Die eigenwilligen Geschäftspraktiken von Amazon
Als studierter Volljurist musste ich mich im Laufe meiner Berufspraxis mit allerlei eigenartigen Rechtsfällen auseinandersetzen. Der überwiegende Teil war Kleinkram, nicht der Rede wert und vom Gebührenanfall auch nicht sonderlich attraktiv. Eine Streitsache, die seit vier Jahren die Zivilgerichtsbarkeit des LandesNordrhein - Westfalen sowie den Bundesgerichtshof in Karlsruhe beschäftigt wäre da schon ein ganz anderes Kaliber gewesen. Hierbei wird zwar nicht an der Rechtssetzung herumgefeilt, nein, vielmehr spielen dreistellige Millionenbeträge die tragende Rolle. Dazu zeigt dieser Fall, dass nicht immer Klein gegen Groß den Kürzeren ziehen muss. Vielleicht ein einleuchtendes Beispiel dafür, dass die Wirtschaft manchmal doch noch nach bestimmten regeln funktioniert? Da hat der Versandhändler " Amazon " ab dem 01.10. 2022 seine monatlichen Gebühren für so genannte Prime- Kunden von 7,99 Euro auf 8,99 Euro erhöht. Das mag auf den ersten Blick und bezogen auf den Einzelfall nic...