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Samstag, 15. Juli 2017

Wo liegt eigentlich Koudekerke?


Die Affinität der Germanen in Gestalt des Bundesmichels zu dem benachbarten Volk der Niederländer, umgangssprachlich: " Holländer ", dabei weiter differenzierter feststellend: " Grachten - Kacker ", weniger beleidigend: " Kaskoppe ", ist unübersehbar.
Nicht nur viele sprachliche Abwandelungen des Niederländischen zu dem Norddeutschen Platt, mit seinen kehligen Vokalen, wie: " a, o, oder i " zu " aan,  ooch, ij " lassen Rückschlüsse einer gewissen Schwestern - oder Brüderschaft zu. Auch die Lebensweise, der kulturelle Hintergrund und das längst wieder eingekehrte provinzielle Denken, sind Indiz dafür, dass es ursprünglich einen bestimmten Zusammenhalt beider Nationen gegeben haben kann.

Nun, die Erzrivalität in der schönsten Nebensache der Welt, dem Fußball, lasse ich hierbei nur sehr eingeschränkt als Gegenargument mit einfließen. Ebenso die latent vorhandenen Minderwertigkeitskomplexe vieler niederländischer Touristen, wenn sie im Ausland auf bundesdeutsche Leidensgenossen treffen, die in einem Besucherland genauso wenig die dortige Sprache verstehen und mit Niederländisch eben keinen Deut weiterkommen, wie der der Nachbar mit seinem Deutsch. In dieser Einigkeit wird dann auch schnell die angeborene Rivalität beiseite gelegt.

Der profane Tourist aus dem jeweiligen Nachbarland besinnt sich, dass er ja eigentlich zur Erholung gekommen ist und nicht, um sich über den anderen Gleichgesinnten zu ärgern. Das ist allerdings im heimischen Terrain nicht immer der Fall. So mancher Niederländer, der in Deutschland die vielen Autobahnen nutzt, um möglichst schnell an sein Urlaubszielort zu gelangen, muss sich regelmäßig davon überzeugen lassen, dass die Freie Fahrt für Frie Bürger ständig seine Grenzen erreicht, wenn ein Blitzer oder eine mobile Polizeikontrolle durch Hinterherfahren und Messen, ihm die hart verdienten Euros wieder aus dem Portemonnaie zieht. Umgedreht ist es aber auch der Fall. Wobei in den Niederlanden die Bußgelder erheblich höher sind als hierzulande.

In Kenntnis dessen bewegte ich meine rollenden Untersätze auf den Straßen des flacher geratenen Nachbarlandes immer vorsichtig. Bereits bei den Fahrten in die niederländische Metropole Amsterdam, die ich erstmals ab den frühen 1970er Jahren vornahm, blieb mein Hauptaugenmerk darauf gerichtet, nur ja keinen Fehler während der Fahrten und beim Parken zu begehen; das hätte unweigerlich viel Geld gekostet.

So fuhr ich deshalb am vorletzten Wochenende im April 1984 gut auf die nächste Fahrt in die Niederlande vorbereitet, mit meinem blauen R4 von Bremen auf die A 1 in Richtung Osnabrück und von dort auf der A 30  bis Rheine zu gelangen. Dort nutzte ich den Grenzübergang nach Holland und fuhr in den Niederlanden auf der E 30 an Deventer, Apeldoorn vorbei auf die A 14 in Richtung Zwolle / Utrecht.

Es ging dann weiter auf der A 27 / E 311 in Richtung Breda / Rotterdam / Den Haag bis zur Abfahrt Waalwijk. Dort gelangte ich auf die A 59 in Richtung Roosendaal, um von dort über die Abfahrt Bergen op Zoom auf die N 288 nach Vlissingen zu gelangen. Dort führte mich die Nationalstraße weitere 2  Kilometer fahrend nach Koudekerke, dem Zielort. Nach mehr als 500 Kilometern und über 6 Stunden Fahrt, parkte ich den kleinen Franzosen vor dem Ferienhaus, das mein Bruder gemietet hatte. Es war eines dieser typischen Holzhäuser, deren Raumaufteilung nahezu identisch aussah. Dennoch konnte die niederländischen Eigentümer diese eher spartanischen Unterkünfte sehr gut an Touristen vermieten. Vor allem waren dieses Deutsche aus Nordrhein - Westfalen, die sich an der niederländischen See zuhauf aufhielten, um dort frische Luft zu atmen, die es in den einst verrusten, verqualmten und mit hohen Schadstoffbelastungen der Luft kämpfenden Großstädten des Ruhrgebiets nicht gab.



So hielt ich mich einige Tage in Koudekerke, dass damals zu der Gemeinde Valkenisse in der Provinz Zeeland. In dem Dorf leben zurzeit etwa 3.500 Einwohner. Wer außerhalb des Dorfes die Region erkundet, wird feststellen, dass die Haupterwerbsquellen der dort lebenden Menschen im Tourismus und der Landwirtschaft liegen.

Auffällig waren einst die riesigen Gewächshaus - Anlagen und bis zum Horizont verlaufende, schnurgerade Felder auf denen große Traktoren mit Tanks arbeiteten und Hektoliter weise Dünge - sowie Pflanzenschutzmittel ausbrachten. Die Niederlande waren zu jener Zeit noch ein Hauptlieferant westdeutscher Supermarktketten und Lebensmittelgeschäfte für Obst und Gemüse.

Da das Wetter im April zwar bereits angenehm, aber häufig regnerisch war, fuhren wir einige Male nach Middelburg, wo ich mit meinem Neffen in diverse Eisdielen ging. Koudekerke selbst ist her überschaubar. Und dennoch verzeichnet die Region rund um dieses Dorf jährlich beinahe 4 Millionen Übernachtungen. Deshalb ist es längst ratsam, seinen Urlaub - wenn möglich - außerhalb der Hauptsaison von Mitte Juni bis Mitte September zu legen. Dann sind lange Spaziergänge an den feinen Sandstränden ohne große Menschenansammlungen und Lärm eine wahre Erholung.

https://de.wikipedia.org/wiki/Koudekerke

Ich besuchte den Ort ein Jahr später ein zweites Mal. Da mein Neffe zu dieser Zeit an dem " Pseudokrupp - Husten " litt, hatte mein Bruder erneut ein Wochenendhaus gemietet. Diese Erkrankung endete ein Jahr danach. Zudem zog mein Bruder nach Baden - Württemberg, wo er eine neue Arbeitsstelle annahm.

Sieben Jahre später, nämlich 1992, mietete ich selbst mit meiner Familie ein Ferienhaus in Koudekerke, Danach war meine Zeit in den Niederlanden vorbei. Eigentlich schade, denn die niederländische Küstenregion ist alle Male ein Aufenthalt wert. Aber, bitte nicht in der Hauptreise - und Ferienzeit des Sommers.






" Seedog " Expresso Brazil Part I " - 1974:








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