Majestätsbeleidigung
Gestern war ein schöner Tag. Nicht deshalb, weil es endlich kein Fußball gab und der Teutone sich nicht darüber grämen musste, dass andere Länder seit mehr als einer Dekade dieses Spiel besser beherrschen als die DFB - Auswahl, sondern weil der internationale Tenniszirkus in Wimbledon für drei Wochen Halt machte und nun an jenem Sonntag seinen Sieger suchte. Dafür bewarb sich nach langen, für Tennisfreunde quälenden Jahren, endlich wieder ein deutscher Matador. Nur Becker und sein weniger beliebter Mitstreiter Michael Stich konnten den Titel einheimsen. Das ist mehr als 3 1/2 Dekaden her. Danach geschahen viele wichtigere Dinge auf dieser Welt, die den Medien alle male eine Meldung wert waren. Jetzt aber sollte der Fluch des deutschen Profi - Tennissports in die ewige Bedeutungslosigkeit abdriften zu können, endlich aus den Wohn - und Schlafzimmern vertrieben. Dafür hätte es allerdings eines Sieges des gebürtigen Hamburgers Alexander Zverev bedurft. Der 29jähri...