Tod am Fenster

 



Wenn der Sommer sanft Einzug hält, nämlich in Gestalt eines seichten Übergangs von gemäßigten Außentemperaturen unter 20 Grad, steigen sie Myriaden Fach in die Luft, die geflügelten Plagegeister. Ob nun Mücke, Fliege oder Motte, sie alle sind für die Menschen eher ein Nebenprodukt der Evolution. Dabei existieren sie bereits weit vor uns und dienen weiteren Tieren als Hauptnahrung. Aber nicht nur deshalb gibt es etwa 160.000 Fliegenarten auf der Erde. Hiervon sind 18 heimische Formen bekannt.

https://hortica.de/fliegenarten-bestimmen/

Diese benötigen für ihren Lebenszyklus vor allem Wärme. Erst ab zirka 15 ° C werden sie aktiv. Allerdings nur bis um die 40 ° C, denn dann könnten sie Schaden nehmen.

Dazwischen aber entwickeln sie sich zu wahren Plagegeistern. Aber nicht nur das. Viele gelten als Schädlinge, die einigen Pflanzen, aber auch den Menschen unangenehme Nachteile zufügen können.  

Da hörte ich heute Morgen in den Frühnachrichten, dass durch den sehr heißen Sommer 2026 beispielsweise die als invasiv geltende Asiatische Hornisse sich nicht nur in Deutschland extrem verbreitet hat. Diese eingeschleppte Art wird nicht nur als Schädling eingestuft, da sie Bienenvölker befällt und vernichtet, sondern sie gilt bei Näherung ihres Nestes als hoch aggressiv.

https://wohnschutz.com/artikel/asiatische-hornisse-ausbreitung-deutschland/

Die Hornissenart wird deshalb uneingeschränkt bekämpft. Ihre Ausrottung wird inzwischen als unrealistisch eingestuft. 

https://de.wikipedia.org/wiki/Asiatische_Hornisse

Auch die asiatische Tigermücke sowie die asiatische Buschmücke zählen zu den invasiven Insektenarten, die längst 

https://www.fli.de/de/institute/institut-fuer-infektionsmedizin-imed/labore/labor-fuer-medizinische-entomologie/invasive-stechmuecken-in-deutschland/

Nicht nur diese beiden in Deutschland und Europa regelmäßig nachgewiesenen Arten gelten als Überträger einer Reihe von gefährlichen Infektionskrankheiten.

https://www.ardalpha.de/wissen/natur/tiere/insekten/asiatische-tigermuecke-buschmuecke-muecke-insekt-100.html




Dagegen sind die in den Hochsommermonaten massenhaft vorhandenen Fliegen, insbesondere die Stubenfliege, eher harmlos. Sie können bei feucht - heißen Temperaturen zwar nerven, die sie suchen die Haut des schwitzenden Menschen auf, um sich dort Nahrung in Form von Hautschuppen sowie Salz zu versorgen, aber ebenso Wärme zu suchen.

Fliegen in der Küche sind allerdings ein nicht sehr willkommene Gäste. Sie befallen nicht nur offen herumstehende Speise und Getränke, sondern lassen sic auch in Abfällen nieder. Hier legen sie häufig ihre Eier ab. Nach kurzer Zeit schlüpfen dann die neuen Generationen. 

Um zu verhindern, dass die Plagegeister überhand nehmen, hat der Mensch sich so allerhand Mittel ersonnen, um den Fliegen den Graus zu machen. Einst wurden Fliegenfänger an Lampen angebracht, die bereits nach kurzer Zeit voller toter Leiber waren und ersetzt werden mussten. Auch die Fliegenklatsche ist eine Variante, um den Hautflügler beizukommen. Allerdings gestaltete sich dieser Abwehrkampf als sehr zeitaufwändig und mühselig. Da kann das vor vielen Jahren entwickelte Fliegenspray schon deutlich höhere Erfolge aufweisen. Was noch vor einigen Dekaden als auch für die Gesundheit des Menschen als nicht unproblematisch galt, ist inzwischen nicht nur effektiver sowie vollkommen unbedenklich anwendbar. 

Wir entschieden uns wegen des ständigen Fliegenbefalls in der Küche, der zumeist durch Speiseabfälle und offen stehendes Katzenfutter bedingt war, für Klebestreifen, die an den Fenster angebracht, einen sichtbaren Erfolg erbrachten. 

Da musste ich in diesem, sich bald verabschiedenden Sommer, einige Male die klebrigen Fliegenfallen austauschen, weil deren Flächen voll mit toten Leibern bestückt waren.

Ein voller Erfolg also? Tod am Fenster? Nein, Fliegentod!


FAITHFUL BREATH  -  Die Mörderbiene  -  Back On My Hill  -  1980:




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