Gartenhütte abgebaut
Nach den ergiebigen Regenfällen der letzten Tage zeigte sich der Himmel im Voralpenland am gestrigen Samstag tatsächlich freundlicher. Es zogen zwar Wolken auf, die am Vormittag eine beinahe geschlossene Decke bildeten, doch von oben her kam nichts. Gut für die anstehenden Abrissarbeiten im Garten. Nachdem ich die beiden Fenster sowie die Tür aus der Gartenhütte genommen hatte, sollte es nun ans Eingemachte gehen. Das inzwischen Dach lose Konstrukt sollte an den Seiten abmontiert werden. In meinen Überlegungen dazu, ging ich von einer mühevollen Arbeit aus, denn dazu müsste Brett für Brett ausgelöst werden.
Doch der Nachbar, der sich als Hilfe anbot, entwickelte hierfür eine andere Idee. Er brachte eine Kettensäge ins Gespräch mit der das Holz bearbeitet werden sollte. Kettensäge? Ja, so etwas lag in unserem Keller. Allerdings hat die bereits mehr als 10 Jahre auf dem Buckel. Die Kette hatte ich bereits mehrfach nachgeschränkt. Schränken? Ein Fachbegriff aus der Holzverarbeitung. Doch da unterlagt ich mal wieder einem Irrtum. Eine Kettensäge wird nachgeschärft!
Okay, also hatte ich sie nachgeschärft mit einem vor vielen Jahren erworbenen Set. Bestehend aus Rundfeile, Flachfeile, Lehre, Tiefenmessgerät und Tiefenmessgerät. Mit diesen Utensilien versuchte ich die Kette wieder flott zu bekommen. das funktionierte tatsächlich. Doch irgendwann ist auch hier das Ende erreicht. Die Kette blieb stumpf. Das war am gestern der Fall.
Unser Nachbar holte also sein eigenes Gerät aus dem Keller und rückte damit dem Holzskelett auf den Leib zu rücken. Das gelang ihm vorbildlich. Er kämpfte sich Wand für Wand durch den Aufbau und brachte diesen jeweils auf den Boden. Da lag bald ein riesiger Haufen Bretter und einige Holzbalken. Langsam endete das Schweiß treibende Vorhaben Hüttenabbau. Zuletzt lag viel Holz im Garten. Dazu kamen weitere Baustoffe. So hatte der Vorvorgänger, Hans Huber, der ja sein Brot am Bau verdiente, für eine sehr gute Isolierung gesorgt. Die Styropor - Dämmplatten lagen nun in gelben Säcken im Keller. Die Elektrokabel aus dem Inneren des zusätzlichen Wohnraumes genutzten Konstrukts hatte ich ebenfalls in den Keller gebracht. Die Plexiglasscheiben der beiden Fenster fanden ihr Ende in der Restabfalltonne.
Alles hat ein Mal ein Ende. Auch die Abbauarbeiten bei der Gartenhütte.



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