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Freitag, 3. Dezember 2010

Alles weiß?

"Winter, heut' hab'ich dich tanzen gesehń!", so singt der gute Knut Kiesewetter. Wetter, Donnerwetter, Winterwetter!






                             Wintergedanken eines Gärtners






Alljährlich pflegen wir zu sagen,
daß die Natur ihren Winterschlaf antrete...
Du lieber Gott, und das soll Schlaf sein? ...
Eher möchte man sagen, die Natur habe aufgehört,
nach oben zu wachsen, weil sie keine Zeit dafür hat.
Sie krempelt sich nämlich die Ärmel auf und wächst nach unten...
Hier wachsen neue Stengel; von hier bis dort,
in diesen herbstlichen Grenzen drängt das märzliche Leben hervor,
hier unter der Erde wird das grosse Frühlingsprogramm entworfen.


Jetzt, wo der Garten im Schnee versinkt,
erinnert sich der Gärtner plötzlich, das er eines vergessen hatte:
den Garten anzusehen.
Denn dazu ... hat er ja niemals Zeit gehabt.
Wollte er im Sommer den blühenden Enzian betrachten,
mußte er unterwegs stehenbleiben,
um den Rasen von Unkraut zu reinigen.
Wollte er sich an der Schönheit des Rittersporn erfreuen,
mußte er ihm Stöcke geben...
Standen die Flammenblumen in Blüte,
jätete er die Quecken aus...
Was wollt ihr, immer gab es etwas zu tun.
Kann man denn die Hände in die Taschen stecken
und im Garten herumgaffen? 
   


                                  ( Karel Capek )

                                         

                                 Winter - Landschaft

Unendlich dehnt sie sich, die weiße Fläche,
bis auf den letzten Hauch von Leben leer;
die muntern Pulse stocken längst, die Bäche,
es regt sich selbst der kalte Wind nicht mehr. Der Rabe dort, im Berg von Schnee und Eise,
erstarrt und hungrig, gräbt sich tief hinab,
und gräbt er nicht heraus den Bissen Speise,
so gräbt er, glaub' ich, sich hinein ins Grab.
Die Sonne, einmal noch durch Wolken blitzend,
wirft einen letzten Blick auf's öde Land,
doch, gähnend auf dem Thron des Lebens sitzend,
trotzt ihr der Tod im weißen Festgewand.




Der Winter hat sich angefangen,
der Schnee bedeckt das ganze Land,
der Sommer ist hinweggegangen,
der Wald hat sich in Reif verwandt. Die Wiesen sind vom Frost versehret,
die Felder glänzen wie Metall,
die Blumen sind in Eis verkehret,
die Flüsse stehn wie harter Stahl.
Wohlan, wir wollen wieder von uns jagen
durchs Feuer das kalte Winterleid!
Kommt, laßt uns Holz zum Herde tragen
und Kohlen dran, jetzt ist es dran.



 Viel zutreffender ist das " Winterlied " von Franz-Josef Degenhardt in der Interpretation von Hannes Wader:


 Es ist ein Schnee gefallen
Und fiel noch aus der Zeit
Man wirft uns mit den Ballen
Manch' Weg ist uns verschneit
Manch' Weg ist uns verschneit

Die Kälte und das Schweigen
Ringsum ist viel zu alt
Macht Mutigen und Feigen
Das Herz, die Hände kalt
Das Herz, die Hände kalt

Ich lege meine Hände
Auf deinen warmen Bauch
Und träume von dem Ende
Und von dem Anfang auch
Und von dem Anfang auch

Ich hör' die Wölfe heulen
Und mir ist nicht sehr warm
Komm, salbe mir die Beulen
Und nimm mich in den Arm
Und nimm mich in den Arm

Und sing die alte Weise
Dass bald der Frühling naht
Und unterm Schnee und Eise
Schon grünt die neue Saat
Schon grünt die neue Saat

Dann wollen wir uns wälzen
Nach einem heißen Bad
Im Schnee, und der wird schmelzen
Weil er zu schmelzen hat
Weil er zu schmelzen hat


Na, warten wir's ab, ob er schmelzt, der Schnee?

1 Kommentar:

Octapolis hat gesagt…

Soviel zur Klimaerwärmung! ;o)