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Samstag, 31. Mai 2014

Rentner - Rolli - Rallye bei " Kaufland ".



Der Mai ist gegangen, die Sonne kommt raus. Aber nicht nur die, denn heute ist Freitag. Nicht Freitag der 13., sonder Freitag der 30. Mai 2014. Wäre es nicht Freitag der 30., dann hätten wir in den frühen Morgenstunden nicht das Chaos pur bei der " Kaufland " - Filiale in Dresden - Naußlitz erlebt. So aber steht nicht nur das Wochenende vor der Tür, sondern s ist mal wieder Ultimo. Ultimo, dass bedeutet für viele Lohn - und Gehaltsempfänger, dass wieder Geld auf dem schon arg strapazierten Konto geflossen ist. Dieser Tag bedeutet aber auch, dass die etwa 20,61 Millionen Rentenbezieher auch frischen Geld auf ihrem Konto verbuchen können.

So weit, so bekannt. Da aber gestern auch noch ein Feiertag war, strömten schon in den ersten Stunden nach Öffnung des Supermarktes Massen mit leeren Einkaufswagen, leeren Kühlschränken und dezimierten Vorräten in das Einkaufsgetümmel. Das Konto ist ja wieder gefüllt! Demgemäß heißt es am Fritag, den 30. Mai 214 in Stadt, Land und Peripherie: Auf, auf zum fröhlichen Supermarktangebote - Jagen.

Mit schwante schon nichts Gutes, als ich auf das Parkdeck der Einkaufshalle fuhr, aber meine Befürchtungen sollten an jenem Freitag, den 30. Mai 2014 ab 10.30 Uhr noch weit übertroffen werden.Da standen sie, jene PS - Monster, Kleinwagen oder Schicki - Micki - Varianten derselben und stierten lautlos vor sich hin. Nur wenige von ihnen rollten aus den viel zu engen Parkflächen heraus. Ihre Besitzer hatten bereits die Schlacht geschlagen und begaben sich auf den Nachhauseweg.

Wir ergatterten abseits von den Hauptflächen einen Platz. Um zu vermeiden, dass ich irgendwann, wenn es noch voller wird, rückwärts heraus fahren muss, stellte ich unseren roten Teufel gleich mit der Front zum Ausfahrtsweg. Well done! Noch flugs einen Euro aus dem Geldbeutel gezogen und sich einen, der nur wenigen Einkaufswagen geschnappt. Dann immer der Meute nach. Wie ein Lindwurm zog sich die Kundenschlange zu dem Eingangs - und Fahrtstuhlbereich. Beim dritten Versuch funktionierte es dann auch mit dem Herunterfahren. Die Fahrstuhlkabinentür öffnete sich und wir starrten auf eine dort wartende Menschenmasse - die wiederum auf uns. Ihre Gesichter verrieten jene Gedanken, die jeder von kennt, wenn er irgendwo, irgendwann und irgendwie auf Etwas warten muss. " Nun steigt schon endlich aus, damit ich einsteigen und den Vorort zur Hölle hier verlassen kann. "

Wir schoben uns in das Gewühl vor den Obst - und Gemüseständen. Paprika, Tomaten, Salat füllte den Einkaufswagen. Es folgten Trauben, rot, ( aus Griechenland - das hilft die Schulden, verursacht von den verbrecherischcne Banken des Landes abzubauen ) kernlos, Bananen, gelb, krumm ( nach EU - Norm ) sowie Erdbeeren, 500 Gramm - Packung, deutsch ( vielleicht aber auch polnisch oder halb - polnisch, weil von einer Polinnen gepflückt? )

Dann kommt es fast zu einem Eklat: Ich kurvte in Sterling Moss - Manier ( dat war ein englischer Rennfahrer ), um die wie Monolithe in dem Gang zu den Konserven stehenden Scheintoten herum. Alles silbergrauhaarige Zossen mit grauen Hosen und geschmacklosen, bunten Billig - Hemden, die sich als Chauffeur für ihre nur knapp jüngere Ehefrau verdingen müssen und die die Beweglichkeit eines Esels beim Heu fressen haben. Während sie gezielt und fachkundig die Artikel in den Korb legt, fährt er gedankenlos rechts, link und mittig weiter. Ein Horror - Szenario für jeden noch jung, dynamisch und nicht übergewichtig gebliebenen Vertreter der " Zaungast " - Generation. Plötzlich schoss eine gut proportionierte Siebzigerin schräg von einem der Grabbeltische mit Gemüse und will zu ihrem Willi auf der gegenüber liegenden Seite; ich will aber geradeaus fahren und sie muss vermutlich abstoppen, um nicht mit ihrer Wampe an meinen Metall - Roller zu geraten.

Ich bin längst 10 Meter weiter gefahren, als meine bessere Hälfte kurz hinter mir aus dem Gewühl hervor kommend fragt: " Hat die jetzt gerade Trottel zu dir gesagt? " Ich antworte: " Weiß ich nicht, ich hab´nix gehört. Trottel? ". Dann fügte ich hinzu: " Wer war das? "
" Na, die da in dem hellen Pullover am Stand. ", antwortet meine bessere Hälfte.
" Nee, ich hab´nichts mitbekommen. "
" Du bist wohl mit ihr zusammen gestoßen? ", stellt sie fest.
" Ach, was, ich war längst weg. Die blöde Kuh!", sage ich noch, ehe ich um die Kurve fahre.

Rechtlich betrachtet, war das Wort " Trottel " zwar eine Beleidigung. Da die Genervte es aber nicht von Angesicht zu Angesicht aussprach, ist es keine beleidigende Äußerung; ergo: straflos!
Hach, wie schön spannend war das Strafrechtsseminar bei Otto Backes damals an der Uni Bremen.

Weiter treiben wir in dem Gewimmel von Rentnern und anderen Nicht - Werktätigen. Dass mit dem Freitag einkaufen gehen, war ein riesiger Flop. Zwar sind die Angebote noch vorhanden, aber diese Rentner mit ihren Rollis, Konsum - Schlitten aus Draht und der Langsamkeit einer Schildkröte bei 45 ° auf den Galapagos - Inseln - es nervt ab!

Wir erreichen wohl erhalten, also ohne Blessuren, Karambolagen oder abrupte Abbremsmanöver die Kassenzonen. Alle piependen Scanner - Monster sind in Betrieb. Es herrscht Vollast auf ganzem Gebiet. Massen stehen im Kassenbereich.
Die Abfertigung, also das Ausladen, auf das Band stellen und wieder Einladen sowie der Bezahlvorgang verlaufen relativ zügig. " Dabei folgt die Routinefrage der Kassiererin: " War alles In Ordnung? ". Hmmh, hört sich irgendwie norddeutsch, ja sogar nach Hannover und umzu an. Aber? Sollte es eine Stundentin sein, die da bei " Kaufland " ihr Einkommen aufbessert? Nö, danach sieht die nicht aus! Aber, ganz schön üppige Leibesfülle, ist ja heute kein Ausschlusskriterium mehr.

Ab, zu dem Parkdeck und vorbei an Rentern, Rentner, Rollis. Rollis, Rentner, Rentner, Ruheständler, Rentenkassen - Alimenteuren, Hartzern, ALG II ern?
Wie nennt sich der CDU - Verdummungsbegriff von von der Leyen? " Lebensleistungsrente"?
Die blöde Schnepfe! Was hat Rente heute noch mit Lebensleistung zu tun? 45 Beitragsjahre bekommen doch nur noch wenige voll.
Dummes Gequatsche von der Belastung durch die Rente mit 63.

Die, die wir hier, an jenem Freitag, den 30. beim Konsumieren getroffen haben, sind aber schon länger dabei. Mit ihren Rollis, Baseball - Kappis a´la´US - Rentier mit Anwesen in Florida oder den Schmalhans - Beziehern mit DDR grauer Hose und hässlichem bunten Hemd von " KiK ".

Nie wieder Einkaufen nach einem Feiertag, auf einem Freitag in den Morgenstunden! Weil - Rentner - Alarm!



" Eric Burdon and the Animals " aus dem angeblich Revoluzzer - Jahr 1968
" When I Was Young ":




 





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