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Dienstag, 22. Juli 2014

Die Suche nach der großen Liebe kann teuer werden.



Die Welt könnte viel friedlicher sein, wenn jene jungen Männer, die sich aktuell in der Ukraine oder im Gaza - Streifen mit den aus den USA, Russland und der Bundesrepublik Deutschland gelieferten Waffen wechselseitig umbringen, stattdessen ihren zu hohen Testosteronspiegel damit abbauen würden, die drei maskulinen Eckwerte ( Partner/Familie,Berufsausübung, Hausbau ) beherzigen würden. Denn schon die Bibel gibt den sinnstiftenden Hinweis, der sich in Anlehnung an Moses ( Genesis 1.22 ) und Matthäus ( 28,20 ) so ausdrücken ließ: " Gehrt hin in alle Welt, seid fruchtbar und mehret euch. "

Doch die biblischen Überlegungen sind im 3. Jahrtausend n.Chr. kein adäquater Leitfaden für jene mehrheitlich - von zurzeit 206 Staaten und Territorien - Länder in denen das Recht des Stärkeren und Reicheren als Auswahlkriterium zählt. Da hat das knapp über 80 Millionen umfassende Völkchen der Bundesdeutschen ganz andere Probleme. Die Bevölkerung schrumpft, ist überaltert und befasst sich meist mit Luxusproblemen.

Getrieben von einem selbst aufokroyierten Schönheits - und Perfektions - sowie sowie Konsumwahns treibt es viele Mitbürgerinnen und Mitbürger in die Hände von Scharlatanen, deren primäres Bestreben es ist, die Moneten des vermeintlich Unglücklichen mittels schwachsinniger Waren - und Dienstleistungsangeboten zu erhalten.
Dazu zählen auch die zu einer wahren Plage gewordenen Portale im großen Müllhaufen Internet, die sich mit dem Ausnutzen des menschlichen Hangs zur Zweisamkeit professionell befassen.

Auf der Suche nach einem idealen Partner, der den Rest des noch verbleibenden Lebens mit gestalten soll, begeben sich jedes Jahr einige Millionen Vereinsamte in die Fänge von Halunken, Lügner und Betrügern, deren tatsächliches Bestreben es ist, gegen klingende Münze, mit menschlicher Ware zu handeln, deren Existenz nur vom virtuellen Raum getragen wird. Fakes, so nennen sich die Gebilde, die nach dem Abschluss eines kostspieligen Abonnementvertrags zu Begaffen und mehr frei geschaltete werden.
Ein Erfolg wird - wie bei den klassischen Partner - oder Eheinstituten auch - unisono nie garantiert. Kann er auch nicht, denn die kredenzten Mogelpackungen beinhalten eben nur heiße Luft, statt heißer Liebe.

So loggen sich Tag für Tag, Abend für Abend, Nacht für Nacht, Suchende in die Portale jener Abzocker - Gilde ein und klicken die dort sichtbar werdenden Listen von vorn bis hinten, von rückwärts nach vorwärts und retoure durch. Wem die Natur über die Mendel´sche Lehre nicht gerade wohl wollend bedacht hat, dem wird es auch hier nicht gelingen im Netz fündig zu werden. Um solchen - von Beginn an bestehenden - Nachteile auszugleichen, werden manipulierte Daten und Fotos präsentiert. Wer suchet, der nie findet?

Mit diesem unendlich breiten, weiten und häufig ausgelutschten Thema befasste sich am Montagabend ab 21.30 Uhr eine Dokumentation in der ARD. Der Sendungstitel liest sich so nichtssagend wie bekannt: " Die Liebesfalle ".
" Romance - Scammer " ( eigentlich als ausführende Tätigkeit: " Romance Scamming  - aber, egal ! ), so nennt sich die Betrugsmethode, die hinter jenem, immer währenden Ablauf steht, der aus dem nachvollziehbaren Bestreben, von - häufig älteren Menschen -  die Einsamkeit beenden zu wollen, deren Unkenntnis ausnutzend, ein Millionen schweres Geschäftsmodell entwickelt hat. Das Internet machts möglich!

Und während sich ein ARD - BR - Team auf Kosten des Zwangsgebührenzahlers in Bewegung setzte, die aufgespürten Betrüger und ihre Maschen vor Ort näher unter die Lupe zu nehmen, zeigen sich deren Kamera begleitende Recherchen als untaugliches Mittel zur Beantwortung der selbst aufgestellten Frage, wer hinter diesem Geschäftsmodell eigentlich steht. So fährt das üppig budgetierte Duo Katharina Adani und Josef Streule in die angegebene Hochburg der " Liebesbetrüger ", nach Yoshkar Ola, in die 3.000 Kilometer von München entfernte russische Stadt, um die aufgedeckten Betrüger zur Rede zu stellen.

Weiter wird bei einer weiteren Reise in den Hohen Norden nach Flensburg und Hamburg bei dortigen Anbietern von " Flirt - und Kontaktseiten " nach deren - sicherlich rechtlich angreifbaren - Allgemeinen Geschäftsbedingungen ( AGB ) und den dortigen Versuchen, auf dem Leim gegangenen " Kunden " im Nachgang zu einem gesetzlich vorgesehenen, schriftlichen Widerruf, doch noch Knete aus dem Portemonnaie zu ziehen, berichtet.
Summa summarum möchten das dynamische Vielreise - Duo den Glotzern vermitteln, sich sehr vorsichtig im Umgang mit jenen mehr als 2.000 Anbietern von Partnervermittlungsdiensten im Netz zu verhalten. Denn häufig stünden dahinter betrügerische oder unlautere Geschäftspraktiken, die sich mittels " IKM - Schreiber ", Übersetzungsprogrammen und illegal kopierten Faceebook - Bildern sowie dort preisgegeben Daten bedienten.   



Aja, wer hätte das gedacht? Und warum sollen Rußland, Polen und Städte im Norden der BRD dazu besser prädestiniert sein, als die einheimischen Anbieter? Die Sendung gab weder zu dieser Frage, noch zu der, wer nun tatsächlich hinter jenen Betrugsmaschen steht, eine Antwort. Weshalb dem Duo Adani/Streule attestiert werden muss, das Thema komplett verfehlt zu haben.
Auch die im Bericht intendierte Rüge, gerichtet an die Flensburger Staatsanwaltschaft von den beiden BR - Mitarbeitern als " unwillig ", die strafrechtlichen Ermittlungen aufzunehmen, ist in dem Beitrag fehl am Platz. Wo keine strafbare Handlung erkennbar und vollendet wurde, kann sie auch als solche nicht verfolgt werden. Es handelt sich bei den Internetanbietern um Dienstleister, die gegen Entgelt eine Gegenleistung, nämlich den Zugang zu einem von ihnen betriebenes Internetportal, anbieten. Bei allem Respekt, aber mit dem Zugang werden lediglich Daten abgefragt und ausgetauscht, jedoch kein Erfolg für eine Vermittlung garantiert. Denkbar wäre allenfalls ein zivilrechtliche Überprüfung der AGBs hinsichtlich der so genannten Abo - Fallen oder das Vorliegen eines sittenwidrigen Rechtsgeschäfts aufgrund der gefakten Daten und Bilder und der Einsetzung der  IKM - Schreiberlingen. Mehr aber auch nicht.

Klar ist aber, dass hier ein Thema, dass journalistisch bereits abgearbeitet wurde, erneut - allzu reißerisch - aufgenommen und verwurstet wurde, ohne neue Erkenntnisse zu vermitteln. Dieses zeigt sich bereits in dem Informationstext zur Sendung, der dem eines NDR - Beitrags von 2013 verblüffend ähnelt: 

" Sie suchen im Internet die große Liebe - und werden ausgenutzt und abgezockt: Sieben Millionen Singles sind mittlerweile auf den Seiten deutscher Dating-Plattformen registriert. Doch im Netz häufen sich die Beschwerden: Vor allem ältere, einsame Menschen fallen zunehmend auf sogenannte Romance-Scammer, Liebesbetrüger, herein.
Diese machen ihren Opfern gefühlvolle Liebesversprechen, haben es aber nur auf das Geld abgesehen. So überweisen viele deutsche Männer derzeit Geld an attraktive Frauen aus Russland. Von der Braut in spe hören sie anschließend nie wieder etwas. Wer steckt dahinter? "


" Das Internet hat die Partnersuche revolutioniert. In Hunderten von Single- und Partnerschaftsbörsen kann man sich - wie in einem gut sortierten Supermarkt - einen passenden Partner auswählen. Gut die Hälfte aller Singles in Deutschland soll die große Liebe schon mal online gesucht haben. Wie viele sie auf diesem Weg tatsächlich gefunden haben, darüber gibt es keine zuverlässigen Zahlen. Klar ist nur, dass die Vermittlungs-Portale im Internet gutes Geld mit der Sehnsucht machen, bis zu 80 Euro kann eine Mitgliedschaft da kosten. "

- Zitatende - aus: http://programm.ard.de/TV/Programm/Alle-Sender/?sendung=287229946758045

Hier wurde alter Wein in neuen Schläuchen angeboten. Und ein Versuch gestartet, dem Zuschauer zu suggerieren, dass die Kriminellen vor allem in Russland, Polen und Norddeutschland leben. Besser wäre es gewesen, vor der eigenen, verschmutzten Haustür zu kehren:

https://www.google.de/search?q=Partnerb%C3%B6rsen+Internet+in+Bayern&rls=com.microsoft:de:%7Breferrer:source?%7D&ie=UTF-8&oe=UTF-8&sourceid=ie7&rlz=1I7NDKB_deDE518&gfe_rd=cr&ei=uCXOU6n-G8aFtQbp_oHwBw&gws_rd=ssl

Dazu fehlte wohl offenkundig der journalistische Mut und der Wille, in das heimische Wespenenst zu stechen. Immerhin geht es hier, wie da, um jede Menge Kohle, die von den einsamen Single abgegriffen werden kann; damit verbunden sind aber auch Steuereinnahmen und Arbeitsplätze. Das gilt natürlich auch für Bayern, ihr Möchte - gern - Enthüllungsjournalisten vom BR inm Namen der ARD! Nachtigall, ich hör dir trapsen!

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