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Samstag, 19. November 2011

"Die Schimmelreiter ", ein aus dem Grünen des nördlichsten Bundeslandes kommender Film mit Tiefgang.



Was ist denn eigentlich ein " Roadmovie "? Wieder so ein Anglizismen? Oder etwa nur eine hoch trabende Bezeichnung für profane Landschaftsbilder, die sich filmisch aneinander reihen? Von allem eigentlich etwas. Der Filmmarkt hat im Verlaufe der vielen Dekaden so manche Skurillität hervor gebracht, die sich dann in einer bestimmten Schublade einordnen lassen. Dieses gilt dann seit etwa den frühen 60er Jahren für die aus den USA kommende Titulierung eines "Roadmovie".


 http://de.wikipedia.org/wiki/Roadmovie

Was in dem großen, weiten Land der angeblich unbegrenzten Möglichkeiten während der endlos langen Autofahrten oder der Reisen mit der Eisenbahn an Erlebnissen möglich wird, soll somit der " Roadmovie " darstellen. Wobei die Handlungen immer in das jeweilige Landschaftsbild eingefügt werden..

Ein solcher Film lief am Freitag, 18.11.2011 ab 20.15 Uhr in dem ARD-Spartensender Eins Festival unter dem Titel " Die Schimmelreiter ". Der Inhalt des Films ist eher simpel:
Ein in er dithmarscher Provinz tätiger Lebensmittelkontrolleur möchte sich verändert. Zunächst nur räumlich und wird deshalb im Hamburger Amt bei einem leitenden Kollegen vorstellig. Der lehnt dessen Ansinnen ab und gibt dem Rock 'n' Roll-Fan mit der Elvis-Tolle zu verstehen, dass er bei ihm nicht landen wird. Nun trägt der Bewerber ordentlich dick auf. Der Kontrolleur Fuchs ( Peter Jordan ) behauptet nun, dass er zwar unabkömmlich wäre, weil die dithmarscher Behörde ohne seine Kompetenz und Erfahrung nicht funktionstüchtig bleibt, er aber dennoch bereit sei, nach Hamburg zu wechseln, um seine beruflichen Erfahrungen hier einzubringen. Der genervte Amtsleiter stimmt letztendlich zu und macht dieses von einem Gefallen abhängig. Der Kontrolleur nimmt den Deal an und bekommt den chaotischen Bruder aufgedrückt.

Tilman, so heißt dieser, ist ein Zyniker par ecellence und Lebenskünstler, tritt in der Folgezeit von einem Fettnäpfchen in das nächste. Er gibt sich nicht nur provokant in der schleswig-holsteinischen Prärie, sondern zudem lässt er auch noch wegen seines abgebrochenen Studium gegenüber den dort eher einfach gestrickten Bewohnern den Belesenen raus hängen. Das kommt nicht gut. Die meisten Menschen im Film sehen zwar darüber hinweg; als er jedoch eine Gruppe von Minderjährigen, die sich Bier trinkend schon in den frühen Morgenstunden vor einer zu überprüfenden Imbißbude ordentlich die Kante geben, in die Mangel genommen. Schwer lädiert kommt er ins Krankenhaus, wo er dann gleich zu einer Alkoholentgiftung verfrachtet wird. Der Stationsarzt meint es gut mit ihm, denn schließlich ist Tilman noch nicht im Vorruhestandsalter.

Was der eigentliche "Verrecker" zuvor von seinem aus Hamburg angereisten Vater und seinem älteren Bruder zu hören bekommt ist nicht schön. Es hilft ihm jedoch wieder auf die Sprünge und zurück in ein geregeltes Leben ohne Alkoholdröhnungen und Aufputschpillen aller Art.
Tilman, glänzend gespielt von Axel Prahl, ist ein Unikum. Er zeigt den Weg eines Unternehmersohnes, der sich gegen Alle und Jedes auflehnt, ohne selbst ein Lebensziel zu definieren. " Spießertum" in Dithmarschen; natürlich gibt es dieses dort zu hauf und in dem Tor zur Welt, in Hamburg gleichfalls.  Wer jedoch selbst kein eigenen Lebensweg beschreibt, kann sich trefflich über die spießige Gesellschaft mokieren, denn da sind sämtliche Mitmenschen dann eben Spießer.

" Die Schimmelreiter" eine Persiflage auf den Sohn des nördlichsten Bundeslandes, Theodor Storm, der in Husum geboren, der dem grünen Land mit Meer, Deichen und Stränden nie abholt wurde. Warum auch? Storm, der gelernte Jurist, war  einst ein glänzender Poet, ein Dramaturg und exzellenter Menschenkenner. Klar, Dithmarschen ist auch landschaftlich betrachtet überall. Das " Roadmovie " zeigt es hier mehr als deutlich. Weshalb aber die Pampa immer mit einem negativ Image behaftet sein muss, hat sich mir nach Ende des prima produzierten Films auch nicht erschlossen.

Kommentare:

Octapolis hat gesagt…

Beileid SVW, mein Freund! ;o)

Lobster53 hat gesagt…

Nu, dat war ein Ausrutscher; kann scho ma passiern! Am nächsten Spieltag werden die Voraussetzungen andere sein. Und die Bazis haben sich ja auch nicht mit Ruhm bekleckert. Von wegen Alleingang, einsam dreht der FCB da oben seine Kreise oder so spielt der neue Deutsche Meister. Leider war es ein Rückfall in die alten Zeiten der letzten Saison.

Die Lokalzeitung hat gesagt…

Ähm ich lass wenigstens mal ein Gruß da, weil ich zu dem Thema wenig zu sagen hab ;-D
Manu

Lobster53 hat gesagt…

Danke! Sowohl der Fußball als auch ein Roadmovie wie " Die Schimmelreiter" haben so ihre Eigenarten. Für beide gilt: Das Leben kann manchmal grausam sein!

Die Lokalzeitung hat gesagt…

Hey Jürgen,
hier ist mal der Link zu meinem neuen Blog. Möchte da eher anonym bleiben drum wirst du dort meinen Namen nicht lesen. Ich nenne mich dort Themis. http://sycophantiose.blogspot.com/
Schau einfach mal rein. Da steht was das Leben schreibt ;-D
Grüßle