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Samstag, 3. Dezember 2016

Vom Bellen des Hofer´schen Hundes.



Eine Präsidentenwahl ist in der heutigen, medial durch strukturierten Zeit, egal wo auf der Welt, immer ein journalistisches Highlight. Manchmal wird deshalb mit Superlativen nur so um sich geworfen.

Das beste Beispiel hierfür war die US - Präsidentenwahl im vergangenen Monat. Die Medien überschlugen sich förmlich davor, insbesondere aber, danach. Geholfen hat es jedoch wenig, denn der richtige US - Patriot, der sein Riesen - Land immer noch zum Mittelpunkt der Erde sowie der freien, angeblich zivilisierten Welt, erklärt und dabei vehement gegen all das Böse außerhalb der Staatsgrenzen wütetet, das - Gott verdammig -  nicht amerikanisch sein will, hatte dabei sein Nischendasein aufgegeben und den Sprücheklopfer und Milliardär Trump gewählt.

Das - lang, breit und teilweise gut recherchierte - Verhalten wurde danach Seiten lang in den Medien analysiert. Ich erinnerte mich hierbei an das Verhalten eines kassierenden, leitenden Mitarbeiters mit dem Namen Jody, in einem der typischen Supermärkte in den USA der 1970er Jahre, wie er in dem Katastrophenschinken " Erdbeben " gezeigt wird. Ein  muss in der wegen des " Katastrophenfalls " nun seine US - Mann - Rolle spielen und sich gegen Rechtsbrecher ( hier Plünderer ) zur Wehr setzen. Well done!

Und just der unterdrückte, der gedemütigte, der als Hampelmann ( oder, wegen seiner aufgesetzten Unterwürfigkeit zur " Schwuchtel " ) erklärte, männlich US - Bürger hat es der Welt jetzt gezeigt. " America first "! Aha, na denn man(n) tau!

Von einem solchen Affentheater ist die am Sonntag anstehende Wahl zum österreichischen Bundespräsidenten nicht weit entfernt. Ehrlich gesagt, ich verstehe es nicht, wie die am Melkeimer der EU hängende Nachbarnation sich derartig entzweien konnte. Was haben denn unsere deutschsprechenden Schwestern und Brüder eigentlich auszustehen? Die im letzten Jahr durch gewunkenen Flüchtlingsströme sind nahezu allesamt unter " Mutti " Rock in Deitschland gekrochen. Die selbst verursachte Finanzkrise ist - die üblichen Kollateralschäden mal beiseite gelegt - nahezu ohne große Narbenbildung an der Außenhaut des Konstrukts Republik Österreich, vorübergezogen. Der Euro hat sich als wesentlich stabiler als der österreichische Schilling gezeigt. Und, solche Skandale, wie sie in den Nachkriegsjahrzehnten aufgedeckt wurden ( vgl. hierzu:
http://diepresse.com/home/zeitgeschichte/447445/Von-Mayerling-bis-Haider_Oesterreichs-PolitSkandale?gal=447445&index=6&direct=&_vl_backlink=&popup= ) gehören wohl für den Zeitraum nach " Adolpho " Haider, der Vergangenheit an.

Was also treibt den " Durchschnitts - Ösi " an, um den Rechtspopulisten Hofer zum neuen Bundespräsidenten der ruhm - und glorreichen Republik Österreich zu küren?
Vielleicht die Langeweile. Eventuell der Drang, die wahre Gesinnung, die eigentliche Identität des Alpenländers, ausleben zu dürfen? Oder ist es die Sehnsucht nach der Such sowie dem Auffinden der alten Tugenden, die im Militarismus der k&k - Monarchie behaftet war?

Jetzt dürfen also die Wähler - nachdem es in der Wahl zu Beginn des Jahres 2016 (k)einen Sieger gab, weil der Verlierer Hofer diese anfechten ließ und ein weiterer Versuch, eine solche zu wiederholen, kläglich an den Organisationsstruktruren scheiterte  -  erneut zur Urne pilgern.
Die beiden Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten heißen Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer. Van der Bellen soll den " Grünen " zuzuordnen sein; Hofer den " Schwarz - Braunen ", nämlich der FPÖ.

Tja, wer die so genannten Fernsehduelle ( vergleiche hierzu: Clinton vs. Trump ), die vom österreichischen Fernsehen ( dieses zählt laut Einstufung der eng befreundeten AfD/NPD - Kampftruppe im Land des Großen Bruders, auch zur " Lügenpresse " ) sehen konnte - es reichen dazu aber bereits Ausschnitte -, dem wird alsbald, ob der niederen Diskussionskultur, angst und bange. " Sie lügen schon wieder " usw., zählt bei den beiden Kontrahenten zum Standardvokabular. Der großväterlich auftretende Alexander Van der Bellen zeigte zudem Hofer den berühmt, berüchtigten Scheibenwischer ( dat is hier im Rahmen des Klassenkampfes mit den rollenden, hoch motorisierten Blech - und Plaste - Monstern auf den immer enger werdenden Straßen, in jedem Fall eine Beleidigung, die strafrechtliche Relevanz hat ).

Holla, die grüne Waldameise. Wat hat den ansonsten bräsig da sitzenden Van der Bellen da geritten?
Sicherlich ist der Alpenzwerg Hofer ein schauerlicher Exponent der österreichischen Spießerwelt, die es immer noch gibt. Aber, muss sich ein künftiger Bundespräsident dann so gehen lassen? FPÖ - Hofer, der in den Sozialen Medien, vor allem auf ungezählten FB - Siten, von seinen Anhängern als Messias gelobhudelt wird, stellt sich auf seiner eigenen Präsens dort als bodenständig vor ( https://www.facebook.com/norberthofer2016/ ).

Nun soll also im Nachbarland der kommende Bundespräsident seine durchaus komplexen Befugnisse als " Grüner " oder " Schwarz - Brauner " wahrnehmen. Im Vergleich zu den ausschließlich oder überwiegend repräsentativen Aufgaben des bundesdeutschen Amtsinhabers, ist der Österreicher nicht nur ein gut bezahlter " Grüß - August " ohne direkte Wählerhaftung. Der dortige Bundespräsident wird nämlich direkt vom Volk gewählt. Der höchste politische Repräsentant des Nachbarlandes hat - qua Verfassung - durchaus Einfluss auf die aktuelle Politik.
https://de.wikipedia.org/wiki/Bundespräsident_(Österreich)

Deshalb, aber nicht nur, flogen in dem beinahe mehrmonatigen Wahlkampf die Fetzen. Könnte der rechte Populist Hofer das Amt erhalten, kann es durchaus sein, dass dieser den Europa kritischen Kurs seiner Partei nicht nur, wie  durch lautes Bellen eines Hofhundes, in die Öffentlichkeit trägt, sondern dem markigen Sprücheklopfen auch Taten folgen lässt.

Ein schmutziger Wahlkampf wird aber endlich beendet. Das Auftreten der beiden Kontrahenten hat nicht nur dem Ansehen der Politik im Inland sehr geschadet; es hat vor allem der Reputation der Republik Österreich im Ausland nicht gerade gut getan.

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