Der " Türk " hat gewonnen




Baden - Württemberg hat gewählt und dabei gezeigt, dass es neben der Koalition im Bund auch noch weitere Optionen zu geben scheint. Die eher bürgerlich, auf  tradierte Werte sowie Lokalkolorit ausgerichteten " GRÜNEN " im so genannten " Ländle " haben es dank eines fulminanten Endspurts ihren Kandidaten Cem Özdemir tatsächlich geschafft, den bieder daherkommenden CDUler Manuel Hagel ( https://de.wikipedia.org/wiki/Manuel_Hagel ) auf der Zielgeraden noch abzufangen.

Das gelang ihm wohl auch deshalb, weil Özdemir aufgrund seiner Funktion als Bundeslandwirtschaftsminister im einstigen Kabinett von Olaf Scholz einen durchaus respektablen Job machte. Vor allem konnte er die wütenden Bauer - Pöbel - Attacken auf seine Partei wegen der Rücknahme der Agrardieselsubventionen einigermaßen in Schach halten und den Flächenbrand durch die Vielzahl von rechtswidrigen Aktionen der Landwirte eindämmen. Er moderierte hierbei durchaus geschickt, so dass sein Amt nicht weiter in das Sperrfeuer der aufgebrachten Bauern geriet, sondern sich der Hass und die Wut auf seinen Parteikollegen Robert Habeck entlud.

Dass der mutmaßlich künftige Ministerpräsident des wirtschaftlich starken Bundeslandes so manchen Konkurrenten aus dem Rennen um attraktive Posten innerhalb der eigenen Partei geworfen hat, zeigt sich am Beispiel des einstigen " GRÜNEN " - Ministerkandidaten Dr. Anton Hofreiter, dem er 2021 den Ministerposten für das Landwirtschaftsministerium in einer Kampfabstimmung abspenstig machte.

Auch den Medien gegenüber zeigt sich der gebürtige Bad Uracher mit türkischer Herkunft nie um eine geschliffene Formulierung, eine leicht abgewandelte Phrase oder einen eleganten Erklärungsversuch zu aktuellen Problemen verlegen. Der 60jährige scheint nunmehr auf dem Zenit seiner politischen Karriere, die er als gelernter Erzieher bereits 1981 im " GRÜNEN " - Kreisverband Ludwigsburg begann, angekommen zu sein.

https://de.wikipedia.org/wiki/Cem_Özdemir

Der sich selbst als " anatolischer Schwabe " bezeichnende Ministerpräsident in spe gilt nicht nur längst im Ländle als assimiliert, sondern die spezifischen Tugenden des mehrheitlich immer noch konservativ und auf Abgrenzung gegenüber allen Fremden bedachten Menschenschlag zwischen den angrenzenden Bundesländern Bayern, Hessen sowie Rheinland - Pfalz nahezu lückenlos zu adaptieren.

Auf ihn scheint somit die im Rahmen einer Hetzkampagne des hiesigen Ministerpräsidenten öffentlich heraus posaunte Behauptung, dass sein " Hund eine bessere Ausbildung als so mancher " GRÜNEN " - Politiker habe " wohl kaum zuzutreffen. Der selbst nur halbgare Markus Söder ( er kann nur das erste juristische Staatsexamen vorweisen; wenngleich eine wohl nicht plagiierte Promotion ) dürfte sich wohl kaum über das Wahlergebnis des Nachbarlandes BW erfreut haben. Schließlich galt bereits Özdemirs Vorgänger Michael Kretschmann als ein eher schwierig, so dass es mit dem eher eloquenten Politiker Cem Özdemir noch unangenehmer werden könnte.

Nun, ja, jetzt ist in BW erneut ein Realo - " GRÜNER " am Ruder. Vielleicht hat er einige realistische, neue Ideen, wie die drohende Machtübernahme im Osten durch die Postfaschisten der AfD noch verhindert werden kann?  


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