, die Ödnis eines der namenlosen US - amerikanischen Flächenstaaten oder der Mars sein, in dem eine menschliche Bestie ihr Unwesen treibt. Auch das Leiden der illegal in Guantanamo von den Yankees fest gesetzten, angeblichen IS - oder sowieso Islamisten, die Behandlung beim Zahnarzt in den 1960er Jahren oder andere Perverse, Massenmörder, Kriegsverbrecher aus der Neuzeit, ist gar nichts gegen die Folterpraktiken in diesem Streifen.
Dass der, wohl an einer Geisteskrankheit zwischen Schizophrenie, pathologischer Transsexualität und posttraumatischer Belastungsstörungen, leidende Folterknecht sich ordentlich an den Körpern anderer Menschen austoben darf, ist so neu nicht. Dennoch in dieser Intensität, eher ungewöhnlich. Im Übrigen lässt dabei auch der westdeutsche Triebtäter Jürgen Bartsch herzlichst aus dem Jenseits  grüßen. Und: Schleichwerbung für die " Metabo " - Schlagbohrmaschine, stufenlos regulierbar, das chirurgische Qualitätswerkzeug aus dem Hause " Dräger " sowie rollbare, mechanische Krankenhausbetten aus den Häusern Arnold, Völker oder Wissner pp wird dabei auch gemacht. Nun, gut, wer´s braucht?


Der weitere Beitrag, den ich mir etwas näher angesehen hatte, nennt sich " I Spit On Your Grave ". Hierzu wird ausgeführt:

https://de.wikipedia.org/wiki/I_Spit_on_Your_Grave


Wörtlich übersetzt heißt der Streifen " Ich spucke ( vulgär auch rotze ) auf dein Grab. Der fortwährende Kampf der Geschlechter, vermischt mit sexueller Gewalt und späteren Rachegelüsten, ist als Handlung eines Films, so alt, wie die ältesten Häuser von Beverly Hills. Dass aus dem Stoff der Sex - Fantasien prä - pubertierender Kleinstadt - Machos und Westentaschen - Rambos mit einem - möglicherweise - viel zu kurz geratenen Besten Stück, nun gleich eine Trilogie abgekupfert und auf den sehr schnelllebigen Markt geworfen wird, macht den alten Wein in neuen Schläuchen nicht besser. Immerhin sind die ab 2010 produzierten Filme von bester technischer Qualität. Aber, der Grundsatz bleibt - rein menschlich betrachtet - ein uralter " Rache ist Blutwurst " und im " Horror " - Genre dann eben " Heinz " - Ketchup.

Der dritte im Bunde des cineastischen Auswurfs niederer Beweggründe, die der menschlichen Rasse immanent sind, nennt sich schlicht " The Others " und stammt aus dem Jahr 2001. Da die USA auch auf dem Gebiet der pervertierten Fleischbeschau zielführend sind, wurde das Werk auch dort produziert.
Der zum " Hollywood " - Star hoch stilisierte Frauenkörper mit dem Namen Nicole Kidman schlurft hier durch die Handlungen, als gebe es kein Gestern und auch niemals ein Morgen. Mal ehrlich, wie tief muss ein Mensch gesunken sein, um sich den mehrfach durch gekauten und x-mal ausgekotzten Handlungsbrei immer und immer wieder anzusehen?  
Spuk - Häuser gab es bereits in England, Schottland und anderen Ländern mit begrenztem Zugang zur aufgeklärten Zivilisation seit dem Mittelalter. Geister betrieben ihre Arbeiten deshalb in allen Behausungen von unterschiedlichen gesellschaftlichen Schichten. So, auch hier. Das Untote auch in den Hirnen dieser Filmemacher herum trollen, ständig auf der Suche nach neuem, noch nicht oder weniger bekannten Zündstoff, mit dem sich Zaster machen lässt, ist bekannt.  Und der dreidimensionale Klang von Kinder, Geistern und Schlössern, ließen deshalb die Gebrüder Grimm auf Wanderschaft gehen, um ihre Märchen nieder zu schreiben.
Der gute Geist in Gestalt einer Fee, Zauberin oder einer sonstigen, höheren Macht, kann sich auch in den bösartigen eine Hexe, Stiefmutter oder einer missratenen Schwester umwandeln lassen und auf Erden austoben. Knarrende Eichendielen, zerberstende Einfach - Verglasung in knarzenden Fenstern, Geräusch aus dem Kamin, heulende Wölfe in einem Waldstück oder tanzende Fledermäuse zu Mitternacht, sind allesamt Standardbeiwerk für einen Horror - Streifen im Aldi - Format mit Einschlafgarantie. So auch hier:  


Wo viel Schatten, da aber auch Licht:

http://www.theothers-derfilm.de


" Zone Six " - " Something´s Missing " - 2007:






http://www.tvspielfilm.de/news-und-specials/interviewsundstories/die-besten-horrorfilme-aller-zeiten,8924190,ApplicationArticle.html

1 Kommentar:

Octapolis hat gesagt…

Ob Hostel in der Slowakei, Transsilvanien oder sonst wo spielt ist im Prinzip egal. Bei den Amis scheint eine Urangst vorm Ostblock inzwischen genetisch verankert zu sein, das ist wohl politisch erzeugt und per oberflächlicher Bildung vertieft.