Mittwoch, 29. Juli 2009

Der steile Aufstieg und jähe Fall der Politkerin Swantje H.


Eine Plattitüde lautet: " Wer hoch hinaus will, kann tief fallen." Das sah auch der Heimatdichter Wilhelm Busch so und stellte fest:
" Wenn einer, der mit Mühe kaum gekrochen ist auf einen Baum, schon meint, daß er ein Vogel wär, so irrt sich der. "
Der Poet ließ aber auch durchblicken,dass nicht Jeder, der sich als liberal bezeichnet, dieses auch ist, indem er aussprach:
" Manche meinen, sie seien liberal geworden, nur weil sie die Richtung ihrer Intoleranz geändert haben."

Seit dem Tod von Wilhelm Busch hat sich die Welt zwar einige tausend Mal gedreht, dennoch sind die menschlichen Verhaltensmuster nahezu identisch geblieben.

Das musste auch eine Frau Swantje H. aus Delmenhorst resignierend konstatieren, nachdem ihr rasanter Aufstieg über ein Studium, zur jüngsten Bürgermeisterin in der BRD und anschließenden Berufung in den niedersächsischen Landtag nun ein jähes Ende genommen hat.
Was war geschehen?

Wer sich die Biografie der H. ansieht, müsste eigentlich zu der Quintessenz gelangen, dass es in diesem Land doch noch Ausnahmen von der Regel geben könnte, die da sinngemäß lautet: Das Elternhaus bestimmt den eigenen Lebensweg - will heißen: Ein Mal sozial benachteiligt, immer sozial benachteiligt.
Die wenigen Ausnahmen jenes gefestigten Grundsatzes müssen jedoch ständig mit dem Makel der "falschen" Herkunft kämpfen,um sich gegenüber den Mitkonkurrenten durchzusetzen. Dieses gilt wohl auch für Frau H.

Einst,nämlich 1990,trat sie mit 17 Jahren in die SPD ein. Bereits zu diesem Zeitpunkt befand sich die Sozialdemokratie auf einem Scheideweg. Die Wiedervereinigung war in dieser Volkspartei nicht unumstritten. Es gab einige Mahner, Bedenkenträger und Mitglieder, die eine ablehnende Haltung zu der deutschen Wiedervereinigung öffentlich bekundeten. In der allgemeinen Euphorie wurden sie jedoch ausgegrenzt und quasi mundtot gemacht. Die teilweise zwiespältige Haltung innerhalb der Partei und Personalquerelen schadeten ihrem öffentlichen Ansehen. Es kam, wie es kommen musste, die CDU mit dem eigentlich fast schon abgetakelten Kohl, erhielten zusammen mit der FDP eine erneute Mehrheit und konnten bis 1998 weiter regieren.
Innerhalb dieser acht Jahre versuchte die SPD einen Neuanfang, der allerdings erst mit dem Kanzler Gerhard Schröder gelang.

Der Realzustand der Partei im Jahre 1990 war somit schlecht. Da machte es Sinn, auf die Jugend, die Jusos und einige daraus hervor gehende Hoffnungsträger zu setzen. Hierzu gehörte auch Swantje H. Sie setzte alsbald zu einer Bilderbuchkarriere an. Hilfreich dabei waren diverse personelle Gegebenheiten in der niedersächsischen SPD. Schröder wurde zunächst zum Kanzlerkandidaten ernannt, dann 1998 auch tatsächlich Bundeskanzler, der Nachfolger Sigmar Gabriel bleib indes blass und verlor die Landtagswahl gegen den CDU-Kandidaten Wulf mit Pauken und Trompeten. Gefragt waren hiernach umso mehr junge Kräfte. Eine Chance für Frau H. aus Delmenhorst.

So deutete denn Alles darauf hin,dass Frau H. zügig den Gipfel der Parteikarriere erklimmen würde, als sie im Jahre 2001 - im zarten Alter von 28 Jahren - zur Bürgermeisterin der Stadt Delmenhorst ernannt wurde. Es folgten weitere Ämter innerhalb der SPD und der Landespolitik. H. stand wohl kurz vor dem Sprung in Landeshauptstadt. Wäre da nicht ein Parallelleben gewesen,dass sich eben nicht stringent nach vorne entwickelte. Jene privaten Verwerfungen und die daraus resultierenden Vorwürfe lassen sich so lesen:


Hintergrund sind Vorwürfe gegen den ehemaligen Lebensgefährten Hartmanns, Lars Ehlers, wegen Unterschlagung und Veruntreuung von Parteigeldern. Ehlers war bis zu seiner Entlassung am 2. Februar 2008 zehn Jahre lang Geschäftsführer dreier SPD-Unterbezirke. Hartmann soll sich 2002 in finanziellen Schwierigkeiten befunden und kurz vor einem Offenbarungseid gestanden haben.

Gegenüber Duin versicherte sie jedoch nach dessen Angaben, dass sämtliche Vorwürfe gegen sie jeder Grundlagen entbehrten. Ehlers Eltern sollen ihr damals aus der Notlage geholfen haben.

Tja, das liebe Geld. Es hat so manchen Protagonisten auf einen Irrpfad wandeln lassen. Der Ex-SPDler, Ex-Geschäftsführer und Ex-Lebensgefährte Ehlers soll - so die Vorwürfe in einer Strafanzeige, der die Staatsanwaltschaft Oldenburg derzeit nach geht - Parteigelder in einer Größenordnung von ca. 50.000 Euro veruntreut und/oder unterschlagen haben. Das ist kein Pappenstiel!

Nun gilt in der Jurisprudenz der Grundsatz der Unschuldsvermutung. Dieses, aus Art. 6 Abs. 1 MRK,bestehene Postulat wird jedoch nicht auf sämtlichen Bereichen des gesellschaftlichen Zusammenlebens anzuwenden sein. Wer, wie der damalige Lebensgefährte der H. eine Vertrauenstellung bekleidet,hat jenes,in ihm gesetztes Vertrauen,in allen nur erdenklichen Lebenssituationen zu respektieren. Wer Gelder ,die ihm anvertraut sind,für persönliche Zwecke verwendet,begeht Vertrauensbruch. Basta! So einfach könnte dieser Fall zu bewerten sein. Ehlers musste gehen aber H. auch?

Nun ist es per se nicht anrüchig, wenn ein Partner den eigenen Konsum mit finanziert. Es dürfte auch nicht zu beanstanden sein, wenn jener Lebensgefährte zu einer USA/Florida-Reise einlädt. Auch die Begleichung von titulierten Forderungen zur Meidung einer Eidesstattlichen Versicherung zwecks Vermögensoffenbarung durch ihn bzw. dessen Eltern, muss nicht gleich bedeutend mit einer kriminellen Handlung sein. Nur - und das ergibt sich aus einer Gesamtschau - der hierbei recherchierte Lebenssachverhalt lässt nicht unerhebliche Zweifel an der Wahrheit der von H. hierzu angegebenen Stellungnahmen zu.

Derartige Zweifel können sich alsbald zu einem Anfangsverdacht einer strafbaren Handlung verdichten und führen zu Spekulationen in der medial durch gestylten Öffentlichkeit. Es sind schon ganz andere Persönlichkeiten vor Ehlers und H. für analoge Sachverhalte geschaßt worden.
Selbst wenn es moralisch nicht akzeptabel ist,dass H. ihre eigenen finanziellen Probleme verschwiegen hat,so kann dieses Verhalten nie und nimmer justitiabel sein. Gleiches gilt für die Behauptung der H. von den angeblich kriminellen Handlungen des Partners nichts gewusst zu haben.

Schlussendlich verbleibt jedoch ein mehr als schaler Geschmack im Mund derer,die sich in einem Gewissenskonflikt zwischen Karriereförderung und öffentlicher Moral befinden. Garrelt Duin ist so ein Betroffner. Selbst Jurist, weiß er sehr genau, wann das rechtlich Erlaubte in moralisches Unrecht übergeht. Er hat der einstigen Karrierefrau nahe gelegt, ihre Ämter zur Verfügung zu stellen. Warum wohl?

Nun ist Swantje H. nicht mehr in der SPD. Sie wechselte flugs zu der weiteren Karriereleiter mit Namen CDU und wird hier wohl wieder am Fuße beginnen müssen. dafür sorgen schon ihre jetzigen Parteifreunde, ob mit oder ohne Makel aus der Vergangenheit.

Dienstag, 28. Juli 2009

Mein Wagen, Dein Wagen,Dienstwagen.


Deutschland im Sommer 2009: Nachdem sich die Nachrichtenindustrie am Tod des " king of pop " über einige Wochen abgearbeitet hat, das Unglück von Nachterstedt,bei dem höchst wahrscheinlich 3 Menschen umkamen,ausgelutscht ist, drohte das viel zitierte mediale Sommerloch neben der tagtäglichen Ödnis in der TV-Wiederholungsorgie, nun vollends zuzuschlagen. Da traf es sich gut,dass die ebenfalls in den Urlaubsgefilden von Rügen, Sylt bis Gran Canaria verweilenden Damen und Herren aus der Politikelite eine Steilvorlage gaben, mit der die Medienmeute das sehr gepflegte Vorurteil der Privilegienschacherei durch jene Protagonisten der Ersten Gewalt aktualisieren können.

Die Bundesgesundheitsministerin Ursula " Ulla " Schmidt wurde zum Schlachtopfer der allgemein geheuchelten Empörung,als in dem spanischen Urlaubsdomizil in Denia an der Costa Blanca, das ihr als Dienstwagen zur Verfügung stehende, über 100.000 Euro teure Gefährt gestohlen wurde.
Ein Aufschrei ging über das Land der Daheimgebliebenen und setzte sich in unzähligen - oft hirnlosen - Kommentaren über jene Privilegien, die sich die gewählten Volksvertreter qua Gesetz einst selbst zugebilligt hatten, fort.

Von Steuerverschwendung über Skandal bis hin zur unehrenhaften Entlassung der Ministerin war die Rede. Warum diese künstlich aufgebauschte Empörung? Demnächst ist Bundestagswahl, der eigentlich ein Themen bezogener Wahlkampf voran stehen sollte. Offensichtlich fehlt es an den wirklichen Streitpunkten, so dass eine Nebensache zum Hauptpunkt wird.

Hier wird eine eher unbeliebte Ministerin nach allen Regeln der journalistischen Kunst vorgeführt. Dabei hat Ursula Schmidt, geborene Rademacher, eine mehr als bewegte politisch aktive Zeit hinter sich. Sie, die der Gruppe der " 68er " hinzu gerechnet werden kann, trat einst für den Kommunistischen Bund Westdeutschland (KBW) an, um Karriere zu machen. Das ist nun fast 33 Jahre her. Nachdem ihr die Übernahme in den verbeamteten Schuldienst verweigert wurde, weil sie sich 1976 nicht bereit erklären konnte, die Erklärung zum Eintritt für die FDGO zu unterzeichnen, musst Schmidt sich mit anderen Einkommensarten über Wasser halten. Später trat sie in die SPD ein, machte durchgängig einen Schritt auf der Postenleiter nach oben und wurde im Schröder-Kabinett zur Gesundheitministerin berufen. Ihre wundersame Metamorphose von der einst klassenkämperischen Studentin zum Mitglied des rechten Seeheimer Kreises, lässt erahnen, das Macht und Moneten alsbald die Sinne vernebeln.

Der Dienstwagen, den sie in ihren Urlaubsort hat kutschieren lassen zeigt denn auch, dass eine mittlerweile 60jährige die funktionale Wechselwirkung in der BRD-Gesellschaft sehr gut verstanden hat:
Hast Du was, bist Du was! Bist Du was, darfst Du was!


http://de.wikipedia.org/wiki/Ulla_Schmidt

Na, denn: iFeliz vuelo,Senora Schmidt!

Sonntag, 26. Juli 2009

Schmetterlinge: Eine aussterbende Spezies?


Ende Juli, wenn sehr viel duftet, blüht und wächst, zeigt sich ein Gewächs namens Schmetterlingsstrauch von seiner aller schönsten Seite und lockt damit jene Besucher an, dessen Namen er trägt: die Schmetterlinge.
Wenn in den nächsten Tagen und Wochen dieser Strauch in voller Blüte steht, kann der Gartenfreund an sonnigen Tagen einige der heimischen Schmetterlingsarten beobachten. Ad hoc fallen mir einige Arten ein, die mir wohl im Verlaufe meiner Kindheit ständig begegneten:

Großer Kohlweißling
Kleiner Kohlweißling
Zitronenfalter
Tagpfauenauge
Monarch
Rapsweißling
Ochsenauge
Schwalbenschwanz
Diestelfalter

Dass sie alle nur noch selten zu sehen sind, liegt unter anderen an der seit den 50er Jahren betriebenen,extensiven Landwirtschaft, die nicht nur Monokulturen hervor gebracht hat, sondern auch den Einsatz von Chemie - oft ungestraft - zulässt. Leider!

Samstag, 25. Juli 2009

Goldene Hochzeit - ein immer seltener werdenes Ereignis.


Was geschah am 23. Juli vor 50 Jahren? Nun, wahrscheinlich so Einiges. Unter anderem gaben sich zwei Menschen das Ja-Wort, die ich nun seit einiger Zeit schätzen gelernt habe.
Wir schreiben das Jahr 1959. Ein Jahr, das durch die zunehmenden Veränderungen in den vier Besatzungszonen gekennzeichnet ist. Während die DDR die Weichen auf Staats - und Planwirtschaft stellt, boomt sich die BRD in die Wirtschaftswunderjahre. Beide deutschen Staaten sind allerdings nicht so weit von einander entfernt, wenn es darum geht, die Sitte und Moral an die nächsten Generationen weiter zu geben. Wer nicht verheiratet war, der bekam keine Wohnung, der wurde geächtet und ausgegrenzt. Ob nun hüben oder drüben. Die Eltern oktroyierten ihren Kindern jene Vorstellungen von Gut und Böse, von Gehorsam und Pflichterfüllung, wie sie sie selbst eingeimpft bekommen hatten.

Wenn eine Frau nun bereits vor der Eheschließung schwanger war, wurde ihr oft das Heiraten in Weiß verwehrt. Sie war ja nicht mehr rein, so wie die Farbe Weiß es darstellt. Sie war nicht mehr unbefleckt, so wie der Klerus es propagiert. Sie war eben minderwertig, so wie die Gesellschaft es sah.

Nun, 50 Jahre später wiederholt sich jenes Ereignis, wenn auch in anderen Bahnen. So, wie es einst erträumt, erwünscht und erhofft wurde, von der Braut und dem Bräutigam. Die später Erfüllung zeigt auch,dass die Schranken inzwischen längst aufgehoben worden sind. Zum Glück - auch wenn nicht Alles, was heute gelebt wird, zu begrüßen ist.

Die Zahl der Ehescheidung hat seit vielen Jahren astronomische Dimensionen erreicht. Eine geschlossene Ehe ist nicht bis zum Lebensende andauernd und nur zu oft wird sie bereits nach wenigen Jahren wieder geschieden. Das große Missverständnis, was häufig darunter zu verstehen ist, es kommt nur deshalb zum ragen, weil es auch ein Solches ist. Immer weniger Paare können sich noch nach 10 Ehejahren in die Augen sehen, sind nach 25 Jahren immer noch zusammen oder dürfen sich nach 50 Jahren immer noch Mann und Frau als Ehepaar nennen. Leider? Die Zeit rast an uns vorbei, auch die Gesellschaft fordert den Wandel und erhält ihn, in Form der Ehe auf Zeit - nicht auf Lebenszeit.

Abi-Fete für wenig Knete! Wenn die Elite auf "Malle" Sangria mit Strohhalmen aus Eimern säuft.

"Abi 09", so wird es schon bald auf der Heckscheibe einiger Blechkisten den anderen Verkehrsteilnehmern auf weiß abgesetzten Folien entgegen leuchten. Ausgerechnet das " Abi " sorgt für eine Phänomen, dass sich eher las Kulturschock, denn als Abschluss eines kleinen Lebensabschnitts in den Köpfen vieler Gymnasiasten einbrennen sollte. Nachdem der stressige Klausurenabschnitt beendet worden ist, die mündlichen Prüfungen heil überstanden wurden, die Hochschulzugangsberechtigung als Zeugnis in die appe eingeordnet werden konnte, treibt es tausende von Abiturienten all jährlich in die warmen Gefilde Spaniens zum "abfeiern". Mallorca, das 17. Bundesland der Teutonen, steht hierfür ganz hoch im Kurs. Mit einem Billig-Clipper ab 159,-- Euro buchen die Partywütigen eine Woche " Ballermann " hin und zurück.

Kaum dort eingeflogen geht es abends sofort auf " die Piste ". Es wird vorgeglüht, hinein geschüttet und am frühen Morgen sehr oft abgekotzt - bis der Arzt kommt. Das kollektive Saufen hat auch vor jener Gruppe eines Jahrgangs nicht halt gemacht, die sich - von den jeweiligen Pädagogen dabei tatkräftig unterstützt - als Elite dieses Landes bezeichnet. Elitär sind deren Verhaltensweisen jedoch keinesfalls. Einmal richtig in Stimmung gekommen, wird die Abart, das spanische Weingepansche mit dem Namen " Sangria " aus Plastikeimern mittels zu einer Strohhalmleitung zu trinken,ungeniert von dem sonstigen "Plebs", der auf Kneipenwanderschaft geht,übernommen.

Die zivilisierte Seite jener Sauforgien liegt in dem anschließenden Ausnüchterungsschlaf, der sehr oft bis in den Nachmittags hinein geht. Kaum wieder einigermaßen zur Besinnung gekommen, laufen bereits die Vorbereitungen für den anstehenden Randaleabend. Nur beim Wechseln der Toilettenpapierrolle hapert es bei den Herren der Schöpfung noch, auch die jungen ausgehfertigen Damen können hierzu wenig Kreatives beisteuern. So muss via Handy der Reiseleiter in die Bresche springen. Die Elite fühlt sich expressis verbis zu Höherem berufen, warum sich also mit derartigen banalen Dingen beschäftigen?

Gekocht wird unisono nicht, denn auch auf dieser Ebene könnte das geplante Chaos, als Quintessenz der Sangria beseelten Truppen aus dem Land der Döner- und Pommes frites- Vertilger,am Ende registriert werden. Die Vorbereitungen für das geordnete Abnabeln aus dem elterlichen Rund-um-Service werden somit um einige Jahre nach hinten verschoben. Die selbst ernannte Elite hat nämlich beschlossen, die Selbstfindungsphase um einen unbestimmten Zeitraum zu verlängern. Die Eltern unterstützen jenes Vorhaben nach besten Kräften, schließlich sollen es Fräulein Tochter und der Herr Sohn später einmal viel besser haben, als sie selbst.

Wenn der ein wöchige Trip nach " Malle " beendet ist, treibt es dann so manchen Protagonisten aus dem elitären Sammelbecken in die erste Identitätskrise. Was tun, wenn alles Geld kosten und selbst nichts im Beutel liegt? Auf jeden Fall den Eltern weiter auf der Tasche liegen - bis zum nächsten Abstecher nach " Malle " in 10 Jahren, wenn dann endlich das Diplom im Sangria-Eimersaufen in deer Tasche steckt!

Mittwoch, 22. Juli 2009

Mondscheinsonate


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Juni

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Juli

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Der Mond ist unser Nachbarplanet, er ist aber auch Erdtrabant und Bestandteil unseres Sonnensystem. So weit, so bekannt.
Nun hat er den Menschen immer schon zu ungezählten Überlegungen Anlass gegeben. Ob nun in in literarischer, musikalischer oder technischer Hinsicht.
Der Mond war, ist und bleibt das Objekt der Begierde, wenn der Erdenbewohner seine kognitiven Fähigkeiten umzusetzen gedenkt.

Einst komponierte das Genie Ludwig van Beethoven die 14. Klaviersonate, die als Mondscheinsonate in die Annalen einging, auch der Mondkalender wurde ein bekanntes Werk, dass noch heute sehr viele Menschen interessiert, weiterhin veröffentlichte die englische Rockgruppe "Pink Floyd " im März 1973 das wegweisende Album " Dark side of the moon ". Die Liste der Dinge, in denen der Mond eine gewichtige Rolle spielt ist lang.

Als gestern der Sender "Phoenix" einige Ausschnitte aus der am 21. Juli 1969 erfolgten Berichterstattung über die erste Mondlandung zeigte, wurde mir ganz warm ums Herz. Da saß ich ab 3.00 Uhr in der Früh und schaute im Ersten Deutschen Fernsehen dem Geschehen auf dem monströsen Bildschirm des Grundig Fernsehgerätes meiner Großeltern zu. Die Protagonisten waren: Dr. Günter Siefarth, Ernst von Khoun und ein blutjunger Journalist namens Lothar Loewe. Sie und weitere Beteiligte saßen oder standen in dem eigens für jenes einmalige Ereignisse hergerichtete ARD-Studio.

Ich war beseelt von dem Ereignis und hielt es bis um 6.30 Uhr morgens im Wohnzimmer meiner Großeltern aus. Dann musste ich mich für die Fahrt zu meinem Lehrbetrieb fertig machen. Wie so viele mit mir, nämlich weltweit 500 Millionen Menschen und einige Millionen Zuschauer hiervon, die in der BRD lebten, konnte ich es kaum fassen, was dort geschehen sein sollte.
Der Westen, die USA, die Demokratie hatte über den Osten, die UdSSR, die Diktatur gesiegt - mit Fahnen, Trompeten und Zeitungsmeldungen.

Heute, also 40 Jahre später, betrachte ich die ganze Sache wesentlich nüchterner. Die Mondlandung war nur ein Prestigeprojekt der USA, die vielen Milliarden Dollar hätten sicherlich auf der Erde auch ihren Sinn und Zweck erfüllt,die Erde ist durch dieses Ereignis nicht friedlicher geworden - im Gegenteil. Und - was wesentlich entscheidender ist - es gibt nicht wenige Menschen, die jene Apollo 11 - Mission für ein Fake halten.
Sie werden als " Verschwörungtheoretiker " bezeichnet. Was an ihren Bedenken nun verschwörerisch sein soll, vermag ich wirklich nicht zu erkennen. Es gibt allerdings in der Tat eine Vielzahl von Ungereimtheiten zu der amerikanischen Darstellung der Mondlandung, an jenem 21. Juli 1969, um 3.56 Uhr MEZ auf dem Meer der Stille.

Der Mensch sollte sich im Leben entscheiden, welchen Weg er wählt, zu welcher Gruppe er sich zählt und welche Richtung er geht. So, wie es einst Goethe schon prosaisch formuliert hat:

Geh! gehorche meinen Winken,
Nutze deine jungen Tage,
Lerne zeitig klüger sein:
Auf des Glückes großer Waage
Steht die Zunge selten ein;
Du musst steigen oder sinken,
Du musst herrschen und gewinnen,
Oder dienen und verlieren,
Leiden oder triumphieren,
Amboß oder Hammer sein.

Was Goethe mit seinem Gedicht " Ein andres " aussagen möchte trifft auch heute noch zu, es gibt Sieger und Verlierer und manchmal erkennen diese Parteien es doch, dass alles im Leben nur relativ ist. So, wie die Mondlandung vor 40 Jahren!

Wie viele Erdenbürger, die sie einst am Fernseher mit erleben konnten, leben heute noch? Und Diejenigen,die damals noch gar nicht geboren oder einst noch viel zu jung waren oder keinen Fernsehapparat besaßen, sie können mit diesem 21. Juli 1969 nicht viel anfangen. Dennoch: Es gibt die vielen Bilder, die Filme und Fernsehberichte,mit denen - jeder für sich - eine bestimmte Frage beantwortet werden kann: Waren die Amerikaner tatsächlich auf dem Mond?

Für mich bleibt es jedoch völlig unerheblich, ob das ganze Szenario gefakt oder real war. er Mond hat seine Faszination dadurch nie verloren. Vor allem in musikalischer Hinsicht.
Ob nun " Child of the moon ", die einstige B-Seite des Welthits der Rolling Stones " Jumpin'Jack Flash ", " I dacin' in the moonlight " von der Rockformation " Thin Lizzy oder aber das Album der " Pink Floyd " " The dark side of the moon " - hierdurch wird dem Erdtrabanten mehr mystische Kraft zugesprochen, als sie durch die Mondlandungen je erzeugt werden konnte.

Denn:



The lunatic is on the grass.
The lunatic is on the grass.
Remembering games and daisy chains and laughs.
Got to keep the loonies on the path.

The lunatic is in the hall.
The lunatics are in my hall.
The paper holds their folded faces to the floor
And every day the paper boy brings more.

And if the dam breaks open many years too soon
And if there is no room upon the hill
And if your head explodes with dark forebodings too
I'll see you on the dark side of the moon.

The lunatic is in my head.
The lunatic is in my head
You raise the blade, you make the change
You re-arrange me 'til I'm sane.
You lock the door
And throw away the key
There's someone in my head but it's not me.

And if the cloud bursts, thunder in your ear
You shout and no one seems to hear.
And if the band you're in starts playing different tunes
I'll see you on the dark side of the moon.

"I can't think of anything to say except...
I think it's marvelous! HaHaHa!"


All that you touch
All that you see
All that you taste
All you feel
All that you love
All that you hate
All you distrust
All you save.
All that you give
All that you deal
All that you buy,
Beg, borrow or steal.
All you create
All you destroy
All that you do
All that you say.
All that you eat
everyone you meet
All that you slight
Everyone you fight.
All that is now
All that is gone
All that's to come
And everything under the sun is in tune
But the sun is eclipsed by the moon.

Montag, 20. Juli 2009

Auf der Autobahn nachts um halb eins


Die Ferienzeit hat bereits seit mehreren Wochen begonnen und die Blechlawinen durch pflügen die Hauptstrecken von Westen nach Osten, von Süden nach Norden und von einer Landesgrenze bis zur nächsten. Ich hatte die Nachrichten über Fahrzeugstaus von mehr als 20 bis zu 40 Kilometern Länge längst nicht mehr weiter verfolgt. Sie sind mit jenen Berichten, die Jahr für Jahr über die Medien in die Haushalte der Daheim gebliebenen, in die Fahrzeuge der auf Straßen sich bewegenden Menschen und in den Köpfen der Rezipienten kurzfristig herum spuckend, völlig identisch. Ob nun auf der A 1 von Heilgenhafen in Schleswig - Holstein kommend, an Hamburg vorbeifahrend, über Bremen nach Dortmund fortführend und in Saarbrücken endend, der A 3 von Elten in den Niederlanden,an Frankfurt vorbei in Richtung Passau fahrend oder der A 9 von Berlin über Leipzig nach München sich hinziehend, all diese Betonstrecken sind während der Sommerzeit ab dem 25- Juni bis zum 15. September nicht nur während der Wochenenden chronisch überlastet.

Staus, Baustellen und Wetterkapriolen müssen bei der Fahrt in das heiß geliebte Urlaubsland, das längst bekannte Ziel und eine schon oft besuchte Unterkunft mit eingerechnet werden. Neben jenen Unbill, dass der gestresste Autofahrer in sein Kalkül mit einbeziehen darf, gehören eben auch die permanent überfüllten Autobahnen. Jene betonierten Kriesschauplätze, auf denen sich der all tägliche Mobilitätswahnsinn abspielt. PS strotzende Blechkarossen versuchen den sonstigen Mitfahrenden alsbald zu zeigen, wer der wahre Autofahrer, welches die wahre Automarke und das ultimative Kennzeichen ist. Es wird gerast, gedrängelt und in den Sicherheitsabstand hinein gefahren.

Des Deutschen liebstes Kind, das rollende Wohnzimmer auf mindestens vier Rädern, zwei Achsen und zwei Türen, es sollte so konstruiert sein, dass es den mobilen BRDler zu jeder Zeit an jeden Ort und dazu noch möglichst bequem hin fährt. Leider sind diese Determinanten nicht immer mit einander kompatibel. In den Sommerferien schließen sie sich nahezu aus. Dann, wenn sehr viel Blechkisten annähernd zeitgleich die Betonpisten befahren wollen, wird es regelmässig voll.

So ein Tag war auch der 19. Juli 2009, als auf der Autobahn 2, der Warschauer Allee, der BAB 2 von Berlin nach Dortmund, es in dem Streckenabschnitt von Peine/Salzgitter bis zum Kreuz Hannover Ost 259 Mal "krachte ", dabei 66 Verletzte registriert werden mussten und ein Sachschaden von nahezu 1,6 Millionen Euro entstand. Chaos pur!
In den Tageszeitungen lauteten die Berichte herüber in etwa so:

259 Fahrzeuge an Unfall-Serie auf A 2 beteiligt

Bei einer Serie von Massenkarambolagen auf der Autobahn 2 zwischen Peine und Braunschweig sind am Sonntagabend 66 Menschen verletzt worden. Zehn von ihnen erlitten nach Angaben der Feuerwehr lebensbedrohliche Verletzungen.

Wenn innerhalb von nur wenigen Stunden eine Unfallserie eines derartigen Ausmaßes zu registrieren ist, dann muss sich der kritischer Betrachter fragen, warum dieses überhaupt geschehen kann?
Hierzu könnten viele Gründe als Erklärung heran gezogen werden. Neben dem plötzlich auftretenen Starkregen, der hiernach einfallenden, weil tief stehenden Sonne, liegt die Ursache in dem Kardinalfehler, den sehr viele Fahrer begehen: rasen bei einem zu geringen Abstand!

Leider lernen es nur die Wenigsten, sich bei schwierigen Straßenverhältnissen korrekt zu verhalten. Obwohl die Fahrausbildung immer länger andauert, der rwerb des Führerscheins immer kostspieliger wird, scheint die Mehrzahl der bundesdeutschen Automobilisten hiervon irgend etwas mit bekommen zu haben.

Mittwoch, 15. Juli 2009

Zu Fuß und ohne Geld durch Deutschland - mehr, als nur eine sozialkritische Zwischenbilanz?


Was ich am 16.07.1995 ab 20.15 Uhr genau gemacht habe, dass kann ich beim besten Willen heute nicht mehr sagen. Wo ich gelebt, gearbeitet und gehofft habe, das weiß ich allerdings heute noch. Der Blick zurück in die 90er Jahre fällt mir nicht schwer, weil es ja noch nicht so lange her ist. Dennoch kann ich mich an einen vierteiligen Fernsehfilm mit dem Titel: " Zu Fuß und ohne Geld durch Deutschland " nicht mehr erinnern. Sollte ich jene ZDF-Produktion gar verpasst haben? So, wie einige, viel wichtigere Dinge damals auch? Oder empfand ich den Fernsehfilm einst als nicht so erwähnenswert?
Wie, was und warum auch immer, ich konnte mich an jenen Vierteiler nicht mehr erinnern, als dieser heute, am 15. Juli 2009, also mehr als 14 Jahre später, im ZDF Theaterkanal wiederholt wurde.

Eine Recherche über den Film und das zugrunde liegende Buch des Autors Michael Holzach mit dem Titel: " Deutschland umsonst " erbrachte jedoch einiges Erhellendes.
Der Film und das Buch handeln von einem - längst etablierten - Journalisten, der in mitten seines Lebens stehend, die viel zitierte " Midlife crisis " durchwandert. Wobei der Begriff durchwandern hier voll umfänglich zutrifft. Er - nämlich Holzach selbst - entschließt sich eines Tages von Hamburg aus zu Fuß durch die BRD zu ziehen, um dabei an die Stätten seiner Kindheit, Jugend und Ausbildung zurück zu kehren. Er erlöst zuvor einen Mischlingsrüden aus einem hamburger Tierheim, nennt ihn kurzer Hand " Feldmann " und tippelt ohne einen Pfennig los. Sein Weg führt ihn: über Holzminden, Dortmund, Köln, Frankfurt und Lindau zur deutsch-österreichischen Grenze und von dort über München, Schweinfurt und Holzminden wieder zurück nach Hamburg.

Soweit, so klar! Was der Film wohl angeblich zu einer Sozialromanze verklärt, soll in dem Buch viel deutlicher auf den Punkt gebracht werden Die BRD ist zu einem eiskalten,egoistisch denkenden Sammelbecken für Konsumfetischisten verkommen, deren soziale Kompetenz auf professionelle Organisationen abgegeben wurde. Nun, diese Erkenntnis ist so neu nicht. Spätestens die Jahre nach dem " Wirtschaftswunder " zeigen deutlich auf, dass das verdrängende Getue der fett gewordenen Westdeutschen, deren Kinder auf die Barrikaden gebracht hat. Die bürgerlichen Wohlstandsnachkömmlinge rebellierten gegen den piefig-miefigen Realzustand in Staat und Gesellschaft, gaben sich non-konformen Lebenszielen sowie Wohnformen hin , die zwar ein berufliches Fortkommen garantierten, jedoch de facto in einer individuellen Sackgasse führten.

Holzach ist, weil Jahrgang 1947, ein Protagonist aus jener unruhigen Zeit. Er studierte einst Sozialwissenschaft in Bochum und setzte in seinem Beruf als Journalist einen Teil seiner gesellschaftskritischen Grundeinstellung in diversen Veröffentlichungen um. Eine edelmütige Einstellung, so könnte der unbedarft heran gehende Betrachter meinen. Keineswegs, denn Holzach " baute " sein Abitur in Holzminden an der Weser, in einem Internat, dass über die Stadtgrenzen hinaus, dafür bekannt war, dass dort die " verkrachten Bürgertöchter und Reichensöhne " ihr Abitur erkaufen können. Nun, dieses kann ich aus meiner eigenen Familie heraus bestätigen. Hier war es möglich, die großzügige Spende für eine Dachsanierung nicht nur steuerlich als solche absetzen zu können, sondern - quasi als kleines Zubrot - dem nicht hinreichend begabten Sohnemann eine " Drei " in Mathematik zu erkaufen.

Tja, so war das schon damals!

Wenn der Autor dieses - später zum Standardwerk für jeden sich selbst finden wollenden - Deutschlandwanderer geworden ist, dann auch nur, weil dieses Vorhaben in den frühen 8oer fast schon revolutionär war. Ein nostalgischer Selbstfindungstrip in die deutschen Lande. Diese Idee war denn später wohl auch der Aufhänger für ungezählte Nachäffer aus der schreibenden Zunft. Nicht zuletzt Harpe Kerkeling mit seinem Bestseller " Ich bin dann mal eben weg " war davon beseelt, seine eigene Lebenskrise ab zuwandern. Werś denn braucht!

Der ZDF-Film zu dem Buch von Michael Holzach wäre ebenso ein wahrer " Knüller " geworden, wäre der Autor nicht 1982 auf tragische Weise verstorben. Er ertrank, bei dem Versuch seinen Hund Feldmann " retten zu wollen in der Emscher. Das bereits begonne Filmprojekt wurde danach abrupt beendet. Von 1982 bis 1993 verbleib die Idee in den Archiven des ZDF und wurde erst nach der Wiedervereinigung aus der " Mottenkiste " geholt. Was danach mit dem Buchinhalt veranstaltet wurde, spottet jeder Beschreibung. Aus der gesellschaftskritischen Zeitreise wurde ein Sozialschmonzette. Neben verkrachten Existenzen, spießigen Wohlstandsbürgern und allerlei sonstigen Randfiguren, trifft der Wanderer zunächst auf einen Gutmensch-Polizeidienststellenleiter in der Provinz, der ihn nach einer vorläufigen Festnahme wegen Mordverdachts auch noch zurück zur Autobahn ( wohl die A 7 ) fährt, dann auf ein Terroristenpärchen, das kurz vor der Festnahme durch eine Polizeispezialeinheit ihn mit vorgehaltener Pistole den Pass abknöpft und anschließend auf eine notgeile reiche Witwe, die sich erst bourgeoier gebildet ausgibt, dann zur Männer hassenden Furie mutiert und die Fäkalsprache beherrschend, ihn aus der Villa wirft.

Ach, ja, einige sozial Gestrandete kommen auch noch in dem Film vor. Ob nun ein hoch verschuldeter Bauerhof, der von einem alten Muttchen bewohnt wird, ein Obdachloser, der ihn in der Fußgängerzone anpöbelt oder ein farbiger Tellerwäscher, der daran gehindert wird, ihm Essenreste zu überreichen. Klischees, so weit das Auge reicht. Altbekanntes Rollenverhalten, das davon geprägt ist, den die Hauptrolle spielenden Aussteiger auf Zeit in die wahre Welt des real existierenden Kapitalismus hinein zu katapultieren.

Holzach, gespielt von Robert Atzorn, wird nebenbei von seiner besorgten Lebensgefährtin aufgesucht und auf seinen Seelenzustand hin überprüft. In der Gewissheit jederzeit das Experiment abbrechen zu können und wieder in das genormte, Geldsorgen freie hanseatische Intellektuellenmilieu eintauchen zu können,tippelt der Protagonist weiter durch die deutschen Lande. Er mutiert dabei zum Serienstraftäter, in dem er in Gebäude eindringt und dort stiehlt. Nur findet sich in dem ZDF-Filmbuch hierüber kaum etwas. Vorbilder sind eben keine Straftäter und Deliquenten keine Heroen; so einfach wird die ZDF-Formel in dem Film umgesetzt. Wenn er später, nämlich nach ca. 6 Monaten wieder in die Freie Hansestadt Hamburg zu seiner Lebensgefährtin zurückkehrt, hat sich einiges dort verändert. Sie wohnt jetzt mit ihrer blasiert auftretenden Freundin zusammen und erwartet ein Kind von dem Aussteiger auf Zeit. "Und wenn sie nicht gestorben wär'n...", so könnte die Quintessenz aus dem ZDF-Vierteiler lauten.

Leider hat der Film sehr wenig mit dem Buch und das Buch auch nur im geringen Maße mit der Realität eines "Tippelbruders" zu tun. Es kommen dort nicht jene Fratzen des sozialen Abstiegs zum Tragen, die neben täglicher Diskriminierung, körperlicher - sowie seelischer Grausamkeiten, auch Milieu typische Erkrankungen und Alkoholsucht heißen und die hier geflissentlich übergangen werden. Der einstige Selbstversuch ist demnach nur eine Abkehr von der Konsum orientierten und egoistischen BRD-Gesellschaft anno 1980 auf Zeit. Würde Holzach heute noch leben, er müsste sich demnach unter die TV-Sparte " Aufwanderer " einordnen lassen, denn der De-facto-Zustand dieses Landes und seiner hier lebenden Menschen hat eine rasante Kehrtwende genommen und geht gen soziale Inkompetenz des Einzelnen, der - altersbedingt abgestuft - jedwede Verantwortung für Gestrandete a'la'Holzachśchem Selbstversuch annähernd vollständig dem Staat überbürdet.

Ob nun 1948er, 1958er, 1968er, 1978er,1988er - jeder ist sich selbst der Nächste. Wie lange noch?

Auf - und Abstieg eines Bezahlfernsehsenders

Der 4. Juli 2009 ist nun wahrlich kein historisch bedeutsames Datum in der noch jungen Geschichte der BRD geworden. Es gab Randale im Verlauf des Hamburger Schanzenfest, die Stadt Hamm in Nordrhein-Westfalen ließ ihre Sirenanlagen mittels eines Probealarms prüfen und in Berlin - Pankow wurde ein Stadtteilzentrum eröffnet. Ach, ja, debayrische Ministerpräsident Seehofer feierte anlässlich des Tags der Offenen Tür in den Räumen der bayrischen Staatskanzlei seinen 60. Appropos Bayern! Da gab es einst einen Privatsendern in München-Unterföhring, der im Jahre 1990 auf dem sich explosionsartig ausweitenden Medienmarkt auftauchte und über ein teures Abonnement den Interessierten wenig Neues anzubieten hatte.

Aus der Konserve sendeten die Programmmacher drittklassige amerikanische Filme. Ab 24.00 Uhr gab es zudem erotisches Einerlei zu sehen. Die Fangemeinde war zunächst überschaubar, die Technik kompliziert, die Verträge waren es ebenso. Es kam, wie es kommen musste: Die Chausse lohnte sich nicht. Der Bezahlsender drohte alsbald wieder vom Markt zu verschwinden.
Die unendliche Geschichte kann u.a. hier nach gelesen werden:


http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_der_Premiere_AG

Nun ist der Sender nach fast 19 Jahren wieder von der Bildschirmfläche verschwunden. Ab dem 4. Juli führt ein neues Konstrukt unter dem viel sagenden Namen " Sky " einen Teil des einstigen Programm-Portfolio fort.
Natürlich kann der Fußballfan auch weiterhin die Spiele der ersten Bundesliga, im DFB-Pokal und in der Champions Leaque weiter verfolgen. Auch der österreichische Erstligafußball kommt nicht zu kurz. Leider bleibt jedoch der Abonnent dabei auf der Strecke, denn statt der einstigen 19,99 Euro muss er jetzt - ein Vollprogramm inklusive - tiefer in die Tasche greifen. Der Dauerbezug für jenes aket kostet immerhin 32,90 Euro. Viel Geld, wenn dazu noch die GEZ-Zwangsabgaben hinzu gerechnet werdene.

Ergo: Ich verzichte künftig auf BL-Live-Fußball und komme auch die gute alte Tante " Sportschau " im Ersten zurück.

Dienstag, 14. Juli 2009

Freßwelle, Edelfreßwelle,Reisewelle und danach?


Das mediale Sommerloch hat auch seine guten Seiten. An ein oft vergebliches Ausfüllen der viel zitierten " Saure Gurkenzeit " mittels Märchen - und Lügenschichten a'la " Nessi " vom " Loch Ness " hat sich der Rezipient schon längst gewöhnt. Als wahrere Glücksfall für jene Nachrichtenfabrikanten zeigte sich der Tod des " King of pop " Ende Juni 2009. Da konnte nach Herzenslust vor der Beisetzung des Musikers aus sämtlichen Archiven ein Fülle von Material entnommen werden, die Meldung selbst wurde dann erneut aufgewärmt und über die ungezählten Medien gejagt und schließlich führte die Trauerfeier zu einem gigantischen Interesse. Die zunächst noch ungeklärte Todesursache liess die Spekulationen ins Kraut schiessen. War es nun Mord, Selbsttötung oder eine Verkettung tragischer Umstände?

Nach dem die MJJ- Geschichte weitesgehend ausgelutscht war, stürzte sich die Medienindustrie auf die unerschöpflichen Konserven in den riesigen Archiven. Eine iedrholung reihte sich an die nächste Sendung. Gähnende Langeweile im verregneten Sommer 2009?

Da stach eine ARD-Dokumentation über die Ernährungs- - Koch - und Essenskultur in den Nachkriegsjahren ab 1945 wohltuend hervor. Die ARD brachte - zeitlich wohl temperiert - ab 21.00 Uhr die erste Folge eines Dreiteilers mit dem Titel: " Mahlzeit, Deutschland ! - Von der Hungerküche zur Fresswelle!". Es wurden viele Erinnerungen wach.

In den späten 50er, als meine Kindheit sukzessive Formen an nahm,war das Essen ein besonderes Ritual. Es gehörte zu den familiären Gepflogenheiten,dass die Mahlzeiten - soweit möglich - gemeinsam eingenommen werden mussten. Die Gerichte waren einfach. Sie bestanden überwiegend aus Suppen mit Zutaten aus dem eigenen Garten. Das Fleisch und die Wurst wurde durch eine Hausschlachtung gewonnen. Milchprodukte waren vom örtlichen Bauern oder einem mobilen Kaufmannsladen. Die Speisen kamen in einer fast identischen, wöchentlichen Abfolge auf den Tisch.

Als in den frühen 60er mein Großvater von einer Entschädigungszahlung für die erlittene KZ-Haft einen Schwarz-Weiß-Fernsehgerät kaufte,erfuhr ich, dass es auch andere Gerichte, Zutaten und Kochmöglichkeiten gab. Der erste Fernsehkoch hieß Clemens Wilmenrod und zeigte in einer von Montag bis Samstag ab 16.10 Uhr laufenden 20 -minütigen Sendung eine Reihe von Gerichten. Es war eine einfach produzierte Sendung, die ab 20. Februar 1953 ihr Debüt gab. Der gelernte Schauspieler Carl Clemens Hahn,der im hessischen Oberzeuzheim 1906 geboren wurde zeigte bis 1964 dem Fernsehpublikum eine Vielzahl von bekannten, unbekannten und selbst kreierten Gerichten. Ein Straßenfeger, der dann - dem Zeitgeist gehorchend - am 16. Mai 1964 zum letzten Mal ausgestrahlt wurde. Was einst ab 21.30 Uhr - also zur besten Sendezeit - begann, endete für Wilmenrod, der den Künstlernamen in Anlehnung an seinen späteren Wohnort Willmenrod führte, in eine menschliche Tragödie. Der einstige Fernsehkoch nahm sich 1967 das Leben, nach dem ihm in einem Münchener Krankenhaus die Diagnose Krebs mitgeteilt worden war.

Die letzten Schaffensjahre des Menjoubärtchen tragenden Schauspielers sind mir noch heute in Erinnerung. Zeigte er schliesslich Gerichte, deren Nachahmung - mangels finanzieller Möglichkeiten - für meine Eltern in ganz weiter Ferne lagen.

Nun, die Jahre wurden auch für Malocher-Haushalte etwas besser. Die Konserve löste das inweckgals in der BRD ab. Die ersten Fertiggerichte kamen in das Kellerregal. Es waren Ravioli von Maggi oder Königsberger Klopse von Meica. Die Wiener Würstchen gab es im Glas, die Erdbeeren und Champions ebenfalls. Die Suppen, Soßen und sonstige Gewürze wurden in Plastikdosen verpackt. Die Lebens - und Nahrungsmittelindustrie boomte.
Damit änderte sich die Kücke. Es veränderten den sich die Eßgewohnheiten. Nach der Freßwelle kam die Edelfreßwelle. Unechter Kaviar wurde auf das gekochte Ei gelegt, den Soßen wurde Sahne unter gemischt, der Käseigel mit den Plastikspießen und den Weintrauben hielt bei jeder Feier Einzug. Es wurde gemampft, was Kalorien enthielt, dick machte und später exotisch aussah.

Längst hatte die Reisewelle in der BRD begonnen. Neben Italien, Österreich und Spanien kamen weitere - alsbald ferne - Länder hinzu. Die Anzahl der Autos stieg von Jahr zu Jahr, die der Urlaubs - und Reiseziele ebenso. Dem Westdeutschen schien es gut, besser, immer besser zu gehen. Vergessen war die tägliche Not ab 1945 bis zum Beginn der " Wirtschaftswunderjahre ". Der Westdeutsche lebte wieder auf. Er wurde mit jedem Jahr im Durchschnitt betrachtet dicker. Leider vergaß er sich zu erinnern und verdrängte das einstige Hungerleiden sehr schnell.

Mit der zunehmenden Kommerzialisierung der Kochkünste verschwand allerdings auch jenes Ziel, dass sich die damaligen Beteiligten bei dem Start der ersten Fernsehkochsendung gesetzt hatten, aus den Augen, nämlich einfache Gerichte für jeden Haushalt und Geldbeutel aufzuzeigen. Die inflationäre Entwicklung der Kochshows bewirkt dadurch eher das Gegenteil, weil wegen deren Viezahl kaum noch das Interesse am Zusehen geweckt wird.

Freitag, 10. Juli 2009

Renault R 4 - Mein treues Gefährt über viele Jahre.



Istrien im Mai 2009. Die Fahrt am 28. jenes Monats steckt mir immer noch in den Knochen. Nervige Autobahnkilometer von Dresden über Chemnitz nach Hof; über die Regensburger Autobahn, die A 93 durch den Bayrischen Wald, wilde Gegend, bajuwarische Tristesse - Pampa eben.das Wetter war überwiegend trocken. Dann folgt ein Stück auf der A 9, der chaotischen Strecke von Berlin über Nürnberg nach München. Anschließend einige Kilometer auf der A 99, dem äußeren Ostring um die bayrische Landeshauptstadt. Vorbei an dem " Arroganzstadion ", auf die A 8 in Richtung Salzburg. Der Grenzübergang ist kaum noch als solcher zu erkennen. Vignettenkauf! Die Pflicht eines jeden Autobahnnutzer in Österreich. Die drakonischen Strafen bei Missachtung sind hinlänglich bekannt. Wenig später geht es auf der A 10 in Richtung Salzburg, dann weiter über den mautpflichtigen Tauern-Tunnel ( 9,50 Euro ) nach Villach in Kärnten, über den Knoten Villach in Richtung italienische Grenze - es lebe die EU! Keine nervigen Kontrollen mehr! In Italien führt der Weg weiter über die benfalls gebührenpflichtige Touristenautobahn Alpen-Adria nach Triest. Zuvor sind 8,40 Euro fällig geworden. Dann in Richtung slowenische Grenze.Bei Muggia an der Adria entlang in Richtung Koper, von dort zum Grenzübergang . Ausweiskontrollen. Kroatien ist noch kein EU-Mitgliedsland. Dann noch wenige Kilometer in Richtung Basanija/Savudrija. Endlich am Ziel - 1085 Kilometer gefahren, mir reichtś!

Der nächste Tag war warm, mediterran eben. Der übernächste genauso. Der Mai ist nicht nur der schönste Monat des Jahres, sondern er bietet eine üppig blühende und wachsende Flora und Fauna.Bei noch angenehmen Temperaturen eine günstige Gelegenheit, um einige Strandspaziergang zu machen.
Gesagt, getan!
Am Wasser entlang, an den noch nicht zu vollen Campingplätzen führt der Weg am äußersten Rand des Ortes von Savudrija nach Sv. Ivan, einem kleinen, verträumten Fischerörtchen an der Spitze Istriens. Auf einer Dorftsraße geht es in Richtung eines winzigen Hafens, der umringt von landestypischen Steinbauten, den Eindruck einer längst vergangenen Zeit werweckt. Hier ist das 3. Jahrtausend mit Sicherheit noch nicht angekommen. Alte Boote, die schon bessere Tage erlebt zu haben scheinen, liegen am ai. Ein kleiner, allerdings neu erbauter, Steinturm hebt sich hervor. Hier wird ein Leuchtfeuer oder besser ein Positionslicht den Fischern in der Nacht ihren Weg zurück nach Hause weisen. Wir gehen den schmalen Gang bis zur Spitze hinauf. Die Metalltür ist selbst verständlich verschlossen. Auch in dem verträumten Örtchen an der äußersten Spitze der Halbinsel gibt es eben genügend Gründe, um derartige Einrichtungen abzusperren.

Das Meer ist ruhig. Am Horizont, dort, wo Wasserfläche und Himmel ineinander übergehen, liegt ein Dunstfeld über dem Meer. Bei klarer Sicht kann ein Besucher die italienischen Alpen erkennen, mit ihren fast 3.000 Meter hohen Massiven. Herrlich! Wir setzen uns auf eine Steinmauer und beginnen über die Vergangenheit zu erzählen. Das Meer verbreitet eine beruhigende Stimmung, wodurch die Zeit fast stehen zu bleiben scheint. Ich berichte aus den 70er Jahren. Aus einer Zeit also, die für mich prägend war.

Nach der bestandenen Kaufmannsgehilfenprüfung an der Kreisberufsschule in Stadthagen/Bückeburg im März 1972 wartete auf mich die Bundeswehr. Ich hatte mich bereits im Herbst 1971 beim Kreiswehrersatzamt in Nienburg als Freiwilliger gemeldet. Ich wollte mich - zwischen all den Kriegsdienstverweigerern in meinem Jahrgang, den politisch ambitionierten Gymnasiasten - für 2 Jahre beim Bund verpflichten. Eine entsprechende Eignungsprüfung fand bereits im Spätherbst 1971 in Hannover-Bothfeld in einer riesigen Kaserne statt. Ich bestand jenen Eignungstest mit Bravour. Nun ging es ab dem 01. 04. 1972 zum Barras. Schon bald mussten meine langen Haare ab. Der Bundesverteidigungsminister war zunächst Helmut Schmidt, ab Herbst 1972 dann Georg Leber.

Eine Führerschein auf Staatskosten blieb mir einst verwehrt, weil ich einen Sehfehler habe, der sich nicht durch Brillengläser regulieren lässt. Grün-Braun-Farbschwäche nannte es sich damals. Nun gut, ich begann ab Herbst 1972 in einer privaten Fahrschule in Munster/Öertze mit der Führerscheinausbildung und bestand die Prüfung im Januar 1973. Im April 1973 erwarb ich einen gebrauchten Renault R 4 mit 26 PS, einer 6 Volt-Lichtanlage und einer weinroten Farbe.
Mein erster " Gartenstuhl ". Mit diesem Vehikel fuhr ich einst zu meiner Bekannten nach Meßmersiel, von wo ich mit der Fähre auf Baltrum übersetzte. Es war bereits Oktober 1974. Das Wetter auf dem Festland zeigte sich von der regnerischen Seite. Als ich nach etwa 10 Tagen von der Insel zurück kam, war der R4, der so ziemlich allein auf dem großen Wiesenparkplatz stand bis zu den Knöcheln voller Wasser gelaufen.Einige Male sprang er nicht an, weil der Anlasser defekt war. Ich nahm einen Schraubenzieher und überbrückte die beiden Pole. Es funkte ordentlich, dann tuckerte der Wagen los. Auch ein Kabelbrand gehörte zu den eher unangenehmen Seiten des Franzosen. Er blieb mir bis zum März 1976 erhalten. Dann raffte ihn ein " Motorschaden " dahin. Ich hatte vergessen, genügend Frostschutzmittel in das Kühlwasser zu geben. Weil es Mitte März noch einige Frosttage gab, fror die Zuleitung zum Kühler ein und der PKW erhielt keine Kühlflüssigkeit mehr; der Motor lief heiß - das warś!

Nach einigen Monaten ohne PKW erwarb ich dann im Juli 1976 einen lindgrünen R4. Dieses Mal mit 34 PS, einer 12 Volt-Anlage, einer heizbaren Heckscheibe und den obligatorischen Liegesitzen sowie der umklappbaren Rückbank. Der grüne " Gartenstuhl " begleitete mich bis Sommer 1979. Dann verursachte ich einen Unfall auf einem Rastplatz an der A 2 und musste mit einem Blechhaufen bis nach Heeßen zurück fahren. Zuvor hatte mich der " Gartenstuhl " zusammen mit einem Studienkollegen bis zum Nordkap gebracht - wenn auch mit einigen Tücken. Ein defekter Stoßdämpfer hinten links waren die Blessuren aus dem Skandinavienabenteuer.

Im August 1979 erwarb ich dann einen gebrauchten, gelben R 4, der im Frühsommer 1982, ebenfalls mit über 80.000 Kilometern Fahrtleistung seinen berühmten Geist aufgab. Er war an vielen Stellen im Unterboden völlig durchgerostet. Im Anschluss daran erwarb ich einen metallic blauen R 4. Er hatte schon einige Ausstattungextras, wie verstellbare Kopfstützen, einen verbesserten Unterbodenschutz. Ich war Rechtspraktikant und erhielt etwas mehr als 1.000 DM monatlich an Bezügen. So konnte ich mir den PKW kaufen sowie auch für den Unterhalt sorgen.
Der blaue R 4 begleitete mich über den Rest der Studienzeit bis zum Dezember 1986. Nach dem Examen gab ich ihn im März/ April 1987 gegen einen Mazda 323 Hatchback mit 86 PS in Zahlung. Eine Rakete, für mich als R 4 - Fan.

Die R 4 - Ära ging nach über 15 Jahren zu Ende. Eine tolle, eine Ereignis reiche Zeit, die ich nie missen möchte.

Der Fahrzeugtyp erhielt dann 1988 wegen der nicht mehr einzuhaltenden Abgasnormen und Umweltauflagen den Gnadenstoß. Der Verkauf in der BRD wurde eingestellt. 1992 lief der letzte R 4 in Kolumbien vom Band. Zuvor wurde während des Balkan-Krieges in Jugoslawien die dortige Fabrik des französischen Herstellers komplett zerstört.

Ein Kult-Auto verschwand vom Markt.
Als ich an jenem Tag an der Hafenseite zwei Exemplare des einstigen Lieblings wieder sah, kam Wehmut in mir hoch Mensch, war das doch eine schöne Zeit damals!

Mittwoch, 8. Juli 2009

Wasser marsch!


Der Sommer hatte gerade eben seinen Anfang gehabt, da ergoßen sich auch schon die ersten Unwetter über das kleine Stückchen Erde mit Namen Bundesrepublik Deutschland. Aus diversen Bundesländern ergingen Meldungen, die unter die Rubrik " Land unter " eingeordnet werden können.

Ob nun im baden-württembergischen, im nordrhein-westfälischen oder im hamburgischen, überall wüteten lokale Unwetter. So traf es am 2. Juli diesen Jahres auf die Stadt Dresden.

Es zog ein Unwetter heran. Bereits in den frühen Nachmittagsstunden grummelte es bedenklich am Horizonzt. Der Himmel verdunkelte sich zunehmends und schon bald entlud sich ein Gewitter, das fast an eine Weltuntergangsstimmung erinnerte. Donner, Blitz und sintflutartiger Regen.
Der Keller lief voll und meine Versuche, das eindringende Wasser am Weiterlaufen zu hindern, entpuppten sich als sinnlos.

Was blieb, waren Schlamm und ein muffiger Geruch über mehr als eine Woche.
Schöner Sommer 2009!

Spektaculum,spektakulär,Spektakel!




Der 07.07.2009 war eigentlich ein ganz normaler Dienstag in einer normalen Woche, eines normal verlaufenden Jahres. Oder doch nicht? In den USA, genauer gesagt in Los Angeles und noch exakter benannt, im Stapel Center fand ab 9.00 Uhr Ortszeit, also ab 19.00 Uhr MEZ-Sommerzeit, die offizielle Trauerfeier zum Tod des Musikers Michael Jackson statt.
Aus diesem Anlass waren sehr viele seiner einstigen Weggefährten gekommen.Sie standen als Musikkollegen, Freunde oder aber auch als Mitglieder seines Clans den ebenfalls anwesenden Geschwistern in den Stunden des Abschieds bei.

Ich hatte eigentlich geplant, mir jene Übertragung aus LA nicht anzusehen. Zum einen, weil mir die seit vielen Tagen nach seinem Tod nicht enden wollende Berichterstattung über den Musiker, dessen Leben und die odesumstände ganz gewaltig auf die Nerven ging, zum anderen, weil ich eben kein ausgesprochener " Jacko "-Fan bin. Dennoch saß ich nach wenigen Minuten wie gebannt vor der dem Fernsehschirm. Auch wenn ich die Amerikaner nicht besonders mag, dem american way of life " in kritischer Distanz gegenüber stehe, muss ich ihnen eines uneingeschränkt einräumen: sie habe die einzig artige Gabe, eine Show zu produzieren. So auch bei " Jacko's " Trauerfeier. Allein die Gospelmusik ließ bei mir einen Kloss im Hals hervor bringen. Die anschliesenden Titel der Weltstars Stevie Wonder, Maria Carey oder des Bruders Jermaine Jackson, konnte ich nur mit Mühe verfolgen. Nein, das war kein Pomp, kein Spektakel, kein inszeniertes Trauerschauspiel, von einigen eitlen Selbstdarstellern. Es war eine Hommage an einen Mann, der aus der Adoleszenz nie heraus gekommen ist, dessen Kindheit aus Kinderarbeit und Knechtschaft durch den Vater bestand und an dessen späteren Erfolg sich einige tausend Mitläufer gelabt haben.

Selbst bei der Trauerfeier blieb das wahre Gesicht des Michael Jackson im Verborgenen. Das ist vielleicht besser so, denn er hat dieses durch unzählige Operationen sukzessive entstellt. Er hat sich damit selbst zerstört und war zuletzt nur noch ein körperliches Wrack. Tabletten abhängig und gezeichnet von den seit Beginn der 90er Jahre aufkommenden Vorwürfen der Pädophälie.
Die späteren Straf - und Zivilprozesse, die Medienlügen und sonstige Ereignisse haben ihn zum menschlichen Wrack gemacht. Der geplante Auftritt in diesem Sommer in London und die anschließende Welttournee hätte er womöglich körperlich gar nicht durch gestanden.

Dennoch zeigte die Trauerfeier in LA an jenem 07.07.2009 auch ein anderes, ein zerbrechliches Persönlichkeitsbild des Michael Jackson. Er war Humanist - auf eine besondere Art, ein Wohltäter der Menschheit auf seine Weise und ein Mensch, der eher scheu, nicht abgehoben und arrogant mit seinen Mitmenschen nie zurecht kam.

Die Medienindustrie hat ihn zu dem gemacht, was er auf dem Zenit seines künstlerischen Schaffens sein sollte: ein Mega-Star, eine Pop-Ikone, der König der Popmusik!
So schnell er diesen Thron erklomm, so zügig wurde er ihm von der Medienindustrie wieder streitig gemacht, ja missgönnt und durch Anfeindungen aberkannt.
Jackson, der Kinderschänder!

Dieses Stigma hat ab den 90ern seinen weiteren Lebensweg mit geprägt. Sein opulentes Refugium, die Neverland " Ranch in Kalifornien wurde alsbald zum Zufluchtsort für seine einst unerfüllten Kindheits - und Jugendträume. Er wollte damit eigentlich nie richtig erwachsen werden. Es mag sein, dass jene verpasste, ihm geraubte Kindheit, der Zwang schon ab 5 Jahren in die Erwachsenenwelt eintauchen zu müssen, die Triebfeder für das spätere - oft bizarr anmutende - Leben des Michael Joseph Jackson waren. Hinzu kamen wohl die frühen Erfolge mit den Jackson 5 und der gigantische Tonträgerverkauf in seiner Zeit als Solo-Künstler. Schnell mutierte der einstige Kinderstar zum Superstar, ja sogar zum Mega-Star. Für seine Persönlichkeitsentwicklung waren diese Jahre nicht sehr förderlich.

Er starb damit eher einsam. Inmitten einer sich längst gewandelten, globalisierten Welt, die immer noch jene Abarten des humanen Zusammenlebens uns täglich vor Augen führt, gegen die " Jacko " einst mit seinem Engagement in und für gemeinnützige, wohltätige Zwecke eingetreten war.

Die für ihn zelebrierte Trauerfeier war kein Spektakel, keine selbstdarstellerische Show von jenen einstigen Größen der afro-amerikanisch akzentuierten Popmusik und sie artete auch nicht in einen - wohl von den Medien gewünschten - Familienzwist aus. Sie war gekennzeichnet von mit trauernden Freunden und Weggefährten der Angehörigen. Mehr nicht!

Was nun die Medienindustrie hier hinein interpretieren möchte, kann ich nicht verstehen. Wenn der ZDF-Nachrichtenmann Cleber von einem Spektakel, die ARD von einer pompösen Trauerfeier spricht, sind diese Formulierungen falsch. So falsch eben, wie die Mehrzahl jener Journalisten in Jackson einen " Skandalträger " gesehen haben, weil er ein abnormes Leben führte.
Demgemäss waren viele Medienvertreter wohl auf der Suche nach Schlagzeilen, wie diese:
" Pompöse Trauerfeier für Michael Jackson "
"Du hast deinen Traum gelebt"

Das ZDF tat sich bei der stümperhaften Moderation seines " ZDF Spezial " an jenem Dienstag, den 07.07. 2009 noch besonders hervor: Der Mainzer Sender - mit dem man besser sieht - zog eine Niete aus der Tasche, die nicht nur keine Ahnung hatte, sondern darüber hinaus das sie begleitende männliche Trio um den Kult-Musikjournalisten Alan Bangs mit dämlichen Fragen nervte. Schlimmer gehtś nimmer!

Deshalb reagierten einige Zuschauer darauf hin, wie unten stehend:



Michael Jackson ist tod - ein Schock für viele. Was das ZDF aus der Trauerfeier gemacht hat, war ein noch viel größerer Schock!
Das sitzen Menschen vor dem Fernseher und sind emotional berührt von einem unglaublich ergreifenden und feinfühlig vorbereiteten Ereignis.
Die unqualifizierten Aussagen der Moderatorin waren mehr als störend. Wer ist denn nur dafür verantwortlich die Redner im Stadion von wirklich nicht informativen Fragen und absolut unnötigen Kommentaren zu unterbrechen? Wo bleibt der Respekt gegenüber den Rednern und der Trauernden?
Als absolutes Highlight an Ignoranz und Desinteresse allerdings schätze ich den Abbruch der Übertragung ein! Warum nur wird die Übertragung eines Ereignisses, dass weltweit Millionen Menschen berührt plötzlich abgebrochen? Wie emotionslos muss man sein, um zu beschließen, dass es nun genug für das ZDF und vor allem für dessen Zuschauer ist?
Wie empfohlen habe ich den ZDFinfokanal eingeschaltet. Aber auch hier wurde nicht (wie angekündigt!)bis zum Ende ausgestrahlt. Eine Frechheit!
Vielleicht kann man es beim ZDF nicht glauben, aber es gibt tatsächlich Menschen, die eine solche Übertragung bis zum Ende sehen wollen…. Mich als Zuschauer interessiert ihr Programmablauf reichlich wenig – es war die Übertragung die ich sehen wollte – deshalb hatte ich überhaupt erst eingeschaltet!
Auf CNN konnte ich dann den Rest noch verfolgen. Glauben sie mir, ich werde in Zukunft gleich einen qualifizierten Sender auswählen, der solchen Großereignissen gewachsen ist.
Meinen Unmut über dieses negative „Glanzleistung“ des ZDF überschattet im Nachhinein wirklich diese wundervolle Trauerfeier!

Dem ist rein weg nichts hinzuzufügen!

Dienstag, 7. Juli 2009

Ich liebe die Vor - und das Ende der Saison

Nun rollt sie wieder, die Urlaubslawine, bestehend aus diversen Schlangen vor den ungezählten Schalter der Fluglinien in den vielen Flughäfen Deutschlands, Europas und der Welt; aus den Hunderttausenden von PKW, Caravans und Wohnmobilen, jener großen, weißen Flotte, die bis vor kurzem noch eingemottet in den Garagen, Hinterhöfen und Scheunen standen; bestehend aber auch aus den langen Schlangen vor den Buffets in den Speiseräumen der Bettenburgen. Menschen, Menschen, Menschen, wohin das trübe Auge blickt. Ob nun mit oder ohne Begleitung, mit oder ohne Kind, mit oder ohne Urlaubsplan, sie alle wollen nur das Eine: Urlaub, Urlaub, Urlaub!

Wenn schon, denn schon, wenn, dann in den drei Sommermonaten, wenn, dann in den sechs Wochen Ferien, wenn, dann in den mindestens zwei Wochen Restjahresurlaub. Auf gehtś mit Gebrüll. In den Flieger, in den KW, in den Zug. Von Rügen bis zum Bodensee, vom Darß bis zur Eifel, von Amrum bis nach Zell am See - die Urlaubswütigen haben jetzt das Sagen.
Da hocken sie nun, in ihren gemieteten Strandkörben, unter den Vorzeltdächern bei Regen oder in den Lokalitäten bei Wind. Sie trinken, essen und warten - auf besseres Wetter. Auf bessere Zeiten zu warten, würde jetzt kaum lohnenswert sein.

Als ich kürzlich einen Artikel über die mehr als 250 Baustellen auf den Bundesautobahnen las, habe ich geglaubt, es würde viele Reiselustige davon abhalten, den eigenen fahrbaren Untersatz zu nutzen. Weit gefehlt, denn noch nie zuvor werden so viele Urlauber jene freie Zeit während der Sommermonate im eigenen Land verbringen. Das bedeutet aber auch, dass die Autobahnen zu einem Dauerstau einladen könnten. Warten, bis der Abend kommt und die Erkenntnis, dass nichts schöner sein dürfte, als bei Hitze zusammen mit vielen tausend weiteren Fahrzeugen auf eine Weiterfahrt zu hoffen.

Auch auf den Flughäfen der Republik von Flensburg bis nach München und von Berlin bis nach Köln-Bonn sammeln sich in diesen Tagen, Wochen und Monaten viele Zehntausend Passagiere,um in die geliebten Urlaubsorte gekarrt zu werden. Ob nun das 17. Bundesland Mallorca, die Seychellen oder nach Bali, die Urlaubswut der BRDler ist nach wie vor ungebrochen.Wenn eine Wirtschaftskrise tatsächlich eingetreten sein sollte, so hat sie vor den Toren der Touristikbranche halt gemacht.

Einst war deutlich zu erkennen, dass die Urlaubszeit begonnen hatte, denn die Straßen, Plätze und Geschäfte wurden zunehmend leerer. Auch heute noch gilt dieses als sicheres Zeichen dafür, dass es Sommer ist, wenn gleich das Wetter daran manchmal zweifeln lässt. Schon wenige Tage nach den Ferienbeginn in einigen Bundesländern nimmt auch die Flut der Meldungen in den diversen Nachrichtensendungen rapide ab. as berühmt, berüchtigte Sommerloch tut sich wieder auf. Inmitten des Reisedrangs fallen jedoch die Menschen kaum auf, die sich weder Urlaub noch Reise finaziell leisten können. Sie verstecken sich einfach und kommen aus ihrem Zimmer, ihrer Wohnung oder dem gepachteten Kleingarten erst dann wieder hervor, wenn der Spuk vorüber ist.

Vor vielen Jahren, während meines Studium gehörte ich weder zu den Reisenden, noch zu den Sich -Versteckenden, ich war einfach gezwungen die Zeit zu nutzen, um zu malochen. In Fabriken, an Fließbändern oder im Versand. Später durfte ich meine handwerklichen Fähigkeiten bei einem Facharzt für Ortopädie in Pennigbüttel bei Osterholz-Scharmbeck für 10,-- DM netto je Stunde unter Beweis stellen. Der Medicus versuchte ein zur Ruine verkommenes Bauerhaus zu restaurieren. Nun, die rbeit machte wenigsten Spaß, weil ich ständig an der frischen Luft war.

Nach dem Examen hatte ich ebenfalls keine Zeit großartig zu verreisen; vom Geld einmal ganz abgewesen. Nur einige Fahrten nach Schwinkendorf auf einem Bauernhof oder besser Pferdehof waren möglich. Jenseits der Hauptreisezeiten und der Zivilisation verbrachte ich dort mit meiner Familie einige anstregende Tage. Geplagt von einer Hustenallergie wegen des durch die Holzdielen aufsteigenden Ammoniaks in der Pferdepisse. Schrecklich!
Die Jahre verflogen, die Reiselawinen wurden permanent größer und ich nutzte heute die Vor - oder Nachsaison, um einige Tage zu entspannen.

Diese Zeit ist eh ruhiger. Die Menschenmassen sind längst wieder abgereist, die Sträde kaum besucht, die Lokale ebenso. Das Saisonende birgt unendlich entspannede Momente, so, wie sie im Lied von Reihard Mey beschrieben werden:



Die Tage werden kürzer und die Schatten werden länger.
Vor der Boutique friert im Kübel ein vergess'ner kleiner Baum.
Im Kurhaussaal rücken sie die Tische enger und heizen manchmal
schon den vord'ren Raum.

Der heißumkämpfte Tisch, den nur die Halbgötter bekamen,
ist nicht mehr heißumkämpft und plötzlich für dich frei.
Und dein Gesicht hat endlich für den Kellner einen Namen,
du bist auf einmal wichtig und nicht nur Tisch Nummer drei!

Die Speisekarte wird mit jedem Tag ein bißchen kleiner,
dafür mit jedem Tag ein bißchen größer die Portion:
Es muß jetzt alles weg, und wenn du es nicht ißt, ißt's keiner
ich liebe das Ende der Saison!

An den verwaisten Fahnenmasten klopfen lose Leinen
und irgendwo dort drüben schlägt ein Gartentor im Wind.
Wie all diese Geräusche deutlicher und lauter scheinen,
wenn erst die lauten Stimmen der Saison verklungen sind!

Wenn sich jetzt zwei begegnen, ist das fast eine Verschwörung,
und Wildfremde erzähl'n dir ihren ganzen Lebenslauf im Flüsterton,
denn Sprechen wäre jetzt schon eine Störung.
Jetzt hat nur noch die Post und morgens der Schuhladen auf.

Einen Sommer lang bist du um ein Paar herumgestrichen,
unverschämt teuer, doch gefallen würd' es dir schon,
seit gestern abend ist das alte Preisschild durchgestrichen:
Ich liebe das Ende der Saison!

In der Strandgalerie hängt nur ein Bild, drauf steht:
„Geschlossen", der Kiosk und das Eiscafe machen nach und nach dicht.
In Spinnweben über den verwitterten Fenstersprossen
zittern glitzernde Tautropfen im späten Sonnenlicht.

Wenn jetzt die Sonne scheint, dann ist das nicht mehr selbstverständlich,
und du nimmst jeden Strahl einzeln und dankbar hin.
Nichts ist mehr so wie's war, und du kannst spür'n:
Alles ist endlich. Auch wenn du's nicht verstehst, ahnst du doch:
Es hat seinen Sinn.

Du brauchst nicht mehr
über die Gehsteigzuparker zu meckern:
Die Autoschickimickis sind schon längst auf und davon mit ihren Pelzdamen,
deren Hunde die Wege vollkleckern
ich liebe das Ende der Saison!

Vorm Dorfkrug stehen ratlos ein paar Kästen leere Flaschen.
Im Schaukasten gilbt ein Menü aus längst vergang'ner Zeit.
Der Regen hat die Kreide von den Schrifttafeln gewaschen,
wer jetzt noch hierher kommt, der weiß ja sowieso Bescheid.

Wer jetzt noch hierher kommt, der hat gelernt, sich zu bescheiden,
und wenn er wieder geht, wird er ein Stückchen weiser sein:
Du brauchst im Leben wirklich nur, um keine Not zu leiden einen Freund,
ein Stück Brot, ein Töpfchen Schmalz und ein Glas Wein!

Und all das gibt es hier noch allemal an allen Tagen,
und wenn du klug bist, werden Leib und Seele satt davon.
„Und übrigens, die Runde geht auf mich!" hör' ich mich sagen.
Ich liebe das Ende der Saison!

Und denk' ich dabei, ich stünde gern in fernen Tagen
am Fenster einer kleinen, langsam schließenden Pension,
und sähe auf die Wege meines Lebens und könnt' sagen:
Ich liebe das Ende der Saison!

Ein wunderbarer Text; mit sehr viel Lebensweisheit und noch mehr Wahrheit über die wahren DInge unseres Lebens!