Viel Porzellan zerbrochen



Am 29. Dezember war unser 20. Hochzeitstag. In dem hier vorgesehen Brauchtum ist es die " Porzellan Hochzeit ". Immerhin sind 20. Jahre kein Pappenstiel. Aber auch keine so lange Zeit im Leben eines westeuropäischen Bürgers. Der wird - sofern er in Deutschland überleben möchte - durchschnittlich zwischen 78,5 ( Männer ) bis 83, 4 ( Frauen ) alt.

Ein Viertel der statistischen Lebenserwartung miteinander zu verbringen ist dann doch ein kleines Kunststück. Insbesondere dann, wenn nicht alles glatt läuft. Und so manche Höhen und auch nicht wenige Tiefen, die den eigenen dabei Lebensweg zeichnen, überwunden wurden. Wie formulierte es die Standesbeamtin in Dresden damals, an jenem Schnee reichen Donnerstag des Jahres 2005, folgerichtig?

" Jeder soll des anderen Rucksack mittragen ". Das wäre der Idealzustand in einer Ehe.

Die beiden Rücksäcke, die zu Beginn der Ehe durch unser beiden Vergangenheit bereits schwer beladen waren, wurden im Laufe der vielen Jahre durch Schicksale und Ereignisse immer schwerer. Als da zu nennen sind: Tod, Unfall, Krankheit, Geldprobleme, Hilfen für die Familie sowie auch Zwistigkeiten innerhalb dieser. 

Nun haben wir den gemeinsamen Weg dennoch weiter beschritten. Seit jenem verschneiten Donnerstagvormittag, den 29. 12. 2005 ist viel Wasser die Elbe und Isar herunter gelaufen. Aber auch einiges Porzellan zerbrochen. Gemeinsam den Weg zu(m) Ende beschreiten, bedeutet denn auch, weiterhin nach vorne schauen. Im neunen Jahr 2026 erwarten uns gemeinsame Stunden, Tage, Wochen, Monate bis zum erneuten Hochzeitstag, den 20. 12. 2026!  


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