Wenn die Identität gestohlen wurde
Die Frühnachrichten im Radioprogramm der ARD - Infonacht oder von MDR aktuell sind zwar so manches Mal gleichlautend, doch es gibt hier regelmäßig Beiträge, die eigens von den Redaktionen der Landesrundfunksender erstellt werden. Da hörte ich heute gegen 6.15 Uhr diesen Beitrag:
Das es inzwischen unzählige Varianten auf dem Gebiet der Internet - Abzocke gibt und nahezu tägliche weitere hinzukommen, dürfte nicht nur den sich damit beruflich Befassten klar sein. Ob es sich dabei um präparierte Emails, gehackte Kundenkonten oder im Darknet erworbene Datensätze handelt, ist dabei nur ein Randproblem. Entscheidend dürfte eher das eigene Dazutun sein. Wer selbst persönliche Daten innerhalb eines Dialogs mit dem vermeintlichen Finanzdienstleister preisgibt, läuft Gefahr, dass sein dort unterhaltenes Konto geplündert wird.
Obwohl eine Vielzahl von Medien vor den diversen Betrugsmaschen in schöner Regelmäßigkeit warnen, gelingt es den Kriminellen dennoch selbst jene Internetnutzer über das Ohr zu hauen, für die der Umgang damit längst zur Routine geworden ist. Wer aus der Flut von elektronischen Mitteilungen jene aussortieren möchte, in denen eben eine Abzocke lauert, benötigt Geduld, Zeit und auch Nerven. So ist es durchaus nachvollziehbar, wenn selbst ein bewanderter Nutzer mit einer kritischen Grundeinstellung auf Betrugsmaschen herein fallen und dabei viel Geld verlieren.
Wenn die Betrugsmasche erst verfängt, der Geschädigte eine Strafanzeige gestellt hat, sind die Chancen einer strafrechtlichen Verfolgung des Betrügers eher gering. Und selbst wenn es gelänge, den Täter zu ermitteln, wird der Geprellte kaum sein verlorenes Geld von diesem zurück erhalten. Es wurde zumeist längst ausgegeben worden.
Es gilt der einstige Grundsatz: " Wo nichts ist, hat der Kaiser sein Recht verloren".
Weil eben Jeder zu jeder Zeit Opfer einer diffizilen Betrugsmasche werden kann, haben wir einige Verhaltensmuster entwickelt. Dazu zählen:
. Es wird kein Festnetzanschluss genutzt
- Es wird auf keine, nicht in die Liste aufgenommene Rufnummer reagiert
- Es wird auf keine unbekannte Email gelesen
Damit fallen bereits Dutzende Mitteilungen, die täglich über die Kommunikationsgeräte empfangen werden aus dem eigenen Fokus heraus. Dazu informieren wir uns zu den möglichen Betrugsmaschen.
Aufgrund der Fülle von - nicht nur - elektronischen Nachrichten gestaltet sich dieses im Tagesablauf zwar nicht immer einfach, weshalb wir uns dazu eben austauschen. Motto: Lasse uns einfach mal wieder reden, bevor wir weiter kommunizieren.
Und: " Augen auf und Sinne klar, schützt vor Unfall und Gefahr ".
Nie war diese Empfehlung aus der Unfallprävention so wichtig. Denn die Betrügereien lauern genauso häufig im Netz, wie es diese im Verkehr oder vor allem auch im Haushalt gibt.
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