Strauchbeeren im November

 



Bei dem Ausführen der beiden Hunde auf dem ehemaligen Flugplatzgelände in Oberschleißheim betrachtete ich mir die schon fast kahlen Sträucher ein wenig genauer. Wo vor  gut zwei Monaten noch sattes Blattgrün die Sicht auf die einstige Rollbahn verhinderte, zeigte sich jetzt ein beinahe uneingeschränkter Blick auf das Gelände. Die wenigen, noch verbliebenen Blätter hinderten mich nicht daran, bis zum Ende der Wiese sehen zu können und im östlichen Bereich des Horizonts die abfliegenden Maschinen des Münchner Flughafens zu verfolgen.

Es ist Herbst und die Natur verbschiedet sich in den Winterschlaf.

An den entlaubten Gehhölzen erkannte ich deshalb eine Vielzahl roter Beeren. Es könnte sich um eine Berberitzenart handeln, die hier wild gewachsen ist. Wie auch immer, beim Vorbeigehen erinnerte ich mich an den Vorgarten des elterlichen Grundstücks, in dem ähnliche Büsche gepflanzt waren. 




Heute Morgen hörte ich dann in den Frühnachrichten die Wettervorhersage. Hierbei stellte der MDR - Moderator die Frage, ob eine alte Bauernregel zutreffend sei, die besagt, dass viele Beeren an den Sträuchern auf einen harten Winter hindeuten würden.

Nö, sagte der MDR - Wetterfachmann und verwies auf eben jene alte Bauernregel, die aus einem anderen Jahrhundert staammend, allenfalls eine sinnbildliche Anwendung finden kann. Schon allein deshalb, weil der von Menschen gemachte Klimawandel, andere Prognosen als einen strengen Winter 2026 / 2027 erwarten lässt.

So ist es halt auch hier, bei den Wettervorhersagen: Nichts ist so alt wie die Tageszeitung von gestern. Dass es immer noch viele Beeren an den Sträuchern gibt könnte denn wohl eher daran liegend, dass  dann eben zu wenige Vögel mehr vorhanden sind. 

  


 

PAX  -  Deep Death  -  1972:




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