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Montag, 12. November 2012

Wenn einer ein Buch schreibt, dann hat er nur manchmal etwas zu erzählen.


War das wieder eine mediale Grütze, die zu dem Buch des Kollegen Dr. jur. Theo Zwanziger, vom Beruf Rechtsanwalt, von der erlaubten Nebentätigkeit her, einstiger Funktionär des DFB als dessen Präsident und im aktuellen Nebenberuf, nunmehr Hobby-Literat, abgesondert wurde.
Da hatten sich doch vor einigen Dekaden bereits einige, ihm jetzt Verbundene aus dem Genre der - längst - über bezahlten Elite-Kicker versucht. Als da wären:

Harald " Toni " Schumacher: " Anpfiff "

Uwe " Uns Uwe " Seeler: " Mein Leben "

Günter Netzer " Aus der Tiefe des Raumes "

Andere, eher verunglückte Versuche, sich auf dem Gebiet der schreibenden Kunst zu produzieren, wie etwa der Schwachsinn von Kahn " Nr. 1 ", " Ich - Der Erfolg kommt von innen ", Matthäus " Mein Tagebuch ", " Ganz oder gar nicht " oder Effenberg " Ich hab´s allen gezeigt " kann getrost als Sondermüll aussortiert werden.

Zu den aktuellen Schreibversuchen zählen indes: " Lahm´s " Der feine Unterschied ", Borowka´s " Volle Pulle - Mein Doppelleben als Fußballprofi und Alkoholiker " und nun auch noch jenes, das der Ex - DFB - Oberguru Theo Zwanziger auf den Markt geworfen hat. Der Zeitpunkt dieser Veröffentlichung scheint geschickt gewählt zu sein. Zum einen - das ist der für den Verleger besonders wichtige Aspekt - steht die Vorweihnachtszeit an.  Jetzt schon sind die Konsumtempel zum Bersten gefüllt, mit all dem Müll und Schund, der sich in den kommenden Wochen in den Einkaufstüten wieder findet, dann in aufgehübschter Kitschverpackung in den Schränken verschwindet, um pünktlich zum Heilgen Abend wieder hervor gezaubert zu werden.

Da kommt ein vermeintliches Sachbuch eines zurück getretenen DFB-Präsidenten gut an. Schließlich will oder könnte sich - noch lesende - Nachwuchs, der noch nicht der digitalen Demenz anheim gefallene, männliche Fußballfreund der Jahrgänge 1980 Plus und auch der verrentete Gruftie, der die Bundesliga - Gründungsjahre noch in Erinnerung hat, an den darin verteilten, verbalen Tiefschlägen durchaus erfreuen. Deshalb stellt sich auch bei dem Zwanziger - Buch die existenzielle Frage: " Wem nutzt es? "
Nun, zumindestn ihm als Autor. Vielleicht weniger aus der monetären Sicht heraus, weil Dr. Z. finanziell wohl längst ausgesorgt haben dürfte. Dann bestimmt aus gekränkter Eitelkeit heraus, denn das, was er dort auf mehr als 330 Seiten zum Besten gibt, ist nicht gerade sanftes Geplaudere in der Romme´- Runde.

So fabuliert Dr. Z. denn über seine Amtszeit von 2004 bis 2012 in dem Buch " Die Zwanziger Jahre ". Zunächst bekommt der einstige DFB-Nationaltrainer Jürgen Klinsmann noch einen Tritt in den Allerwertesten.
" Wenn sich bei der WM tatsächlich ein sportliches Desaster abzeichnen sollte und Klinsmann nicht mehr zu halten wäre, so beschlossen wir, sollte kurzfristig Matthias Sammer das Ruder übernehmen. Von diesem Plan B wussten nur vier Leute: Horst R. Schmidt, Franz Beckenbauer, Wolfgang Niersbach und ich. Wir hatten nicht mal Sammer selbst informiert, wenn es so weit gekommen wäre, hätte er es schon noch rechtzeitig erfahren.“

- Zitatende - aus: http://www.bz-berlin.de/sport/fussball/theo-zwanziger-der-falsche-fuffziger-article1580706.html

Sammer hat bekanntlich den DFB verlassen und produziert sich jetzt als Sportdirektor bei Bayern München.
 Was von dort kommt, bewertete Dr. Z. in der Autobiografie eher als negativ. Besonders den Oberschlaumeier Hoeneß hat er sich vorgenommen:  So schreibt er über den Präsidenten des Rekordmeisters: „Dieser Mann kennt einfach keinen Respekt.“
Nee, muss er auch nicht haben, so lange die DFB-Oberen ihm den Bückling machen und die gesamte Medien - Mafia dabei noch zur Seite steht.
Was dann wiederum als Fehde zwischen Dr. Z. und Hoeneß in der Öffentlichkeit dargestellt wird, sollte von dem Fußball - Fan nicht wirklich Ernst genommen werden, denn:
" Noch im Vorjahr sagte Zwanziger am 8. Juni 2011 im Sport-Bild-Interview über Hoeneß: „Der DFB hat immer an der Seite von Uli Hoeneß gestanden.“ Und: „Ich fühle mich ihm weiterhin freundschaftlich verbunden.“

- Zitatende - aus: a.a.O.

So bleibt denn zu konstatieren, dass auch jene angeblichen Enthüllungen, inklusive jener behauptete " Geheimnisverrat " des Dr. Zwanziger, den er mit seinem Buch angeblich begangen haben soll, zum einen gar keine sind, zum anderen mehr als 6 Jahre danach eigentlich keinen Fußballfreund wirklich interessieren dürften. Der gesamte Zirkus, der sich nun wegen des Buchs zur Wort meldet, vermag deshalb nicht mehr zu sagen, als der Buchautor selbst, und dieses ist nur sehr wenig. Dass Hoeneß und seine FCB - Fraktion  beim DFB und dessen Entscheidungen ständig herum rühren, ist seit mehr als einer Dekade, mindestens aber ab dem Fall " Christoph Daum " bekannt. Weshalb ihnen niemand Einhalt gebietet, lässt sich auch in dem Zwanziger - Buch klar heraus lesen: Solange die manipulierte Öffentlichkeit den primus inter paris durch Lobeshymnen von dort als das non plus ultra verkauft bekommt, wird der Frankfurter Männerhaufen ihnen nach dem Schandmaul reden und es ihnen nicht verbieten. Der initiierte Medienrummel rund um das Zwanziger - Buch ist dafür nur ein weiteres, abschreckendes Beispiel.



1 Kommentar:

Octapolis hat gesagt…

Borowka hat vielleicht noch was zu erzählen. Lahm ist ein Ausbund an dämlicher Ignorranz und Zwanziger einfach nur altersböse. Schade ums Papier.