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Montag, 21. Februar 2011

Die Steller Heide, ein Kleinod vor den Toren einer Großstadt.


                                                   © 2011 Kromi-Wanderungen im Norden 




Beim Ablegen alter Fotografien lag doch plötzlich eine Tüte mit Bildern aus den 90er Jahren in meiner Hand. das leicht vergilbte Papier, auf dem der Name des einstigen Fotofachgeschäfts mit " FOTO DOSE " noch deutlich erkennbar war,sagte zunächst nichts darüber aus,um welche Bilder aus längst vergangenen Tagen es sich handeln könnte. Beim Aufklappen des Papiers entdeckte ich einen Stapel Farbfotos von meiner einst gehaltenen Deutsche Dogge mit dem wohl klingenden Namen " Asterix von ...". Ich habe ihn einst kurz und knapp "Floyd" genannt.
Der schwarz-weiß gescheckte Rüde war eine gutmütige und treue Seele über viele Jahre.

Er liebte vor allem die langen Spaziergänge, die ich mit ihm an den Wochenenden in der Steller Heide unternahm. Jenem überschaubaren Gebiet westlich von Bremen,dass zu der niedersächsischen Gemeinde Stuhr zählt. In jenen Jahren fuhr ich nach einigen Kilometern über die B 322 ( jetzt A 28 ) nach einer ARAL-Tankstelle rechts ab in Richtung Heiligenrode. Vor dem Bahnübergang der Strecke Delmenhorst - Harpstedt ( Jan Harpstedt ) beginnt bereits das Gebiet der Steller Heide.
Während sich der Steller See mit seinem Campingplatz auf der gegenüber liegenden Straßenseite befindet, geht der Spaziergänger und Hundehalter nach einem Parkplatz direkt in einen Waldhain, um dort alsbald die Leinen los zu lassen.

Freudig erwartet der Hund diesen Augenblick und schoss wie ein Pfeil in Richtung der Bäume,wo er mehrere Runden drehte, ehe er dann zurück kam. Mein Weg beschrieb einen leichten Schwenk nach rechts, in Richtung eines aus Sand, Heidefläche und Gras bestehenden Areals, dass überschaubar ist. Der große Hund bewegte sich immer in Sichtweite. Die Nase am Boden und die Rute in ständiger Bewegung.

Das die Steller Heide - trotz massiver Proteste von Seiten der Hundehasser - immer noch ein El Dorado für die Halter der Vierbeiner ist, liegt eben auch daran,dass sich hier an den Wochenenden - und nicht nur dann - eine Vielzahl von Hundefreunden trifft. Oft, um in einem Gespräch Erfahrungen auszutauschen, manchmal auch, um das eigene Ego zu pflegen und den übrigen Fans zu zeigen,dass sein Tierchen nun ganz was Besonderes darstellt. Jene eitlen Halter sind aber eher die Ausnahme.

Nach einigen hundert Metern endet das Refugium an den Leitplanken der B 322. Also links schwenkt marsch und in Gegenrichtung zurück in das Auslaufgebiet. So verging Stunde um Stunde; manchmal riss ich 10 und mehr Kilometer am Tag ab. Dem "Floyd" war es recht, hatte er seinen Spaß daran, auf frisch gesäten Äckern seine Spuren zu hinterlassen. Wäre dieses dem Landwirt, der häufiger mit dem Trecker auf den Wirtschaftswegen fuhr,vor seine Augen gekommen, hätte es mit Sicherheit Ärger gegeben.

Was die Steller Heide eigentlich ausmacht,sind aber nicht die Hundetreffs,sondern sie dient(e) auch der Schutzpolizei als Übungsgelände. Wenn dann am Parkplatzbereich eine Flagge gehisst war,bedeutete dieses schlicht und ergreifend. "Zutritt verboten!"
Ich habe diese Situation allerdings nur ein einziges Mal kennen gelernt und bin dann einfach ausgewichen. Es gibt rund herum nämlich wunderbare Wirtschaftswege,die Kilometer lang in eine Richtung verlaufen, ohne dass dort ein Hundefeind mit dem Knüppel drohen kann.

Nach dem Durchsehen der Farbbilder stellte sich mir die Frage, was eigentlich das Besondere an der Steller Heide ist? Ich kann bis heute die Frage selbst nicht beantworten. Vielleicht ist es die Ruhe der Natur, die Möglichkeit, sich von dem Lärm,dem Stress und der Unruhe einer Großstadt zu erholen. Vielleicht ist es auch die Tatsache,dass dort nicht " Privat. Zutritt verboten " auf einem Blechschild steht. In unserer hektischen und auf den Konsum, den Warenfetisch abgestellten Zeit immerhin keine Selbstverständlichkeit mehr.

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