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Montag, 14. April 2014

" Rühr´mich nicht an! " oder: " Schau´mir in die Unterhose ! " - Medienmacht, Medienwillkür, Medienknechte?




Wenn das Thema einer TV - Talkrunde ""Wie geht es Michael Schumacher?" - Prominente und die Grenzen der Berichterstattung " lautet, dann könnte der Zuschauer darauf hoffen, dass ein illustrer Kreis an Journalisten über Sinn und Unsinn ihrer Berufstätigkeit plaudert. So wäre es denn gestern Abend auch bei Günther Jauch gewesen, doch  zunächst quengelte unser " Günnex " die anwesende Managerin des Verunglückten, Sabine Kehm,  selbst, um ihr wenigstens ein paar Worte zum Gesundheitszustand des Ex - Rennfahrers heraus zu kitzeln. Die bügelte indes die wissbegierigen Fragen des Talk - Masters souverän ab.  Das mit dem Krankheitszustand von Michael ist Privatsache. Pech gehabt, Günther.

Dann waren da noch anwesend:
- Dominik Höch, ein Ex - Journalist, der einst selbst in die Ritzen der Prominenz rein schaute     und heute als zugelassener Rechtsanwalt und Fachanwalt für Medienrecht, die        Persönlichkeitsrechtsverletzten gegen klingende Münze vertritt;

- Rolf Hellgardt, Medienunternehmer und Lebensgefährte der Sportjournalistin Monika Lierhaus; 

- Alfred Draxler, einstiger stellvertretender Chefredakteur der " BILD " - Zeitung und aktiver Chefredakteur der " Sport BILD ";

- Hans Paul, Unternehmer und Inhaber einer Fotoagentur, der selbst noch als " Paparazzo " tätig ist.

Wer davon aus gegangen ist, dass die Diskussion kontrovers verlaufen würde, der sah sich nach spätestens einer halben Stunde schwer enttäuscht. Friede, Freude, Scheinheiligkeit auf ganzem Gebiet. Dabei wären die eingeladenen Gäste nahezu prädestiniert gewesen, sich wechselseitig die Rübe einzukloppen. Draxler, der schmierige Mann aus dem Hause Springer. Lächelnd versuchte er die dortigen Organe der niveaulosen Information, die " BLÖD " - Zeitung und ihre Ableger, als Heilige Kühe darzustellen. Sie sind es nicht. Was einst sein Chef Dr. Döpfner richtig formulierte, als er zu der Wulff - Berichterstattung befragt wurde, wonach ein Prominenter, der mit der " BILD " den Fahrstuhl hoch fährt, ihn auf mit ihr herunter fahren muss, alle Male dort immer noch gilt. Draxler als Hüter des Grals der seriösen Berichterstattung in der Springer - Presse. Eine Lachnummer aus der Zeit der Augsburger Puppenkiste mit " Jim Knopf " und der " Wilden Dreizehn ". Da hätte unser aller Günnex nach haken müssen. Tat er aber nicht, weil er die Schlagzeile im Blatt der Mühsamen und Beladenen am nächsten Morgen fürchtete.

Dann war da noch ein Eckensteher, ein Mülltonnensitzer, aus der seine Mitarbeiter scharfe Fotos von angeblichen Prominenten schießen, die sich im legeren Outfit mal auf die Straße, unter das gemeine Volk, den Plebs, wagen und dabei geknipst werden. Diese Fotos bietet dann der Herrn der unerlaubten Ablichtungen auf dem Markt meist bietend an. Damit lässt sich Kohle machen. Weil im Zeitalter der medialen Verblödung kein Foto und ein dazu erstunken und erlogener Artikel zu dämlich ist, um nicht von den bunten Blättern veröffentlicht zu werden. Alte Menschen sollen ja mehrheitlich diese Latrinenhefte kaufen. Nö, nicht nur die, sondern auch jene jenseits der 40, die im vollen Saft des wahren Lebens stehend, sich ein solches in materiell sorgenfreie Zukunft nebst dazu gehörigen - aber, bitte sehr, dazu gut aussehenden - Wirtstiers wünschen. Eine unüberschaubare Anzahl von inhaltsgleich aufgemachten Blättern aus dem Regenbogen - Genre überflutet wöchentlich die Zeitungsstände. Sinnloses Gewäsch über Prominente, deren Halbwertzeiten längst überschritten wurden, deren Aussehen nur noch per Gewaltmarsch durch die randvoll gefüllten Kosmetikabteilungen der Stink - Geschäfte, wie " Douglas " und Konsorten, aufrecht erhalten werden kann. Deren Schönheitsoperationen mindestens, einmal im Jahr wiederholt werden muss und deren Botox - Silikon - Implantatsverunstaltungen des eigenen Körpers den Wert eines Kleinwagens ausmachen. Das soll also dort das richtige, das interessante Leben sein, wofür es sich lohnt, ständig und an allen Tagen, eine Unterlassungs - und Schadenersatzklage an den Allerwertesten gepappt zu bekommen?

Dafür ist der beim Günther präsente Kollege aus der Schwarzen Zunft zuständig. Er vertritt solche Verletzten. Völlig zu Recht wies der daraufhin, dass es eben für Promis auf Privatsphäre gibt.  Wer dieses nicht wahr haben will und mit unerlaubten Fotos und unwahren Geschichten Kasse machen möchte, muss bluten. Recht so!

Dann war da noch Herr Hellgardt. Jo mei, da habe ich doch noch seinen berühmten Kniefall vor der damals schwer kranken Lebensgefährtin Monika Lierhaus in einer dieser Selbstbeweihräucherungssendung, nämlich bei der " Goldene Kamera " im ZDF in Erinnerung. Eine Schmierenkomödie aller erster Güte. Verheiratet sind se´immer noch nicht. Und sie werden es wohl auch nicht, denn Lierhaus hat ja nach dem lukrativen Job bei der Oma " Fernsehlotterie ", wo sie für sehr viel Geld, wenig zu sagen hatte, zwar verloren, ist aber weich bei " sky " gelandet. Die eigene Mischpoke lässt sie nicht so schnell in die HARTZ IV - Falle laufen. Und Meister Hellgardt schilderte im gekonnten Deutsch, wie er und sie, die Meute der Spanner abwehren konnte, die aus der zweifelsohne problematischen Gesundheitssituation der Sportmoderatorin Kapital schlagen wollten. Gut gemacht, lieber  Rolf. Wenn dann aber bedacht wird, dass er selbst aus der Branche der inzestiösen Medien - Gesellschaft entstammt, hat er es glänzend verstanden, aus dem Schicksal seiner Monika noch Moneten zu ziehen.

Und so zog sich die Plapper - Runde ohne große Höhepunkt eine Stunde lang dahin. Interessant war nur, welche von Günther Jauch kontaktierten Vertreter der Schund - und Schrott - Blätter so alles nicht kommen wollten. Was hat er erwartet? Die dummen Lämmer aus dem Stall der " Bunte " bis " Bild der Frau " sind zwar erfindungsreich, wenn es um Auflagensteigerung und Umsatz geht, doch als Opfer für die öffentlich - rechtliche Schlachtbank bei Jauch sehen sie sich nicht und lassen sich folgerichtig auch nicht dort hin führen - vor allem nicht kurz vor Ostern.
Dröge, öde, emotionslos - des " Günnex´ " - Sendung. Da verstehe ich die große Aufregung hierzu in einigen Online - Ausgaben der vermeintlichen seriösen Presse überhaupt nicht:

http://www.focus.de/kultur/kino_tv/focus-fernsehclub/guenther-jauch-ard-tv-kolumne-guenther-jauch_id_3764877.html

Na, ja, wie lautet ein journalistischer Grundsatz? Wenn es nichts zu berichten gibt, berichtet man über sich selbst. Und weil wir längst in einer Mediengesellschaft leben, deren Auswirkungen uns bereits vor vielen Jahren der Soziologe Jürgen Habermas ( " Strukturwandel der Öffentlichkeit " ) prophezeit hat, sollte sich niemand wundern, das neben einem unterirdische Niveau, auch die Kritik daran, ein solches hat.  

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