Rasen verbrannt

 



Der Sommer 2026 schreitet voran. Er brachte tropische Temperaturen mit sich und ließ überall auf der Welt riesige Feuer wüten. Bei Plusgraden von 40 und weit darüber hinaus, kam so mancher nicht richtig ins Schwitzen, nicht selten wegen Herz - Kreislaufproblemen ins Krankenhaus oder im Extremfall ins Krematorium. Bislang wurden bis zu der 30. Kalenderwoche ( lt. RKI ) 11.900 so genannte Hitzetote registriert. 

Ein Grund dafür waren mit dem Juni und Juli 2026 die beiden heißesten Monate seit der Wetteraufzeichnung. Und nicht nur allein deshalb wird die hiesige Flora und Fauna einem Stresstest unterzogen. Viele Flüsse melden einen historischen Niedrigwasserstand, die Schifffahrt kommt zum Erliegen, Bäume verlieren einen großen Teil ihres Blattwerkes, Pflanzen verdorren, Felder müssen bereits Wochen vor der Ernte wieder neu bestellt werden. 

Während viele Länder unter der Hitze ächzen, sich Wasserläufe sichtbar verändern, weil die Pegelstände sinken und Meere ( wie beispielsweise das Mittelmeer vor der Urlaubsinsel Mallorca auf 33 Grad aufheizen, stellen diese negativen Auswirkungen der festgestellten Erderwärmung so manchen Haus - und Grundeigentümer vor Problemen, Dazu gehört vielleicht auch die künstliche Bewässerung des Gartens und der darin angepflanzten Gewächse. Denn die vertrocknen sobald es keinen Regen mehr gibt. Der blieb bislang aus.

Da könnte dann der alt bewährte Gartenschlauch zum Einsatz kommen. So auch bei den in der Nähe wohnenden Kindern und Enkeln. Das dachten wir zumindest bis zum vergangenen Montag. Doch: Das Grundstück zeigte verbrannte Rasenflächen, welke Blätter an den Bäumen und Sträuchern und ein bedenklich gesunkener Wasserstand an dem angelegten Teich waren allesamt sichere Anzeichen, dass dort seit vielen Tagen nicht mehr gesprenkelt wurde.

Und dieses, obwohl die älteste Tochter nebst Freund sich für mehr als eine Woche aufgehalten hat  So stellte ich vorab zwar höflich die Frage, ob die erwachsene Dame denn mit den ihr übertragenen Aufgaben nicht überfordert sei und ich verließ mich dabei auf ihre erfolgte WhatsApp - Nachricht., doch die Realität sah alsdann anders aus. Nun, gut, wir waren alle einmal jung, naiv, aber nicht bequem.

Angehalten von den Eltern Haus - und Kinderarbeit zu verrichten, lernte ich es sehr früh, dass der Rasen zwar von selbst wächst, aber deshalb ab und zu gemäht werden muss. Dass das Gras jedoch Regen benötigt, der zumeist vom Himmel fällt, jedoch Wasser benötigt, wenn das nicht der Fall sein sollte, wurde mir dabei zwangsweise auch beigebracht. Nun, ist er vertrocknet, der teure Rollrasen. Ob er je wieder wachsen wird, ist hierbei die nicht zu beantwortende Frage. Weshalb ich über die allseits beliebte Tante Google folgende Antwort erhielt: 

Ja, verbrannter oder stark vertrockneter Rollrasen wächst in den meisten Fällen wieder. Solange nur die oberen Halme geschädigt sind und die Wurzeln im Boden leben, erholt sich der Rasen nach einigen Wochen mit ausreichend Wasser von selbst. Bei komplett abgestorbenen Wurzeln hilft eine Nachsaat.

Na, schön, hoffen wir, es wird so geschehen und die im fernen Florenz verweilende Tochter nebst Freund werden kein schlechtes Gewissen bekommen.

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

" Eine Seefahrt, die ist lustig. " - nur nicht in den 60er Jahren zum AOK - Erholungsheim auf Norderney.

" Oh Adele, oh Alele, ah teri tiki tomba, ah massa massa massa, oh balue balua balue. " und die Kotzfahrt nach Wangerooge.

Letztes Lied - Mascha Kaleko und die traurige Wahrheit über den Tod.