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Montag, 17. April 2017

Hörst du das Geschrei?


Es hätte der perfekte Ostermontagmorgen sein können. Nach einem üppigen Spargel - Essen, einem gepflegten Glas " Rotkäppchen " - Sekt Chardonnay Extra Trocken ( na,wenn schon, denn schon, wird die ostdeutsche Erfolgsmarke in diesem Fall von patriotischen Handeln und Konsumieren, in den gehobeneren Preissegmenten zahlungskräftig unterstützt ) und - ja, ich mag es kaum fassen - einem 2:1 - Derby - Sieg meiner grün - weißen Lieblinge von der Weser gegen den " Hass - Pfau " von der Alster und Elbe. Voll der edlen Speisen ( es gab noch selbst hergestelltes Tiramisu ) und Getränken ( unsere, aus der Innenstadt kommende Verwandte, hatte äußerst leckeren Eierlikör der Marke Eigenproduktion aus Bayern spendiert ) legte ich mein ermüdetes Haupt auf das Daunenkissen und schlief am späten Abend, in der Hoffnung nicht wieder von der " Höllen - Glocke des benachbarten Kapellenturm jäh und zu einer unchristlichen Zeit aus den süßen Nicht - Abstiegsträumen gerissen zu werden, schlief ich ein.

Die unüblich gefüllte Blase eines älteren Herren, eines Silver Ager im mittleren Reifestadium, führte dazu, dass ich bereits kurz nach 6.00 Uhr den Gang zum Stillen Örtchen antrat. Draußen regnete es. Es war kühl. So richtiges Aprilwetter. Kein Anlass, um ein Osterfeuer anzuzünden. Eher ein weiterer Grund, um das wärmende Bett aufzusuchen.  Kaum hatte ich mich wieder in die Bettdecke eingerollt, begann in der oberen Etage ein fürchterliches Geschrei. Darauf folgte ein Gepolter. Es knallten Gegenstände auf den Fußboden. Alarmstufe rot!

Ich gab meinen Gedanken, noch mindestens eine Stunde den Restalkohol schweren Kopf in das Kissen drücken zu dürfen, eiligst wieder auf. Ich verließ das wärmende Bett, stieg die Treppe hoch und schaute als besorgter Hausbewohner dorthin, wo ich den Radau ausgemacht hatte - in die Küche.

Bereits im schummerigen Licht erkannte ich, dass dort ein fürchterlicher Kampf stattgefunden haben musste. Ein Art Schlacht zwischen Schokoladen - Osterhasen, gefärbten Hühnereier und der geschenkten Schachtel " mon cherie ". Überall lagen Fellstücken. Ein " Netto " - Osterhase ( männlich ) lag auf dem Fußboden. Die aus Holz geschnitzten erzgebirgischen Hasen hatten dem Kampf nicht stand gehalten. Diese fand ich auf dem Küchentisch verstreut liegend vor. Die drei Osterkörbe musste ich, völlig verschoben,  vom Rande des Tisches wieder in die Mitte rücken.

Von den beiden Kontrahenten war indes nichts mehr zu sehen. Hmmmmh! Nach einer kurzen Bedenkzeit gelang es mir, den Ablauf der Küchenschlacht zu rekonstruieren: Die am späten Abend gefüllten Fressnäpfe waren leer. Es lagen nur noch Krümmel in den Behältern. Da gab es wohl Streit zwischen unserer Katze Nele und dem zweiten Kater Diego um eben jene Futterreste.

Nun, gut, ja, gut, ich sach´ma´, ich meine zu glauben, dass es aufgrund anderer Nichtigkeiten bereits Kriege gab. Der österreichisch - ungarische Thronfolger Franz Ferdinand wurde vor beinahe 103 Jahren in der Stadt Sarajevo erschossen. Das Attentat löste, den ohnehin unvermeidbaren,  den I. Weltkrieg aus. Ein Fußballspiel zwischen El Salvador und Honduras führte am 26. Juni 1969 zu einer kriegerischen Auseinandersetzung. Ein konstruiertes Lügengebilde des US - Präsidenten George W. Bush und seiner Schergen über den Besitz von Massenvernichtungswaffen des Diktators Saddam Hussein  führte vor mehr als 14 Jahren zu einem völkerrechtswidrigen Angriff gegen den Irak.

Warum soll ein Streit um Futter nicht zu einer deftigen Rauferei führen?

Nachdem ich die Näpfe gefüllt hatte, entspannte sich die Lage. Beide Katzen fraßen friedlich nebeneinander hockend aus ihrem Behältnis. Viel Geschrei um fast gar nichts? Nicht ganz, denn der nach dem einstigen Weltklassespieler und Ex - Werderaner Diego benannte Kater, hatte bei seinen ersten Besitzern ein Alleinstellungsmerkmal. Es gab Futter satt und Streicheleinheiten auch. Dann zog das Paar , der Maloche wegen, in Richtung Westen und der Kater blieb zurück. Er wurde bei der zweiten Besitzerin zwar auch gefüttert, musste sich da aber einer wesentlich älteren und größeren Katze erwehren. Es gab im Zentrum von Weißwasser regelmäßig " Kloppereien ", wie die verzweifelte und völlig überforderte Halterin und Ersatzaufnahme mir erzählte. Tja, solche negativen Erfahrungen gehen auch an einer noch jungen Katz nicht spurlos vorüber. Erlebt diese später eine ähnliche Situation, reagiert sie auch so. Die Situation war mit der Futtergabe beendet. Es gab kein Geschrei mehr, sondern beide Kontrahenten schlichen sich auf leisen Pfoten zu ihren Ruheplätzen.

Merke also: Vergesse niemals vor dem Schlafengehen, die vier Futternäpfe großzügig zu füllen, sonst weckt die ein lauten Katzen - Geschrei am frühen Morgen und raubt dir den Traum, dass der SV Werder Bremen in der kommenden Saison doch noch internationale Begebungen bestreiten darf. Danke, Diego!


Max Webster mit " Here among the cats " ( 1976 ):







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