Pergola - Projekt beendet
Vor knapp 4 Wochen hatte der Sommer uns mit knackigen Temperaturen um die 30 Grad noch fest im Griff. Eigentlich waren es zu dieser Zeit keine günstigen Bedingungen, um schweißtreibende Arbeiten auszuüben. Gleichwohl starteten wir die ersten Vorbereitungen für das Projekt Pergola.
Zunächst musste der noch verbliebene Holzboden des einstigen Gartenhäuschens mit den übrig gebliebenen Rundhölzern stabilisiert werden. Hiernach wuchtete ich die mehr als 160 Kilogramm schweren Stahlelemente einzeln aus der Garage und legte sie vorsortiert in den Garten. Nun, ja, man ist nicht mehr der Jüngste. Obwohl der daraus resultierende Muskelkater sich nicht sofort bemerkbar machte, fühlte ich mich aufgrund des Wetters abends wie erschlagen.Das sollte sich in den folgenden Tagen nicht großartig ändern. Obwohl die Arbeitszeiten eher überschaubar waren und sich auf maximal 3 bis 4 Stunden begrenzten, war ich in den Abendstunden platt wie ’ne Flunder. Da stelle sich mal einer vor: Das Renteneintrittsalter wird auf 70 Jahre heraufgesetzt und um in den vollen Genuss des Ruhegeldes zu kommen, müsse ein Versicherter satte 50 Jahre malochen.
Nun, ja, die Regierung Merz produziert eine Vielzahl derartiger Gedankenspiele, die dann regelmäßig von Experten und der Medienmeute verrissen werden.
Davon bin ich allerdings nicht mehr betroffen. Die Gnade der frühen Geburt erlaubte es mir, mich mit 65 Jahren und 7 Monaten aus dem Erwerbsleben verabschieden zu dürfen, um das sehr schmale Altersruhegeld beziehen zu können.
Dafür durfte ich seit Jahren Heim - und Gartenarbeit leisten. Solche eben, wie den Aufbau der Pergula.
Nachdem der Nachbar uns bei der Montage der Stahlkonstruktion tatkräftig unterstützt hatte, war jetzt der Zusammenbau des Lamellendachs vorgesehen. Es erwartete mich eine Sisyphusarbeit, denn neben den 40 Plastikstücken, die beidseitig anzubringen waren, mussten diese mit Schrauben an ein Stahlband befestigt werden. Hierzu benötigte ich drei Tage.
Dagegen war das Montieren der beiden Metallblenden sowie das Anschrauben der vier Stahlstempel auf den Holzboden sowie den gesetzten Steinen ein Klacks.
Seit Samstag steht sie nun im Garten, die Pergola mit dem verschiebbaren Lamellendach.
Respekt, wer’s selber macht? Respekt, vor deiner Arbeit? So ähnlich!

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