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Donnerstag, 16. November 2017

Gotthard Schettler, der NS - Mitläufer im weißen Gewande, der keiner war.



Hätte mein ab 1965 vermittelter Geschichtsunterricht, den ich dann einige Jahre in Form einer Doppelstunde in der Volksschule erteilt bekam. der Wahrheit entsprochen, die Zeit des Nationalsozialismus und des II. Weltkriegs von 1939 bis 1945 wäre innerhalb von einer halben Stunde abgehandelt worden, denn nach dem Experiment der so genannten Weimarer Republik, das nach den Lügengeschichten der national - konservativen im westdeutschen  Adenauer - CDU - Staatsgebilde aufgrund der zu vielen Parteien scheiterte, gab es lediglich die Machtergreifung des Gefreiten aus Braunau am Inn, der alleine den Krieg gegen die halbe Welt bestritt und sodann durch das Unterzeichnen der Kapitulationsurkunde im Mai 1945 genau so schnell in der unbedeutenden, historischen Versenkung entschwand, wie er mit seiner menschenverachtenden Ideologie, zuvor aufgestiegen war.

Weil es eben nach dem Zusammenbruch des nationalsozialistischen Deutschlands keine Nationalsozialisten mehr geben durfte, verschwand dieser historische Zeitabschnitt in den Geschichtsbüchern der westdeutschen Schulen. Doch die Träger des Unrechtsstaats blieben nicht in der Vergangenheit. Sie wurden  weder entnazifiziert, noch für ihre Taten juristisch zur Verantwortung gezogen. So gelang es vielen der vormaligen Mitläufer des braunen Terror - Staates nach 1945 erneut in leitenden Funktionen ihr menschenverachtendes Gedankengut weiterhin in die Gesellschaft zu transportieren.

Zu diesen Personenkreis zählte auch der 1917 in dem Ort Falkenstein in Sachsen geborene spätere Mediziner Gotthard Schettler. Er war ein überzeugter Nationalsozialist, der 1941 in die NSDAP eintrat, dort als Gaustudentenführer fungierte und in Jena / Thüringen 1942 zum Dr. med. promovierte.

https://de.wikipedia.org/wiki/Gotthard_Schettler

Schettler konnte in der BRD Karriere machen und wurde von einigen Universitäten ausgezeichnet. Selbst das Hamburger Nachrichtenmagazin " DER SPIEGEL " lobhudelte den inzwischen mit einer Professur bedachten Mediziner.

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46175883.html


http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-8917296.html

Doch der Professor, später als anerkannter Medizinsachverständiger tätig, war weder Humanist, noch ein geläuterter Nationalsozialist. Er beharrte Zeitlebens auf seinem ideologischen Standpunkt, den er mit dem Eintritt in die NSDAP konsequenter Weise umgesetzt sah.

Als der Medizinhistoriker Christian Pross die zwielichtige Rolle Schettlers in dem westdeutschen Nachkriegsdeutschland aufdeckte und dabei darauf hinwies, dass Schettler ein überzeugter Faschist war, wollte dieses in seinem Geburtsort Falkenstein zunächst niemand zur Kenntnis nehmen.
Und so stellt die Redakteurin der " Freie Presse " in Chemnitz in einem Artikel fest:

Schettler war nicht nur Mitläufer, Schettler war strammer Nazi. 1942 promoviert, gehörte er schon während des Dritten Reiches der gesellschaftlichen Elite an. Er war Mitglied der NSDAP und als Gaustudentenführer in Thüringen in einer Führungsposition. Nach 1945 konnte er sich zu einem der einflussreichsten Männer der deutschen Medizin aufschwingen. Doch offensichtlich nicht zum Wohle aller, wie die Forschungen des Medizinhistorikers Christian Pross zeigen. In "Wiedergutmachung - der Kleinkrieg gegen die Opfer" schrieb Christian Pross bereits 1988: "Obschon Schettler eine Anerkennung der Arteriosklerose als Versorgungsleiden bei Heimkehrern aus der Kriegsgefangenschaft befürwortete, lehnte er gleichlautende Ansprüche von NS-Verfolgten in seinen Gutachten in der Regel ab". .... "


- Zitatende - aus:

https://www.freiepresse.de/LOKALES/VOGTLAND/AUERBACH/Die-Schattenseite-von-Professor-Schettler-artikel10016665.php

Wie viele Verfolgten er mit seinem Falschgutachten eine ihnen zustehende Entschädigung verweigert hat, ist nicht bekannt. Fakt dürfte aber sein, dass Schettler zu jenen Faschisten gehörte, die ihren Beruf auch nach dem Krieg dazu missbrauchten, um jene verbrecherische Ideologie weiter zu führen.

Warum Falkenstein den Verstorbenen indes in den Himmel der Gutmenschen hievt, dürfte klar sein: Es putzt sich mit seinem Namen heraus. Und dieses Verhalten ist in dieser heutigen, eher oberflächlichen Zeit, nicht gerade selten.

" Census Of Hallucinations " - " Dear Prudence " - Album: " COH 1 " - 1999:



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