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Dienstag, 27. Juni 2017

Tim - Fred oder Tim - Gustav?



Mit unseren rötlichen Stubentigern hatten wir bislang kein Glück, Tobias, der friedliche Vierbeiner aus der Dresdner Katzenstube, den Verbrecher nebst Muttertier vor vielen Jahren am Sockel der Dresdner Frauenkirche in einem Karton abgelegt hatten, brachte es lediglich auf 7 Katzenjahre. An einem Frühjahrstag erwischte ihn ein Raser - Schwachkopf auf der Formel Eens - Strecke, Wiesbadener Straße.

Der zweite rot - weiße Kater hörte auf den Namen Gismo und fand den Weg von Thüringen zu uns. Er blieb nur wenige Wochen in unserem Domizil, dann fand er ein neues Zuhause in der Nachbarschaft. Immerhin blieb ihm - leider - die schon längst geplante Kastration erspart. Woraufhin er einer Nachbarskatze zum Nachwuchsglück verhalf und wir zwei der Katzenkinder aus dem Wurf bei unserem Rückweg vom Plauener Bahnhof in Dresden selbst auf dem Arm tragend von der gefährlichen Straße entfernen konnten.
Gismo und auch sein Nachkommen waren danach nie wieder gesehen.

Ein Jahr darauf folgte Finn. Ein sehr junger Kater aus der Lausitz. Ich holte ihn eines Tages von einem Bauernhof, der auch einen so genannten Streichelzoo vorwies. Die junge Frau, die das Objekt mit betrieb, war schwanger und konnte das Jungtier nicht mehr behalten. Finn war ein wilder Feger. Ein Wühler, ein Galgenstrick, ein Halunke im Katzengestalt, eben. So, wie der kleine Kater Schnur in einer Ausgabe des " Pixi " - Kinderbuchs.
Finn wühlte in sämtlichen Blumenkübeln herum. Er sprang auf den Küchentisch und schleckte die Milch aus der Porzellankanne. Er ärgerte zudem unsere beiden Oldies und holte sich deshalb regelmäßig ein paar Tatzenhiebe ein. Leider hatte der Wilde es einst von der Mutter nicht gelernt, sich vorsichtiger zu verhalten.

Eines Tages, wir hatten Finn just für viel Geld kastriert, wurde er ebenfalls auf dem Raserabschnitt der Wiesbadener Straße tot gefahren. Er lebte nur knapp ein Jahr bei uns.

Monate später fuhren wir nach Cottbus, um Fred abzuholen, der bei uns jetzt Tim heißt. Tim war schon größer und auch kastriert, als wir ihn übernahmen, weil er bei den Vorbesitzern nicht ständig in der Wohnung bleiben wollte und über das offene Fenster ausbüxte.

Nun, Tim oder auch Tim - Fred war zunächst sehr scheu. Er hatte einen völlig anderen Tagesrhytmus als unser weiteres Trio. Er war abends lange wach, schlief dafür in den Morgenstunden und traute sich nicht aus dem Zimmer heraus, dass wir für ihn vorüber gehend eingerichtet hatten. Meine bessere Hälfte verzweifelte schon, denn es dauerte Wochen, ehe sich das neue Familienmitglied langsam eingewöhnte. Er bewegte sich erst sehr vorsichtig in dem Treppenhaus, inspizierte nach und nach sämtliche Zimmer und zum Schluss den Garten.

Aus diesem ist er nicht mehr zu vertreiben. Sobald sich die Gelegenheit ergibt, springt, liegt, sitzt, läuft, lauert und jagt unser letztes, das jüngste Mitglied der Familie, in dem jetzt grünen Refugium herum. Aus einem halben Hauskater ist ein Freigänger geworden. Aber: Tim verhält sich dabei sehr vorsichtig. Er bleibt eher misstrauisch und gegenüber der Nachbarschaft distanziert.
In der Nähe der Wiesbadener Straße haben wir ihn zum Glück noch nicht entdecken können. Das muss auch so bleiben.

Als ich heute mit fast bleiernden Gliedern die Wäsche von der Spinne abnahm, beobachtete ich, wie Tim eine gefangene Maus bespielte. Es war eine junge Spitzmaus, die ihr kurzen Leben zu beenden schien. Er trieb das winzige Mäuslein vor sich her und wollte damit stolz seine Beute präsentieren. Ich lobte Tim über den Grünen Klee und streichelte seinen Kopf. Er schien zufrieden zu sein und beließ es bei dem Kurzeinsatz im ewig fort währenden Kampf gegen die Plagegeister. Die Maus interessierte ihn nicht mehr, denn er ließ von ihr ab und lief mit mir in das Haus zurück.

Tim der Jäger? Tim - Fred, der Lausitzer aus Cottbus, dort, wo einst die harten Hunde bei Energie gegen den übermächtigen Gegner mit seinen Millionarios aus den so genannten Traditionsvereinen des Westens, antraten und sie manchmal richtig ärgern konnten. Tim war zu dieser, sehr erfolgreichen Zeit natürlich noch nicht auf der Welt. Aber ich erinnere mich noch genau an jene Zeit, als der FC Energie Cottbus gegen Hannover 96 in zwei Kampf betonten Begegnungen den Aufstieg von der Regionalliga Nordost in die Zweite Bundesliga schaffte. Das ist mittlerweile 20 Jahre her.

Vielleicht erlebt unser Tim oder Tim - Fred dieses Wunder noch einmal? Dann nenne ich ihn Tim - Gustav, in Anlehnung an den schwedischen König Karl - Gustav, weil er dann ein Adeliger geworden ist.

Dazu der unvergessene Hans Dieter Hüsch mit " Liedermacher " - 1975:









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