Der gläserne Tourist


 


Der wirre Irre im Weißen Haus hat erneut ein weiteres Folterinstrument aus dem unendlich großen Kasten der menschlichen Grausamkeiten gezogen. Er möchte über seine willfährigen Untertanen in der Behörde eine weitere , gravierende Änderung der bereits längst praktizierten rigorosen Einreisebedingungen für sein so " großartiges " Amerika, durchsetzen Diese könnten - so einige Medienberichte -  ab Februar 2026 in Kraft treten. Damit hebelt der " demokratische Diktator " in Washington die bislang vorgesehenen, erleichterten Einreisevorschriften, die auf eine Aufenthaltsdauer von bis zu 90 Tagen gelten, faktisch aus. 

Neu dabei ist, dass auch die bislang - freiwillig? - zu erteilenden Angaben über die eigenen Aktivitäten in den " Sozialen " Medien nunmehr auch für Touristen zur Pflichtangabe ausgeweitet werden: 

https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/usa-einreise-angabe-social-media-aktivitaeten-100.html

Die Frage, die sich ein Außenstehender dabei stellt, könnte lauten:

" Wem bringt diese Schnüffelei etwas? "

Zunächst einmal den Trump Günstlingen in der so genannten Heimatschutzbehörde, sodann denen in der Einwanderungsbehörde und selbstverständlichen jenen, die für die Bespitzelungsorgane tätig sind. Ein umfassender Katalog an sehr persönlichen Daten sowie deren darauf basierenden Verknüpfungsmöglichkeiten dürften ein wahres El Dorado für die Berufsneugierige darstellen.

Weil die Yankees nicht erst seit 9/11 unter einer ausgeprägten Paranoia, bezüglich der eigenen Gefährdung durch Außerirdische oder ähnliche, ihnen grundsätzlich feindlich gegenüber stehenden menschlichen Wesen, leiden, lässt sich dieses Vorgehen durchaus als systemisch betrachten. Wer viel Zwietracht durch egomanisches Verhalten sät, erhält diese in anderer, gebündelter Form zurück. 

Trumps Denke ist simpel: Wer nicht für mich ( uns ) ist, muss dann gegen mich ( uns ) sein.

Dabei führt er eigentlich nur jene Maßnahmen, wenn auch in sehr verfeinerter, dem aktuellen Stand der Kommunikationstechniken entsprechend, fort. Bereits in den 1980ern war es nicht jeden Erdenbürger vergönnt, das gelobte Land des Haifisch - Kapitalismus betrachten zu dürfen. Einst musste ich eine ellenlangen Fragenkatalog zu dem gestellten Visumantrag bei dem US Konsulat in Hamburg ausfüllen bzw. Auskünfte über meinen Personenstand, die Gesundheit, zu Vorstrafen oder dem Zweck der Einreise geben.

1984 war dieses erneut der Fall. Damals löste Reagan den Demokraten Jimmy Carter ab. Aber selbst der selbst ernannte Hardliner Ronald Reagan hatte es nicht drauf, die Einreisegesetze so zu verschärfen, dass nach der politischen Richtung oder dazugehörigen Aktivitäten Angaben erfolgen müssen.

Als ich von den Plänen des Kasper in Washington hörte, fiel mir ad hoc ein Lied des Konstatin Wecker ein, der vor Jahrzehnten festhielt:


 Amerika, Amerika

du bist so fern und doch so nah
denn du bist immer für uns da
Amerika.

An jeden ziehts doch zu dir hin
von Unterhaching bis Berlin
von Ming Cheng Chau bis Feuerland
träumt jeder von dir freies Land
auch ich wär gern von dir entsklavt
ich darf nicht - ich bin vorbestraft
mir bleibt der Traum von Florida
wo ich mal mit der Nori war
wir waren täglich shoppen
das war durch nichts zu toppen

Amerika, Amerika...


Wir jubeln dir von Ferne zu
endlich regiert dich Dabbelju
der wäre uns erspart geblieben
hätt man in Texas abgetrieben
er ist kein großer Denker
dafür ein Freund der Henker
er kriecht der Wirtschaft in den Arsch
und bläst dem Rest der Welt den Marsch
es bleibt dabei Verschwendung pur
scheißt doch auf Umwelt und Natur
doch deine Schuh von Nike
die leik i

Amerika, Amerika ...

Wenns auf der Welt irgendwo brennt
kommt deine Army angerennt
dann wird gebombt gelöscht wird nie
für Freiheit und Demokratie
was du auch schickst über den Teich
wir schlucken′s unbesehen gleich
ob Schily Schill und Schröder
wir werden immer blöder

Amerika, Amerika ...

Jetzt sitz ich hier und warte
auf deine Greene Karte

Textfassung CD Vaterland (2001)

Amerika, Amerika
du bist so fern und doch so nah
denn du bist immer für uns da
Amerika.


An jeden ziehts doch zu dir hin
von Unterhaching bis Berlin
von Ming Cheng Chau bis Feuerland
träumt jeder von dir freies Land
auch ich wär gern von dir entsklavt
ich darf nicht - ich bin vorbestraft
mir bleibt der Traum von Florida
wo ich mal mit der Nori war
wir waren täglich shoppen
das war durch nichts zu toppen

Amerika, Amerika...

Wir jubeln dir von Ferne zu
endlich regiert dich Dabbelju
der wäre uns erspart geblieben
hätt man in Texas abgetrieben
er ist kein großer Denker
dafür ein Freund der Henker
er kriecht der Wirtschaft in den Arsch
und bläst dem Rest der Welt den Marsch
und will die Welt sich noch befrein
muss sie amerikanisch sein
doch deine Schuh von Nike
die leik i

Amerika, Amerika...

Wenns auf der Welt irgendwo brennt
kommt deine Army angerennt
dann wird gebombt - gelöscht wird nie
für Freiheit und Demokratie
und ich sitz ich hier und warte
auf deine Greene Karte

Amerika, Amerika...

 

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