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Dienstag, 13. September 2016

Wird Usedom zur No - Go - Area?




Das Dorf Kamminke liegt im östlichen Teil der Insel Usedom. Es zählt zu den ältesten Fischerorten des Eilands und, das 262 Einwohner ( Stand 31. Dezember 2015 ) zählende Örtchen liegt an der Grenze zum europäischen Nachbarland Polen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Kamminke

Nach Gründung des zweiten deutschen Staates, der DDR, war diese Grenze über Dekaden streng bewacht. Hier konnte keine Maus unkontrolliert in Richtung des vormals sozialistischen Bruderstaates, der VR Polen, abdampfen. Weil das bis zur Auflösung der östlichen Hemisphäre immer noch - später allerdings eingeschränkt - der Fall war, konnten sich die dort verbliebenen Bewohner relativ sicher fühlen.

Dieses schöne Gefühl, nicht Geschädigter und/oder Opfer von Straftaten zu werden, entfleuchte nach dem Beitritt Polens zur EU und zum Schengen Abkommen am 1. Mai 2004, respektive am 21. Dezember 2007.
Hiernach bekamen es die wenigen Einwohner des Örtchens auf der bekannten und beliebten Insel Usedom regelmäßig mit Diebestouren - zum überwiegenden Teil aus dem Umfeld polnischer Jugendlicher - zu tun.

Das ist nicht schön und alsbald auch nicht mehr versicherbar, denn so manche Assekuranz erklärt bereits nach einem wiederholten Haus - und Wohnungseinbruch die Kündigung. Wird ein Betroffener mehrfach mit identischen Straftaten konfrontiert, kann es - je nach Gemütslage, sozialem Status und intellektuellen Hinterland - schon hier und da zu einer Selbstradikalisierung führen.

Dann brechen alle Dämme der anerzogenen Vernunft und es wird den vermeintlichen Heilsbringer, den Trommeln wider des deutschen Ungeistes und den Vereinfachern geglaubt, die vorgeben, sie hätten die Patentlösung für jene Alltagsprobleme gefunden.

So lässt sich vielleicht ein Erklärungsansatz darstellen, warum in dem Fischerörtchen mit der langen Tradition Kamminke bei der zuletzt abgehaltenen Landtagswahl die AfD sowie die NPD jeweils ein überproportional gutes Ergebnis erzielen konnte.

 http://www.amtusedom.de/aktuelles/ltw2016/ergebnisse-online-Erststimme-AUS.pdf

Nun ist das Nest in der Nähe der deutsch - polnischen Grenze, nicht der Nabel der Welt und demnach eher so unbedeutend, wie der in Richtung Afrika ziehende, aber dort Zwischenstopp einlegende Vogel. Doch in der Gesamtschau könnten solche Voten dennoch zum Nachdenken bewegen. Zumal es der dort lebenden Bevölkerung durchaus einen Imageverlust bringen könnte.



Doch den Kamminkenern, den Usedomer, den Mecklenburgern ist dieses zunächst schnurzpiepe, sie möchten, dass wieder Recht und Ordnung und keine Flüchtlinge in ihr heiß geliebtes Refugium einziehen. Und - obwohl ein Großteil der Insulaner von dem Tourismus - zumindest zeitweise - leben, sind Fremde also solche zu behandeln ( so, wie überall auf dem Globus ). Der Gast indes, der kritische Besucher, der nachdenkende Tourist, betrachtet die jetzige Entwicklung, denn eher mit einem - nachvollziehbaren - Unbehagen. Und so kommt und kam es dann und wann zu Stornierungen bereits gebuchter Unterkünfte.

Ein solches Beispiel dafür, dass der Ton die Musik und ein schlecht spielendes Orchester vielleicht bald keine Auftritte mehr erhält, kursiert seit einigen Tagen im Netz. Eine sehr besorgte oder ein sehr besorgter Großstädter, des zirka 160 Kilometer entfernt liegenden Berlin, machte aus dem Herzen zur Demokratie keine Mördergrube und cancelte kurz nach der Bekanntmachung des vorläufigen amtlichen Endergebnisses der beendeten Landtagswahl 2016, ein gebuchten " Luxus " - Domizil auf Usedom.

Die nicht - gleichgeschalteten Medien in Gestalt einiger Online - Werbe - und Dienstleistungsportale ( z.B. web.de, gmx.de oder freenet.de ) berichteten mit reißerischen Aufmachern über jenen Fall. Und - der Fairness halber sei erwähnt - auch das konservative Kampfblatt aus München, der " focus ", das " Handelsblatt " und auch das Zentralorgan der femininen Modewelt " Brigitte " berichteten in ihren Online - Ausgaben.

Die Medienwelt hierzulande ist - entgegen der Lügen - Propaganda von rechten Flachdenkern - weder eine " Lügenpresse ", noch von den etablierten Parteien gelenkt.
Was hierzu eher zutrifft, sind veröffentlichte Berichte zum selben Thema aus der Ecke reaktionärer Hetz - Seiten ( Anonymos new.de u.ä. ), in denen billige Polemik als angebliche Gegenöffentlichkeit verbreitet wird.

Den tatsächlichen Ursachen wird jedoch weder in der bürgerlichen Presse, noch in den vermeintlich unabhängigen Publikationen nachgegangen. Der medial hoch gejazzte Fall ist nämlich eher eine untypische Reaktion, mit der nicht einmal die Einheimischen tangiert, geschweige denn sanktioniert werden. Der Vermieter jenes hoch preisigen. schwimmenden Hauses, hat seinen Betriebssitz in der niedersächsischen Stadt Göttingen und entrichtet dort seine Steuern ( so wie andere Anbieter in Berlin, Verden / Aller  o.ä. auch ). Die Reingungs - und ggfs. weitere Servicekräfte werden - vermutlich - kostengünstig aus dem Nachbarland Polen rekrutiert.  
Der Kommune verbleiben somit allenfalls nur Einnahmen aus der Kurtaxe und eher kostendeckende Gebühren für Wasser - und Abwasser etc.



http://www.rueckenwind-ferien.de/floatinghouses/floatinghouses.html






So wird hier ein Popanz aufgebaut, der die realen Gegebenheiten in solchen Ferienorten ausblendet. Wer sich damit ansatzweise auseinandersetzt, der kommt eventuelle zu den Ergebnissen, wie einige der Kommentatoren aufgrund eines Artikel des Blogger - Kollegen Hans - Jürgen M.:


http://www.usedomspotter.de/nazihochburg-sudvorpommern/


Nicht saufende, pöbelnde und faschistoides Gedankengut grölende Bewohner sind in Mecklenburg - Vorpommern das ursächliche Problem, sondern eine seit der Wende versagende Wirtschafts - und Sozialpolitik, die es zugelassen hat, dass Touristen - Massen ihren Protz offen zur Schau stellen, während die Einheimischen in strukturell schwachen Regionen immer weiter abgehängt werden, keine Arbeit sondern HARTZ IV erhalten und damit weiter in das gesellschaftliche Abseits gestellt werden.
Nun hat der AfDler Weber in einem dieser Wahlbezirke den Auftrag erhalten, dieses zu ändern. Weber selbst zählt als gut bürgerlich Situierter seit Ende der 1980er Jahre denn eher nicht zu den Wende - Verlierern, sondern als Westimport aus Baden - Württemberg zu den " Wendehälsen ", die sich von der schwarzen CDU zu der schwarz - braunen AfD hin gewandt haben. Weber bezeichnet sich selbst als " rechts / rechtsradikal ". Immerhin ist er Akademiker und solche " klugen " Parteimitglieder benötigt die AfD, um nicht als Lumpenhaufen und Sammelbecken von Verlierern geführt zu werden.

Weber, der Messias im braunen Gewande?

Es bestehen doch erhebliche Zweifel, ob dieser werte Herr Kollege für die Abgehängten auf der Insel der armen Einheimischen sich mit vollem Einsatz im Landtag einmischt.

" Weezer " und " Island in the sun ":


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