Cyril, wir haben ein Problem!
Wenn eine Stadt mehr als 4 Millionen Einwohner verzeichnet, jedoch die Infrastruktur dem Wachstum nicht mehr entspricht, entstehen zwangsläufig diverse Versorgungsprobleme. Die zeigen sich in vielfältiger Weise innerhalb des Tagesablaufs. Irgendwo wird irgendwann die Energiezufuhr ausfallen. Der Müll bleibt liegen, der Verkehrs kommt zu Erliegen oder es funktioniert gleich gar nichts mehr.
Von solche Erlebnissen können die Bewohner der südafrikanischen Millionenstadt Johannesburg ( https://de.wikipedia.org/wiki/Johannesburg ) ein Lied singen. Teile der knapp 4,1 Millionen ( im Großraum sind gar mehr als 8 Millionen Menschen registriert ) umfassenden Stadt klagen seit einigen Wochen über den Zusammenbruch der Trinkwasserversorgung.
Zwar dürfte die " Wasser Krise " ein hausgemachten Phänomen sein, denn neben überwiegend maroden Versorgungsleitungen, einer Dürrephase in den jetzigen Sommermonaten, der ewig grassierenden Korruption, spielt hierbei das ungezügelte Bevölkerungswachstum die Hauptrolle.
Obwohl der partielle Trinkwasser - Notstand längst keine einmalige Erscheinung ist, denn bereits ab März 2024 sowie ab Juli 2025 war die Versorgung in verschiedenen Stadtteilen zusammengebrochen.
Daran haben sich große Teile der Johannesburger anscheinend gewöhnt. Schließlich werden Proteste deswegen nur am Rande wahrgenommen. Es kommt allenfalls zu nahezu resignativen Aussagen von Betroffenen. Die erkennen in dem veralteten, damit sehr maroden Leitungssystem die Hauptursachen für den Versorgungsnotstand in der Millionenstadt.
Dabei sind die Menschen es selbst, die diesen Zustand hervorgerufen haben. Der jährliche Bevölkerungszuwachs beträgt im Großraum der Stadt um die 2 %; der des Landes selbst ist von 13 Millionen im Jahr 1950 von 13 Millionen auf mehr als 65 Millionen in 2025.
Wenn immer größere werdende Menschenmassen sich auf zu kleinen Raum befinden, kommt es eben zu chaotischen Zuständen, wie den Zusammenbruch der Trinkwasserversorgung, was sich auf die örtlichen Lebensbedingungen negativ auswirkt.
Damit ist nicht der Zustand des Leitungssystems die Hauptursache für den jetzigen Zustand, sondern das rasante, unkontrollierte Bevölkerungswachstum. Daran lässt sich durch eine einschneidende Geburtenregelung einiges ändern. Allerdings nur dann, wenn die Politik und deren Vertreter entsprechende Maßnahmen einleiten. Hierzu fehlt es offensichtlich an dem erforderlichen Willen.
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