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Freitag, 2. Dezember 2016

Wo liegt denn Schwinkendorf?



Als in den frühen Nachwendejahren so manches, was den neu hinzugekommenen Bundesbürgern einst lieb, bekannt und teuer war, von den bösen Brüdern und Schwestern im reicheren Westen abgeschafft - sprich: abgewickelt wurde, baute so mancher davon Betroffene mittels staatlicher Unterstützung sich eine neue Existenz auf. Es flossen über die örtlichen Banken viele Milliarden an Fördergeldern aus verschiedenen Aufbauprogrammen. Doch auch hier wurde eher nach dem Gießkannen - Prinzip operiert und vielfach nicht danach gefragt, ob über diese finanziellen Hilfen, überhaupt - so der heutige Politiker - Jargon - eine Nachhaltigkeit gegeben ist.

In diesen, nicht mehr ganz so bewegten, wilden Nach - 1989er - Jahren, fuhr ich im Herbst, genauer gesagt an einem Wochenende im September, in den mecklenburgischen Ort Schwinkendorf. Dort absolvierte der Rest meiner Familie einen zehntägigen Reitlehrgang.

Für mich war das Bundesland Mecklenburg - Vorpommern eher Neuland, weil meine bisherigen Reisen allenfalls über die BAB 1, an Lübeck vorbei, in die Nähe der Landes - und einstigen Staatsgrenze zur DDR, führten.

Nun wurde es also zum ersten Mal ein Dorf, irgendwo hinter Schwerin sein, das ich besuchen wollte.
Ich startete deshalb gegen 10.00 Uhr meine Reise von Bremen über die Autobahn 1 in Richtung Hamburg. Über das Autobahnkreuz Hamburg - Ost gelangte ich dann auf die Autobahn 24. Zu dieser Zeit war die A 20 noch nicht vorhanden. Deshalb führte mich die Strecke an Schwerin vorbei, in Richtung des Autobahnkreuzes Wittstock / Dosse, wo ich nach weiteren 35 Kilometern die Ausfahrt Waren an der Müritz nahm.

Über die typischen  Bundes  und Landstraßen, die mit Alleebäumen bepflanzt wurden, an denen sich schon damals jugendliche Raser regelmäßig herum wickelten, gelangte ich auf der B 108 nach Hinrichshagen und von dort nach einigen Kilometern nach Schwinkendorf.

Für einen Großstädter war es so etwas, wie ein Kulturschock, der mich auf der öden Fahrt durch eine nur sehr spärlich besiedelte Landschaf, traf. Hier sagen sich jeden Abend Fuchs und Hase Gute Nacht, muss ich wohl damals gedacht haben. Meine böse Vorahnung trog mich dann doch nicht. In den folgenden Tagen erwartete mich tiefste Pampa. Aber auch Landluft, Natur pur und Tausende von Kranichen, die sich auf den Flächen rund um das Dorf nieder gelassen hatten.
Viele Einwohner ( 528 ) hat das Dorf nicht. Dafür aber - zumindest damals - genau so viele Pferde.

Mit denen verdiente die Familie G. ihr Geld. Neben dem Reitbetrieb, unterhielt der Ausbilder G. noch eine Pferdezucht. Schließlich mussten eben jene hohen Kredite, die seine Frau und er einst aufgenommen hatten, um die Reithalle bauen zu lassen und die Anlage zu sanieren, irgendwie bedient werden. So kam es, wie es in diesen Fällen immer kommt: Statt der vereinbarten Pauschale für jenen Lehrgang und die Übernachtung in einem alten Gemeinschaftszimmer, eine nur dürftige Verpflegung sowie einige Reitstunden, sollte ich eine astronomische Summe von nahezu 2.000 DM berappen.Den ausgestellten Verrechnungsscheck ließ ich unmittelbar nach der Rückkehr sperren und überwies der Dame des Hauses stattdessen etwa 1.200 DM.

Mehr als 20 Jahre danach habe ich ein wenig im Netz recherchiert. Tja, den Ort Schwinkendorf gibt es zwar immer noch, aber dieser ist inzwischen der Gemeinde Moltzow zugehörig.


https://de.wikipedia.org/wiki/Schwinkendorf

Und die einstige Eisenbahnstrecke, die ich damals noch betrachten durfte, wurde bald danach endgültig still gelegt.


https://de.wikipedia.org/wiki/Bahnstrecke_Waren–Malchin

Auch der Reiterhof existiert in der mir bekannten Form nicht mehr.

Geblieben sind immerhin meine Erinnerungen an jene Tage, die ich in Schwinkendorf verbringen konnte.

Jim Croce und " Time in a bottle " ( 1973 ):








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