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Wie krank ist das (Gesundheits)system eigentlich?

Ein Artikel aus einer regionalen Zeitung im nordwestlichen Niedersachsen machte mich einmal mehr sehr nachdenklich. Eine approbierte Ärztin sollte aufgrund eines gegen sie erwirkten und ergangenen Versäumnisurteils und einer daraufhin eingeleiteten Zwangsvollstreckung die eidesstattliche Versicherung zur Offenbarung ihres Vermögens abgeben. Hierzu erschienen - pressewirksam ins Bild gestellt - der Rechtsanwalt der Klägerin, seine Mitarbeiterin ( wohl eine ausgebildete Rechtsanwalts-und Notariatsfachangestellte) sowie der zuständige Gerichtsvollzieher. Hintergrund jener Story war ein gegen jene Ärztin angestrengter Schadenersatzprozeß vor dem Landgericht Hannover - ihrem Wohnort. Sie soll vor etwa drei Jahren im Rahmen einer Kurz-Behandlung als eingeteilte Notdienstärztin eine Falschdiagnose bei einer damals 67-jährigen Patientin abgegeben haben. Nun ist ein solcher Fall bereits längst zur Alltäglichkeit geworden. In der BRD gibt es jährlich mehr als 100.000 dieser, so genannten " ...

Sag´am Ende leise "Servus", sag´niemals " Auf Wiedersehen" - wie ein Selbstdarsteller selbst dann noch nicht abtritt,wenn er es muß!

Wir schreiben den 2. September 2008. Wir befinden uns seit etwa 19.25 Uhr im Fernsehprogramm des Zweiten Deutschen Fernsehen - mit dem man/frau ja angeblich besser sieht. Wir sind in der "Allianz"-Arena in der bayrischen Landeshauptstadt München. Wir nehmen nicht an der Veranstltng teil, die anlässlich des Abschieds eines Torwarts namens Oliver Kahn vom Profi-Fußball medial hochgekocht werden soll.Es soll ein "rauschendes" Fußballfest zur Verabschiedung eines der angeblichen größten, besten, tollsten Torhüter der Welt geben. So berauscht muss auch das ZDF gewesen sein, denn es bot sämtliche " Quasselköppe ", die seit vielen Jahren ihr Unwesen in den Sportsendungen dieses Kanals treiben, auf, um den "Titanen" zu verabschieden. Da waren auch die Promies aus der Welt, Halbwelt udn Unterwelt dieses Landes und der bayrischen Landeshauptstadt nicht sehr weit. Jene Fratzen, die dem Gebührenzahler wochenlang jedes Wochenende gezeigt werden - non stop ...

Und noch mehr Erinnerungen: Was war eigentlich am 16. und 28. 08. sowie 08.12. vor zwanzig Jahren?

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Wenn die Medien sich selbst persiflieren wollen,dann haben sie heute mehr denn je dazu reichlich Gelegenheiten. Einst war die Anzahl der Nachrichtenanbieter und Formatproduzenten sehr überschaubar. Es gab die öffentlich-rechtlichen Fernsehprogramme, die öffentlich-rechtlichen Rundfunkprogramme und die privaten Printmedien. Dazu zählten: die Erzeugnisse aus den Häusern Burda,Bauer,Springer,die eine Vielzahl an Tageszeitungen und Wochendruckerzeugnissen heraus gaben. Dann gab es die kleineren Verlagshäuser und der "SPIEGEL" sowie den "Stern" als Nachrichtenmagazin. Es gab die Unzahl an Regionalblättern und alternative Druckerzeugnisse. Bereits damals, nämlich vor 20 Jahren ein Sammelsurium von Namen, Verlegern und Printerzeugnissen. Heute, im Jahre 2008 ist die Zahl der Medien unuüberschaubarer geworden. So verwundert es nicht weiter, dass der Konzentrationsprozess hier nie gekannte Ausmaße angenommen hat. Die Vielfalt schwindet, der Einheitbrei nimmt zu. Die Qualität...

Was war denn eigentlich am 21. August vor 40 Jahren? - Die Welt hat sich nicht verändert!

Als ich am 21. August vor vier Jahrzehnten während einer Klassenfahrt auf der Insel Wangerooge morgens beim gemeinsamen Essen fassen von dem Einmarsch der Warschauer Pakt-Truppen in die Tschechoslowakei erfuhr, konnte ich mit dem pathetischen Gefasel des hierüber berichtenden Volksschullehrer Gehrmann nichts anfangen." Wovon redet der eigentlich? ", werde ich wohl einst - im zarten Alter von 15 Jahren - gedacht haben. Wer ist denn eigentlich Alexander Dubczek? Wer Ludvik Svoboda? Oder wer war Oldrich Cernik? Auch die vielen übrigen Namen, die in der Folgezeit im Zusammenhang mit den Ereignissen vor,während und nach dem so genannten "Prager Frühling" über einen sehr langen Zeitraum in den BRD-Medien herum spukten, sie sagten mir damals überhaupt nichts. Wo war denn eigentlich die Tschechoslowakei? Wer waren den die Tschechen und Slowaken? Wieviele Einwohner hat denn dieses Land und wie heißt die Hauptstadt? Alles Fragen, die ich mir damals nie gestellt haben; nicht s...

Das tödliche Ende eines Diskotheken-Besuchs, oder wie gefährlich sind nächtliche Alleingänge in dr BRD?

Es war wieder einmal eine Nachricht in der Frühsendung von MDR Info, die mich am 19.08.2008 hellhörig machte. Ein junger Mann war in den frühen Morgenstunden des 17.08. in einem Straßengraben in der Nähe einer Magdeburger Diskothek tot aufgefunden worden. Ansich wäre es eine jener Meldungen, die unter der Rubrik " Der alltägliche Wahnsinn " ab geheftet werden könnte. Nur in diesem Fall sind einige Tatumstände zu beachten,die nicht auf eine übliche Flat -rate- Sauforgie rückschliessen lassen. Hier geht es um Gewalt. Genauer gesagt, um rechte Gewalt. Ein einschlägig vorbestrafter Mann aus dem angeblich rechtsradikalen Spektrum der Stadt, der zuvor eine zweijährige Haftstrafe verbüßt hatte, wurde als Tatverdächtiger festgenommen. Nun wären auch diese Besonderheiten nicht erwähnenswert, wäre es nicht jene Gesamtschau, die dem R ezipienten dieser Meldung mehr als nur nachdenklich stimmen. Da wird ein junger Mann, ein Student aus Magdeburg, von einem in etwa Gleichaltri...

Das Ruhrgebiet, schreibt es eigene Geschichten? Oder:Wie der Phoenix aus der Asche und sonstige Schildbürger-Streiche in Dortmund

Eine Sendung aus der Reihe " Bilderbuch Deutschland " am 14. August diesen Jahres über die Stadt Dortmund machte mich sehr nachdenklich. Exemplarisch wurde anhand des Niedergangs der ehemaligen "Hoesch"-Anlagen aufgezeigt,mit welcher Intensität sich der Strukturwandel - bedingt durch die Globalisierung - seit vielen Jahren in der Stadt Dortmund und dem gesamten "Ruhrgebiet" bemerkbar gemacht hat. Wo vor unzähligen Jahren die Kohlegruben,die Zechenanlagen, die Stahlwerke mit ihren Hochöfen und die ihnen angegliederten Verarbeitungindustrien Platz hielten, stehen heute nur noch Brachen. Ruinen,die das Flair längst vergangene Hochkonjunktur verbreitet haben - sie sind heute abgetakelte Gelände, Gebäude, Werke, Anlagen. Eisen und Stahl, Kohle und Koks,Malocher und Bier haben sich auf Nimmerwiedersehen verabschiedet. Was bleibt sind Erinnerungen, Wehmut und Verbitterung, die aus den Schilderungen der Rentner-Generationen herauszuhören sind. Damals,ja damals, da...

Abgesang einer Institution namens Zentral Vergabestelle für Studienplätze ( ZVS ) oder folgt der notwendige Neubeginn?

Als ich heute morgen den Nachrichtenblock über den - zwangsweise- eingestellten Sender MDR Info zu Ohren bekam, machte mich eine Meldung eher melancholisch,denn wütend: Der ZVS in Dortmund soll erneut durch eine Reformierung mehr Leben eingeimpft werden! Wie bitte? Zunächst dachte ich,dass dieses Monstrum längst zur Vergangenheit gehört,denn die einzelnen Bundesländer ( BL ) haben unisono für die meisten Studienfächer im Wege Selbstverwaltung über individuelle Vergabemodalitäten an die Bewerber verteilt. Nach einer kurzen Recherche konnte ich jedoch feststellen,dass dieses nicht für Studiengänge, wie Humanmedizin, Zahnmedizin, Biologie, Psychologie etc. gilt. Also lebt die ZVS immer noch? Ja, sie lebtnoch! Wenn auch auf einem bescheideren Niveau. Immerhin müssen in Dortmund jährlich mehr als 120.000 Bewerbungen bearbeitet werden. Immerhin! Ich wollte es nun wirklich wissen, was sich hinter dieser Meldung verbirgt und loggte mich auf der Homepage vom MDR ein. Siehe da, es hat t...