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Mittwoch, 3. Oktober 2012

Vili versus Wili = Vili ² ?





Was geschah am 11.09.2001? genau, die Zwillingstürme des World Trade Center stürzten ein, nachdem dort jeweils ein Passagierflugzeug hinein gerast war. Die Ursachen und Folgen sind inzwischen bekannt. Die Welttrauergemeinde überschlug sich mit Beileidskundgebungen und mehr. Die Yankees zettelten Kriege gegen den Terrorismus an. Sie bombadierten Afghanistan, den Irak und rührten auch sonst mächtig in dem Suppentopf der Weltpolitik herum, um die Bösen dort heraus zu fischen.

Wegen dieses Ereignisses sollte einst ein UEFA-Cup - Spiel des SC Freiburg im ungarischen Puchov gegen den dortigen Verein SK Matador am Fuße der Weißen Kaparten abgesagt werden. Was Fußball mit diesem Ereignis zu tun hat, konnte bereits vor mehr als 11 Jahren kaum ein Funktionär schlüssig begründen. Deshalb fand die Begegnung statt und endete - nach einem grausame Kick - schiedlich, friedlich 0:0.

http://www.kicker.de/news/fussball/uefa/spielrunde/europa-league/2001-02/1/557846/spielanalyse_fk-puchov-3470_sc-freiburg-7.html

Das Rückspiel am 27.09.2011 gewannen die Breisgauer dank eines Last - Minute - Tores von Ibrahim Tanko mit 2:1 und kamen eine Runde weiter.

http://www.rsssf.com/tablesd/duitec-freiburg02.html

Ich bin mir nicht sicher, ob es zu diesem Spiel überhaupt Fernsehbilder gab. Zumindest zeigte RTL nach der Dauer - Sondersendung zu den New Yorker - Ereignissen ab 22.30 Uhr endlich Fußball. Es spielten Schalke 04 gegen Athen und Borussia Dortmund gegen Dynamo Kiew. Spät, aber nicht zu spät glotzte ich denn bis Mitternacht die RTL - Sendung. Dabei hätte ich mich auch für das Spiel der Freiburger interessiert. Stattdessen gab es auf allen oder beinahe allen Kanälen die gleichen Bilder aus Manhattan und nahezu das gleiche Gesabbel zu jenem Ereignis, das angeblich die Welt verändern sollte.
Wie gerne hätte ich sie damals gesehen, die " vilis " von SC Freiburg!
 Ob nun Levan Tskitishvili, Levan Kobiashvili oder Aleksandr Iashvili. Dann gab es noch den bundesdeutschen Pedanten zu diesen " vilis ", nämlich Tobias Willi, den der einstige Trainer Volker Finke jedoch nicht immer in der Stammformation spielen ließ.
Der damalige Sat1 -  Ran - Kommentator, der Dummschwätzer Hermann, eigentlich ein Bazi-Lobhudler, pharsierte zu jener Zeit während eines SC - Spiels: " Bei so vielen " vilis " verliert der Zuschauer sehr schnell die Übersicht. Auch das Freibruger Publikum machte seinen Spass daraus und ließ bei der euphorischen Spielernennung durch den Stadionsprecher immer ein " wili " folgen.

So wurde aus :

 Richard Golz(vili) - Oumar Kondé(vili), Boubacar Diarra(vili) - Sebastian Kehl(vili) -

Levan Tskitishvili(vili), Soumaila Coulibaly(vili), Andras Zeyer(vili), Levan Kobiashvili(vili)

Ibrahim Tanko(vili) - Adel Sellimi (vili), Aleksandr

Iashvili (vili). Der Trainer Finke hieß deshalb Finke(vili).

Den georgischen Spielern verpassten die Zuschauer somit einem doppelten vili-wili.
Nun die Zeiten für den SC wurden schlechter. Der Verein stieg aus der 1. Liga ab. Die Georgier mussten verkauft werden. Levan Kobiashvili verließ für viel Geld den Verein und ging zu Schalke 04. Levan Tsitishvili ging zum VFL Wolfsburg, Aleksandr Iashvili zum Karlsruher SC.

Doch es hatte sich damit beim SC Freiburg noch lange nicht ausgevilit. Tatsächlich schaffte es Finke und der einstige Präsident Stocker alsbald einen neuen " vili " zu verpflichten. Er hieß
Otar Khizaneishvili und fungierte dort ab 2004 in der Abwehr. Die " vili " - Zeit war jedoch spätestens mit dem Abschied von Volker Finke als Trainer des SC endgültig vorbei.

http://www.focus.de/sport/fussball/bundesliga1/vereine/sc-freiburg-stocker-finke-und-die-vilis_aid_703034.html

Schon damals stellte ich mir die Frage, was es denn eigentlich mit dem Namensteil " vili " auf sich hat. Die Erleuchtung kam mir spätestens während der Anmoderation des Fußball - Ländespiels Island gegen die Bundesrepublik, als der Moderator der ARD und HSV - Phrasiologe Gerhard Delling dem ahnungslosen Zuschauer erklärte, warum die Isländer in dem Namen den gleichen Zusatz " son " haben. " Son " heisst eben Sohn und deshalb bedeutet der Name Magnús Pétursson, dass es der Sohn des Petur ist und

Eiríkur Rögnvaldsson somit der Sohn des Rögnvald ist. Der feminine Pendant wird " dóttir" bezeichnet. Also Tochter. Weshalb der derzeitige Premierministerin des Landes Jóhanna Sigurðardóttir, eben die Tochter des Sigurðar ist.
Ähnliches auch die Herkunft der ungezählten " vili - wili " - Namen in Georgien zu erklären. " Vili " bedeutet nichts anderes als der Sohn.

http://www.geogen.ge/indexen.php?id_menu_up=2&lang=en&id_menu=37&abc=0

Deshalb standen sich bei der Wahl in Georgien am 1. Oktober auch zwei " wili " gegenüber, nämlich der Amtsinhaber Michel Saakaschwili und der Oppositionsführer Bidsina Iwanischwili. Der Ausgang der Wahlen ist inzwischen bekannt. Der Herausforderer und Milliadär Iwanischwili siegte klar vor dem Amtsinhaber. Das Volk - soweit Anhänger des einen " wili " - jubelte, während die Getreuen des anderen " wili " eher enttäuscht die Fahnen und Parteienbleme abmontierten. Die Wahlen sind vielleicht doch so etwas wie ein Fußballspiel. Es gibt dort Sieger und Verlierer.
Ob der Milliadär ( der Aussenstehende darf sich da schon die berechtigte Frage stellen, woher der Iwanischwili das viele Geld her geholt hat, wenn das Land Georgien eher zu den armen Staaten der Welt zählt ) tatsächlich diesen Staat demokratisieren kann, steht genau so in den Sternen, wie die Frage, was ein autokratisch strukturierter Staatsapparat mit dem geäußerten Wunsch des Wahlsiegers gemein hat, sich für eine Aufnahme inder NATO zu bewerben?

http://de.wikipedia.org/wiki/Georgien

Es gibt bestimmt dringendere Probleme und andere Aufgaben zu lösen, als jene erstrebte NATO - Mitgliedschaft. Das Bruttoinlandsprodukt je Einwohner Georgiens liegt bei 2.684 US $. Ein lächerlicher Wert; womit auch deutlich wird, dass mehr als die Hälfte der Bewohner unterhalb der Armutsgrenze leben.
Da sollte der neue " wili " von seinem Reichtum einige Millionen abgeben und jene Reformen durchführen, die der alte " wili " zwar zugesagt, jedoch nie umgesetzt hat. Sonst hat es sich auch bald wieder ausgewilit.

1 Kommentar:

Octapolis hat gesagt…

Wieder was gelernt. ;o)