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Freitag, 15. Februar 2013

Glam - Rock der 70er: Mit Plateau - Schuhen, Fantasiekleidung und Fransenfrisuren an den Instrumenten.



Es dürfte mittlerweile über 35 Jahre her sein, als der WDR - Moderator und freischaffende Musikjournalist Winfrid Trenkler in der WDR II - Sendung " Radiothek am Donnerstag " ein Feature über die Rockmusik senden ließ, dass er zuvor selbst produziert hatte.
Hierin stellte er unumwunden fest, dass Rockmusik viele Facetten hat. Sie kann melodiös klingen ( als Beispiel spielte er den " Santana  " - Titel " Samba Pa Ti " ), sie kann kraftvoll klingen ( als Beispiel spielte er ein Titel von " Deep Purple " ) oder sie kann auch bombastisch, orchestral klingen ( hierzu spielte er ein Song der Gruppe " Yes " ). In der Abfolge nannte er weitere Attribute, die sich eben Rockmusik an das Revers heften lassen kann.

Was Winfrid Trenkler noch nicht ahnen konnte, war, dass sich Rockmusik beinahe 4 Dekaden später, in ihren Ausprägungen und Stilrichtungen nahezu atomisiert hat, denn es gibt sie als:


Acoustic Rock - Alternative Rock - Art Rock - Avantgarde Rock - Blues Rock - Classic Rock - Crossover
Dark Rock - Deutschrock - Electronic Rock - Emo Rock - Folk Rock - Gitarren Rock - Gothic Rock
Hard Rock - Industrial Rock - Latin Rock - Melodic Rock - Noise Rock - Oldschool Rock - Progressive Rock
Psychedelic Rock - Retro-Rock - Rock ´n ´ Roll - Rockabilly - Southern Rock - Surf Rock




Was er damals - nach meiner Erinnerung - nicht benannte, war eine Richtung, die sich zu Beginn der 70iger Jahre als " Glam - Rock " bezeichnete.

http://de.wikipedia.org/wiki/Glam_Rock


Zu den einstigen Vertretern dieser Rockmusik - Richtung, deren Haltbarkeitsdatum bereits absehbar war, noch bevor sie sich überhaupt weiter entwickeln konnte, gehörte deren schrilles Outfit.Und diese Mode kam denn auch in dem Bericht mit dem Titel " Generation Pop " wieder zur Geltung, als es in der ersten Folge mit dem schönen Untertitel " Krach und Koteletten " gerade um jenen Zeitabschnitt ging, in der ein provozierend grelles Aussehen der Jugend zum guten Image zählte. Hier wurde Kleidung getragen, die der eines Zirkusclowns entsprach und Accessoires gezeigt, deren Nutzen gen Null tendierte. Auch die Haarmode war dementsprechend schrill. Ausgefranste, gefärbte oder getönte Frisuren waren einst in.

Von dieser, nur kurz andauernden Modeerscheinung, berichtet ein Beitrag, der einst, nämlich am 11. 06. 2004 vom WDR, dann  am 31. Januar 2008 von dem Spartenkanal " Phoenix " ausgestrahlt wurde:

Generation Pop (1/4) Krach & Koteletten
Donnerstag, den 31.Januar 2008 - 11:45 Uhr
Phoenix

"Generation Pop" erzählt von Träumen, Sehnsüchten und Hoffnungen, wie sie für viele mit der Musik der 70er und 80er Jahre bis heute verbunden sind. Zu Wort kommen Prominente und Nicht-Prominente - Leute von damals, für die Musik ein Grundnahrungsmittel war (und ist).

"Rockmusik muss man laut hören, sonst kocht das Blut nicht", sagt ein heute 40-jähriger Sauerländer. Einer von zwölf Ex-Jugendlichen, die sich an ihre wilden Jahre erinnern. Sie spielten schon Luftgitarre, da stand "Smoke on the Water" noch ganz oben in den Charts. "


Zitatende aus: http://www.geschichtsforum.de/f319/generation-pop-1-4-krach-koteletten-19730/

Der von Lothar Schröder, einem Regisseur, Schriftsteller und Kabarettist, der für den WDR ( Fernsehen ) bereits einige Beiträge produziert hat ( so u.a. auch eine dokumentarische Abhandlung über den ersten westdeutschen Bundeskanzler Adenauer ) führt den Zuschauer in den frühen 70er Jahre des letzten Jahrhunderts zurück und gibt ihm eine Sequenz über das einstige Leben, die Inhalte und Akzeptanzprobleme der damaligen Jugend. 
Zu diesem Beitrag von Lothar Schröder steht im Netz eingestellt und wird  in kurzen, knappen Worten skizziert:

"Ich könnte schreien..." sagten die Erwachsenen in beherrschter Verzweiflung. Ihre Kinder taten es. Denn alle schrien: Suzi Quatro, Slade, Sweet, Deep Purple, Uriah Heep, Alice Cooper. Das war Revolte, eruptiver Ausbruch von aufgestautem Schulbankfrust - das sprach tief aus der Seele.

"Rockmusik muss man laut hören, sonst kocht das Blut nicht", sagt ein heute 40jähriger Sauerländer. Einer von 12 Ex-Jugendlichen, die sich in diesem Film an ihre wilden Jahre erinnern. Sie spielten schon Luftgitarre, da stand "Smoke on the water" noch ganz oben in der Hitparade. Als der Verstärker versagte, wurde er zum Abkühlen vor die Scheune gestellt. 

Ihre Frauenbewegung hieß Suzi Quatro. Ganz in Leder und die Band im Griff - Can the can - das war eine klare Aussage. Diese härteste Frau der 70er und die lauteste Band kommen in dieser Doku rückblickend zu Wort: Slade. Ihr Motto damals wie heute: Cum on feel the noize. Und genau das wollte die Jugend. Krach! Und Koteletten! Und Mittelscheitel, zum frisieren. Mofas, zum frisieren. "Stück ma'n Rück." Die Clique traf sich öffentlich. 

Die Doku zeigt die Top five: der Sprüche, der Treffpunkte. Die Bushaltestelle, der Spielplatz, das Einkaufscenter, die Parkbank, der Dorfbrunnen.

Warum verstecken, wenn man so einfach provozieren kann. Nieten an den Cloggs, an der Jacke, an den Jeans und manchmal im Radio. "Hit oder Niete" fragte Mal Sondock und erklärt heute einer traumatisierten Generation, warum er in die Titel reinquatschen musste. Trotzdem haben ihn alle geliebt, denn er brachte ihnen die Musik. Geredet wurde nicht viel - war bei der lauten Musik ohnehin nicht möglich. Steigerung war nur im Verhalten möglich: Beschimpfen und bespucken. So entstand Punk-Rock, so spielten die Sex Pistols. Statt Verantwortung trug man damals eben eine Ratte auf der Schulter. "

- Ziatatende -  aus:
http://www.wdr.de/programmvorschau/object4Broadcast.jsp?broadcastId=4191330





Diese Zeit hat so manchen Mittvierziger bis Endfünfziger geprägt. Allerdings nicht unbedingt im positiven Sinne. Denn, ob das Lebensgefühl der frühen 1970er Jahre auch für den späteren Alltag genügend Praktikabilität vermittelte, muss nach etwa 40 Jahren doch stark bezweifelt werden. 
Schrille Musik, ein kunterbuntes Aussehen oder eine spezifische Sprache, die von dem Zeitgeist beeinflusst war, reichten nämlich nicht aus, um das Anforderungsprofil der übrigen, dann eiskalten Gesellschaft, zu erfüllen.
So zeigt denn der Film auch jene Durchschnittsjugendlichen, deren späteres Leben wohl eher einer Achterbahn glich und die zum Zeit der Produktion, nämlich 2004, auf den Trümmern ihre 30 Jahre und mehr, zuvor gehegten und gelebten Illusionen stehen. 

So unterschieden sich die " Glam - Rock " - Anhänger nicht nur äußerlich von denen aus der Beat - und Revolutionsgeneration, denn sie protestierten nicht gegen die bestehenden gesellschaftlichen Verhältnisse, sondern gegen ihr eigenes Dasein, dass genormt und piefig geformt durch die Kriegs - und Kriegskindergenerationen von ihnen Leistung abverlangte, damit das, was sich durch die westdeutsche WiWu - Ära geschaffen wurde, auch den Eltern und ihnen bleibt. Das hieß auch damals schon: Haus, Auto, Fernreisen - Luxus für alle, eben!

Die " Glam - Rock " - Protagonisten, die da waren: " The Sweet ", " Mud " oder auch " Queen " sowie " Slade ", " Suzi Quatro " oder " The Glitter Band " ( Gary Glitter ), erhielten zeitweise durch weitere Formationen, die sich im extrovertierten Outfit präsentierten, zumindest optisch, eine gewisse Unterstützung, als da waren: " David Bowie, " Roxy Music ", " Alice Cooper ", " Kiss ", Elton John, aber auch " Mott the Hoople ", einer Gruppe, die sich eher auf dem britischen Musikmarkt behaupten konnte, stürmten die Hitparaden und ließen einen Nummer Eins - Hit nach dem anderen produzieren. 

http://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Glam-Rock-Band

Damit traten sie dann bei Illja Richter in dessen  Fernseh " Disco " auf. Ob nun " The Sweet " mit " Blockbuster ", die kreischende Suzi Quatro mit " 48 Crash " oder " The Slade " ( kurz: " Slade " )  mit   " Skweeze me, Pleeze Me " usw. usf. Sie durften sich in jenen musikalisch bewegten Jahren immer dann in den Fernsehstudios zeigen, wenn sie einen neuen Titel heraus gebracht hatten.

Aber auch der " Glam - Rock " verflog, ähnlich zügig von den längst durch organisierten Musik - und Plattenmärkten. Die Papageien - Klamotten wanderten in den Schrank, die Altkleidersammlung oder auf den Müll. So wie eben auch der " Glam - Rock " auf die Müllhalde der Musikhistorie geworfen wurde, als eine neue Ära, nämlich die des " Punk ", der " New Wave " und der " NDW " aufgezogen wurde, um der Folgegeneration die Moneten aus der Tasche zu ziehen.

Und während die erste Folge der aus vier Teilen bestehenden WDR - Dokumentation lief, erinnerte ich mich bruchstückhaft an diese Zeit.
Nö, " Glam - Rock " mochte ich damals nicht. Das Gekreische der Quatro, die sich heute für eine Vorkämpferin für Gleichstellung der Frau im Musikgewerbe sieht, was für mich eine völlig überzogene Selbstbeweihräucherung ist, von " Slade " oder das Gewummere der immer gleichen Beats der " Teenie " - Band " The Sweet " ging mir auf´n Kranz. Das affige Herumgehopse dieser Knallfrösche mit ihren Tuschkasten farbenen Klammoten ebenfalls und das Gelabere der Disco - Musik - Moderatoren von Mal Sondock, der mit seinem deutsch - englischen Kauderwelsch nur nervte, bis zu dem " Eunuchen " - Gebrabbel des Illja Richter, war für mich abstoßend.
Weshalb ich erst 30 Jahre später den einen oder anderen CD -  Compiler dieser Nervensägen von damals bei " Pro Markt " in Bremen für einige Deutschmark erstand. Als warnende Beispiel dafür, wie Musik auch damals nicht sien sollte: glamorös, schrill und schaurig,  denn weder Quatro noch Brian Connolly oder Noddy Holder, geschweige denn  Les Gray konnten wirklich gut singen.


http://www.wunschliste.de/serie/generation-pop/episoden#14268

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