Im " Vorwärts " gelesen und nicht vergessen


 


Die Preise für Kraftstoffe an den Tankstellen in der Welt, in Europa sowie auch in Deutschland sind nach Beginn des wahnwitzigen Kriegs der USA und des Vasallen Israel auf über 40 Eurocent und mehr in die Höhe geschnellt. Die Verteuerung lag indes nicht nur daran, sondern der Preisanstieg resultiert auch an der erhöhten CO2 - Abgabe, die sich von 55 Euro auf 65 Euro je Tonne Rohöl veränderte. Umgerechnet auf einen Liter Dieselkraftstoff entspricht dieses 17 bis 18 Eurocent je Liter.

Seit der einstigen " Ölkrise " ab November, die im Dezember 1973 die damalige Regierung veranlasste ein Sonntagsfahrverbot zu verhängen, um die Auswirkungen des Embargo der zu beinahe 75 % aus den arabischen Ländern stammenden Ölexporte abzufedern, ist die jetzige Entwicklung denn wohl eher eine hausgemachte. Das exportierte Rohöl stammt längst nicht mehr - wie noch vor mehr als 5 Dekaden aus den so genannten Scheich - Staaten, sondern zum überwiegenden Teil aus Norwegen ( 16, 6 % ), den USA ( 16, 4 % ) sowie Libyen ( 13,8 % ).

Die arabischen Länder liefern lediglich 6,1 % der exportierten jährlichen Gesamtmenge von 75, 6 Millionen Tonnen Öl. Die Verbrauchszahlen sind seit einigen Jahren rückläufig.

Was einst zu einem schwerwiegenden Problem für die Wirtschaft sowie den Privatverbraucher avancierte dürfte eigentlich nicht derart gravierende Auswirkungen haben. Und so stellte ich mir angesichts der Berichte über die aktuellen Benzin - und Dieselpreise an den Tankstellen die Frage, ob hier die jetzige Regierung den Menschen, vornehmlich den Autofahrern, nicht die Wahrheit sagt, wenn sie diese Entwicklung einzig und allein auf den " Iran - Krieg  " zurückführt.

Als ich vor mehr als 52 Jahren zu dem Öl - Embargo durch die damalige OPEC - Länder einen Artikel in einer Ausgabe der SPD - Parteizeitung " Vorwärts " las, war dieser mit einer Karikatur versehen, die PKW - Fahrer an einer Tankstelle zeigten, an der der Benzinpreis mit 1,50 DM, dann mit 3,00 DM und zuletzt mit 5,00 DM zeigten. Dabei waren erst alle PKW - Größen und Modelle, später nur noch jene der oberen Mittelklasse und dann nur noch eine Luxuslimousine zu sehen.   

Beim Lesen musste ich schmunzeln und dachte als noch nicht SPD - Mitglied, dass dieses eben nur eine hintersinnige Zeichnung sei, die hier die Zukunft an den Tankstellen zeigt. Ich hoffte wohl dabei - damals fuhr ich einen roten Renault R 4 mit einem angegeben Normalbenzinverbrauch von 5,4 - bis 6,5 Litern je 100 Kilometern - dass dieses Szenario nie eintreten wird.

Inzwischen steht fest die Karikatur aus dem " Vorwärts " der frühen 1970er Jahre ist aktueller denn je. 

Allerdings trifft diese Entwicklung mich seit 2020 nicht mehr, denn ab diesem Jahr kommt unser Antriebskraftstoff aus der Steckdose. Und das wird auch so bleiben.

 


 



https://www.diw.de/de/diw_01.c.932459.de/100_jahre_diw/vom_boykott_zum_oelpreisschock.html

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