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Samstag, 10. Dezember 2016

Post aus Israel



Zu den Vorweihnachtsfreuden könnte  gehören, wenn (M)man(n) / Frau sich selbst beschenkt. Dieses hilft vielleicht auch sparen. Insbesondere aber, führt es nicht zu einer späteren Frustration, wenn am Heiligen Abend unter dem so genannten Gabentisch nicht schon wieder ein buntes Oberhemd, Größe 40 / 42, ein Paar Strümpfe gemustert oder rautiert, grau / schwarz / weiß oder ein Schlips, dunkelblau mit roten Punkten liegt. So kann auch der elendige Kreislauf, des Sich - Wechselseitigen - Beschenkens unterbrochen werden. Wenn sich Jeder selbst eine Freude vor dem Fest macht und ein Geschenk vor dem Fest oder zu Weihnachten auf den eigenen Tisch legt, muss auch nicht darauf geachtet werden, ob das erhaltene Geschenk in Relation zu dem verschenken Geschenk nun teurer, billiger oder eventuell gleichwertig ist.

Da klingelte kürzlich die Postzustellerin an unserer Haustür. Es war erneut eine Vertretung der eigentlich dem Bezirk zugeteilten Mitarbeiterin. Diese hatte sich krank gemeldet. Etwas irritiert fragte ich sie, wo denn ihre Kollegin sei. Sie kräuselte leicht die Stirn und antwortete kurz und bündig: " Krank! " Dann kam sie zu ihrem eigentlichen Anliegen: " Ich habe hier eine Zoll - Sendung für Sie!" " Aha, eine Sendung vom Zoll? ", wollte ich von ihr wissen. " Nein, es ist nur ein zollpflichtiges Päckchen. Ich bekäme dann 10,45 Euro von Ihnen. "
Ich sah sie ein wenig fragend an und ließ mir dann von ihr das Päckchen zeigen. Die kleine Pappschachtel war so bunt, dass ich nur die Zustelladresse, die da " Shipping Address " heißt, lesen konnte. Auf einem der 9 Aufkleber war aber dann doch noch der Absender zu erkennen:

" From:
zvi israeli
P.O.B. 186
Kadima 6092000
Israel "

las ich da.

Wie, aus Israel kommt die Sendung? 

Ich grübelte immer noch, wer in Allahs Namen uns bzw. meiner besseren Hälfte ein Päckchen aus dem fernen, fremden Land zusenden könnte. Ich ging in das Treppenhaus, holte meine Geldbörse und übergab daraus der Postbediensteten den geforderten Betrag. Mit dem Päckchen in der Hand verabschiedete ich mich von der Damen und suchte danach das Wohnzimmer auf. 
" Du hast ein Päckchen aus Israel bekommen!", tönte ich gegenüber meiner besseren Hälfte.
" Wo her? Aus Israel? ", stellte sie mir die Frage.
" Ja! Das hat auch noch Zoll gekostet!", ergänzte ich sofort.
" Wieso? " Was ist denn da drin? ", fragte sie weiter.
" Weiß ich nicht! Mach mal auf!", bat ich sie und übergab den weißen Klein - Karton.

Aus der Pappschachtel mit ihren 9 Etiketten, entnahm sie kurz danach einen Geschenkkarton. 
" Das ist mein Parfüm! Endlich!"

Eigentlich wäre es ja ein Geschenk zu einem Geburtstag gewesen. Doch weil die über ebay georderte Ware erst 3 Wochen später zugestellt werden konnte, mussten wir ein anderes Geschenk kaufen. Parfüm ist nicht Parfüm, aber Geburtstag ist Geburtstag. Und zu jenem Anlass schenkt man eine Kleinigkeit. Was soll aber Frau mit einem Geschenk anfangen, das nicht mehr verschenkt werden kann, weil der Geburtstag längst vorbei ist?

Richtig: Frau behält das Geschenk, also das Parfüm, das edle Wässerchen, das rabattiert, vormals nur noch die Hälfte kosten sollte, für sich. Nun wabert ab und zu der teure Duft im Bad herum. Parfüm aus Israel, eben. Dabei war mir bislang nicht so geläufig, dass dort auch solch kostspieliger Duft vertrieben wird. Doch der Online - Handel breitet sich rasant aus. Es gibt mittlerweile nichts, was man/frau dort nicht erwerben kann.

Kürzlich las ich im " SPIEGEL ", dass die Einzelhandelsketten und Kaufhäuser bereits Wochen vor dem eigentlichen Advent und dem Anlaufen des Weihnachtstrubels, die Preise für viele Artikel drastisch gesenkt hätten. So auch die Parfümerie und mehr, Douglas in ihren ungezählten Filialen. Wenn ich mir die dortigen Mondpreise in Erinnerung rufe, dürften auch danach die Tausende an Flakons in denen der Duft der weiten und kostspieligen Welt versprüht wird, noch exorbitant teuer sein. Da lobe ich mir dann doch das Internet. Und selbst dann noch, wenn die Sendung aus Israel kommt und satte 3 Wochen bis zu uns benötigte.

So ganz nebenbei habe ich dann auch noch gelernt, dass aus dem wunderbaren, fernen Land, nicht nur Orangen, Apfelsinen, Äpfel, Nüsse und andere Früchte stammen. Weil die Konkurrenz auf dem Sektor groß ist, wird sich so mancher Händler auf andere Waren spezialisiert haben. So auch auf teure Parfüms. Und - wie sollte es auch anders sein - wenn aus teuer, bald preiswert wird, rollen die Schekel. Weihnachten hin, Geburtstag her! Post aus Israel kommt immer an - fragt sich nur, wann?

Daliah Lavi : " Jerusalem " ( 1971 )


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