Neujahrswünsche 2026



Das Jahr 2026 hat bereits eine Woche abgespult. In diesen 7 Tagen ist nicht nur auf der Welt einiges passiert. Die meisten, mehr oder weniger bekannten Abläufe im Leben eines Menschen sind aber beinahe gleichgeblieben. Die Sonne, um die  sich die Erde dreht, geht jetzt wieder einige Minuten früher auf. Der Winter ist tatsächlich ein solcher. Der Strom - mit Ausnahme in einem Berliner Stadtteil - aus der Steckdose. Auch die sich jährlich wiederholenden Verpflichtungen sind geblieben. Die Einkommensteuererklärung, der Wocheneinkauf oder das tägliche Füttern der drei verbliebenen Kater stehen auch im Jahr 2026 auf der Agenda.

Dieses und noch viel mehr wird sich wohl in den verbleibenden 358 Tagen nur unwesentlich verändern und dabei vollkommen unbeschadet davon, was die Hirnamputierten im Weißen Haus, im Kreml oder anderswo an irrsinnigen Plänen sonst noch heraus posaunen oder umsetzen werden.

Zu den best gehassten Verpflichtungen zählen aber auch die vier Überweisungen der Rundfunk - und Fernsehgebühren in Höhe von - derzeit - 55,08 Euro an die Beitragsservice GmbH in Köln. Diese eher ärgerlichen Ausgaben, von den Rundfunk - und Fernsehanstalten zwangsweise beigetrieben, führen seit vielen Jahren zu kontroversen Diskussionen über das Für und Wider des öffentlich - rechtlichen Systems. In regelmäßigen Abständen stellen genervte Zwangsgebührenzahler deswegen zum Teil polemische Beiträge ein, die allesamt den Jetztzustand der beiden Hauptsender ARD und ZDF beschreiben und deren Abschaffung fordern.

Hierzu las ich denn heute Morgen jenes Traktat: 

https://www.msn.com/de-de/nachrichten/politik/ard-und-zdf-sind-kaputt/ar-AA1TE1cT?ocid=winp2fp&cvid=695dd3a250d7438eb5a3a30f9e17093e&ei=59

Da ist einiges an Wahrheit enthalten oder um es mit den geflügelten Worten des fiktiven Senders Radio Eriwan auszudrücken: " Im Prinzip, ja ". Um das Althergebrachte zu modernisieren, bedarf es bekanntlich neben einem festen Willen dazu, vor allem gute Ideen.

Dabei können jene Hetzkampagnen aus dem faschistoiden Spektrum wenig hilfreich sein. Eine Forderung nach einer kompletten Abschaffung der ÖRs dürfte deshalb wenig hilfreich sein, denn eine derartige Maßnahme liefe dem grundrechtlich verbreiften Anspruch eines jeden Bürgers auf Meinungs - und Informationsfreiheit entgegen. Wohl aber könnte - wie der Verfasser es in dem obigen Artikel anklingen lässt - eine tiefgreifende Strukturreform dahingehend erfolgen, dass lediglich für die Informationssendungen Gebühren verlangt werden; alle andere angebotenen Programminhalte werden hingegen kostenpflichtig nach individuellen Wunsch abrufbar sein. Ein so genanntes Paketangebot, dass nur bestimmte Sender enthält, wäre ebenfalls als eine gerechtere Lösung denkbar.

Da die Privatsender dieses bereits vorexerziert haben, dürfte es ein Leichtes sein, diese Variante aufzugreifen und schnellstens umzusetzen. Denn aufgrund einer drohenden AfD - Regierung in Sachsen - Anhalt könnte das noch geltende Bezahlsystem der ÖRs bereits ab September 2026 ein Auslaufmodell werden.

Das sollte auch bei den immer noch zu vielen gesetzlichen Krankenkassen zwingend der Fall sein, denn die  90 bis 92 Anbieter sowie 40 Privatkassen konkurrieren nicht mehr untereinander, sondern bieten fast identische Leistungen an. Weshalb leistet sich ein Gesundheits - und Sozialsystem eine derartig hohe Anzahl von Krankenkassen? Doch nur, weil eine starke Lobby dahinter steckt. Die Zeche muss der Beitragszahler begleichen. Wie lange eigentlich noch? Eine Krankenkasse für sämtliche Pflichtversicherte reicht hier vollkommen aus. Dann würden die Beiträge nicht mehr steigen. 

Doch von der unfähigen Ministerin Warken dürfte hierzu nicht einmal ansatzweise eine Reform zu erwarten sein.

Gleiches gilt für den Bereich der immer mehr zuckerhaltige Lebensmittel produzierenden Industrie. Die längst überfälligen Änderungen mit Verboten für deren Herstellung sowie den danach erforderlichen Kontrollen wurden bislang von den CSU - Hanseln in dem Agrarminsterium erst gar nicht diskutiert. Daran dürfte sich im Jahr 2026  nichts ändern. Die Lobbyisten rund um die Lebensmittelerzeuger hat den CSUler Rainer, von dem seit seiner Ernennung und dem Amtsantritt so gut wie null zu vernehmen ist, fest in den Griff. Der in der Versenkung abgetauchter Bayer verhält sich nach dem Grundsatz: " Wer nichts tut, kann nichts falsches tun "! Da die Niete, ähnlich wie seine Kabinettskollegin Warken im Gesundheitsministerium, kaum Zählbares vorweisen kann, dürfte es denn mit einem Werbeverbot für ungesundes Essen, geschweige denn einer Kennzeichen dafür, kaum etwas werden.

So begann das Jahr 2026 wie das alte 2025 endete. Jedenfalls in diesem, unserem, so von einem nicht vorhandenen Wirtschaftswachstum gekennzeichneten Land. Der Verwirrte im Weißen Haus bringt die übrige Welt mit seiner aggressiven Außenpolitik einen weiteren Schritt in Richtung III, Weltkrieg. Da sage ich mir doch glatt: Das Alt sein hat doch seine Vorzüge. Wenn nur Idioten rund herum regieren, ist die Zeitspanne innerhalb derer die Auswirkungen ertragen werden müssen, überschaubarer. 


   

  

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