What ever it takes!


 


Der amtierende Bundeskanzler ist zweifelsohne kein Rhetoriker. Seine intellektuellen Fähigkeiten sind eher begrenzt, denn er ist Volljurist. Hier gilt der von Ludwig Thoma kreierte Grundsatz:

 "  Er war Jurist und auch sonst von mäßigem Verstand ".

Gleiches gilt für seinen SPD - Vorgänger Olaf Scholz. Zudem hatte der Ex - Kanzler kein herausragendes Charisma. Er wirkte eher wie eine Schlaftablette. Der gebürtige Osnabrücker ( gerade Straßen. sture Leute ) und einstige Erste Bürgermeister der Hansestadt Hamburg ist ebenfalls Jurist ( mit zwei Staatsexamina ) und konnte in diversen Ämtern seine mäßigen Redekünste in der Öffentlichkeit zu Beweis stellen.

Dessen Vorgängerin, die ewige " Mutti " Angela Merkel, ist studierte und dazu promovierte Chemikerin. Eine Ausbildung, in der eher das Fachwissen, die Berufserfahrung sowie das Vermögen dieses alles in der Praxis umzusetzen, gefragt sein dürfte. Hierzu bedarf es wohl eher der Kunst des präzisen Formulierens und deren Umsetzung in Gestalt von Fachaufsätzen. 

Die rhetorischen Fähigkeiten der " Mutti " der Nation können mit Fug ohne Recht als sehr mau eingestuft werden. Ihre im Plauderton dargebrachten Reden, Befragungen oder Stellungnahme gegenüber der Medienmeute enthielt zumeist Textbausteinartiges und mit dem Lieblingswort " dass ", welches sie gleichförmig in ein Subjekt - Objekt - Gleichsetzung - oder Attributsatz einfügte. Für den Durchschnittsmichel reichen diese sehr begrenzten Fähigkeiten aus, um sie 16 Jahre lang die Leitlinien der Politik setzen zu lassen. Mit dem lähmenden " Sie kennen mich! " formulierte " Mutti " Merkel worauf es tatsächlich ankommt: Nie mit den rechtsgewirkten Printmedien des Springer - Konzerns anecken.

Dass das " Mutti " über 16 quälende Jahre gelang, dass lässt sich nicht nur anhand ihrer vor Eigenlob triefende " Biografie " ( Alles richtig gemacht ) erkennen. Das das den vielen Kritikern - nicht nur  -ihrer Migrationspolitik übel aufstößt, das dürfte beinahe selbstredend sein. Das wäre doch gelacht, dass das, was ich sage, wird gemacht.

Merkels Vorläufer war ja bekanntlich der Putin - Amigo Gerhard Schröder. Der entpuppte sich während seiner Amtszeit nicht nur als " Genosse der Bosse ". Seine " Agenda 2010 " mit der er den Sozialstaat kastrieren ließ, wurde für die Sozialdemokratie zum Rohrkrepierer. Die ehemalige Volkspartei verlor bis 2005 mehr als ein Drittel ihrer Mitglieder und beinahe 10 %  Wähler im Vergleich zu der Bundestagswahl 1998.

Der Volljurist Gerhard Schröder zeigte sich zwar als ein akzeptabler Redner, versuchte indes den ihm anhaftenden Stallgeruch, der ihn im proletarisch - prekären Umfeld verorten ließ, durch eine betont kumpelhaft anmutende Nähe zu den Wirtschaftsführern sowie einer Priorisierung  der Lügen - und Hetzpresse des Springer Hauses zu verschleiern. Ein machohaftes Verhalten verstärkte diese Attitüde. Dieses zeigte sich denn auch in seiner hierauf basierenden Rhetorik (  Das Resort der Ministerin Christine Bergmann - SPD - bezeichnet er mit " Familie und anderes Gedöns " ) klang des Öfteren seine Herkunft sowie der berufliche Werdegang eindeutig durch.

Des gebürtigen Niedersachsens Vorgänger war der Langzeit - Kanzler Helmut Kohl. Ein Saumagen par excellence, aber kein geschliffener Rhetoriker. Seine öden, gleichlautenden Redewendungen, wie " In diesem, unserem Lande ( IduL ) konnten nicht nur einem politischen Gegner des Oggersheimers gewaltig auf den Zwirn gehen. Ähnlich wie bei der Ziehtochter Merkel, seiner späteren Nachfolgerin und zeitweiligen Gegnerin, war die Kunst des Redens nicht die seine. Dafür gelang es ihm, seiner schwarzen Gefolgschaft - vor allem nach der sogenannten Wende - prall gefüllte Parteikassen zu garantieren. Seine parteiintern Rivalen ( Späth, Biedenkopf, Geisler ) kegelte er nur mittels simplen Aussitzens ins Aus; ähnlich verfuhr er bei offensichtlich anstehenden Problemen. Die aufgestellten Kanzlerkandidaten der SPD ( Vogel, Rau, Scharping, Lafontaine ) ließ er mittels simpler Hetzrhetorik ( Auf in die Zukunft, aber nicht auf roten Socken ) allesamt nahezu chancenlos. Hierfür brauchte es keiner geschliffenen Redekunst. Es genügte dem Wahlvolk " blühende Landschaften " zu versprechen und die SPD in den entscheidenden Fragen der Wirtschaftspolitik oder der inneren Sicherheit als inkompetent abzuqualifizieren. Der gesamtdeutsche Michel nahm ihm diese Lügen ungefragt ab.

Sein SPD - Vorgänger Helmut Schmidt dürfte von allen einstigen Kanzlern der redegewandteste gewesen sein. Der studierte Nationalökonom strahlte und einstige Hamburger Innensenator ein besonderes Charisma aus. Der gebürtige Hamburger setzte die für Außenstehende eher oberlehrerhaft vorgestellten Akzente in der Wirtschafts - und Sicherheitspolitik auch gegen den massiven Widerstand in seiner Partei durch. Sein in den Reden oft schnodderiger Ton verpasste ihn den Beinamen " Schmidt Schnauze ". 

Ganz anders wirkte sein SPD - Genosse Willy Brandt. Er gilt als Architekt der Ost - Entspannungspolitik und erwarb dabei eine Aura, die seine nur mäßigen Redekünste bei jedem Auftritt kompensierte. De Wahlslogan " Willy wählen " verfing deshalb. Im Verborgene blieben indes seine erheblichen Alkoholprobleme, die nicht selten der Grund dafür waren, dass er in seinen Reden so manches Mal der Faden verlor.

Der CDU - Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger verweist auf die kürzeste Amtszeit aller Bundeskanzler. Der gebürtige Ebinger ( Baden - Württemberg ), studierte Jurist , einstige Burschenschaftler war als damaliges NSDAP - Mitglied nicht nur deswegen unumstritten. Reden konnte Kiesinger nicht, was nicht nur an seinen Mitarbeitern lag, die diese vorbereiteten.

Auch der Kanzler Ludwig Erhardt erwarb sich eher durch andere Attribute einen Namen, denn als großartiger Redner. " Maß halten " verlangte er einst während der Wirtschaftswunderjahre in der BRD. Er wusste als gelernter Kaufmann und studierte Wirtschaftswissenschaftler was er damit dem Wahlvolk abverlangte. Auch er blieb als Nachfolger des ersten Bundeskanzlers Adenauer lediglich 3 Jahre im Amt.

Konrad Adenauer konnte während seiner zweiten Amtszeit das Privileg verbuchen, mit absoluter Mehrheit regieren zu dürfen. Er tat es in der bekannten, in Richtung Vereinigte Staaten gewandten und mit hetzerischer Lügenpropaganda gegen den politischen Konkurrenten SPD bekannten Art und Weise, die die " Sovjetunion " als böses Monster abqualifizierte. Ein rhetorisch gewandter Politiker und damit guter Redner war Adenauer indes nie. Vielleicht war der gebürtige Rheinländer dazu längst zu alt. Das galt auch bei seinem Amtsantritt im September 1949 als erster gewählter Bundeskanzler. Der 1876 zur Welt gekommene Konrad Adenauer wies zu diesem Zeitpunkt bereits zarte 73 Lenze auf. 

Nicht ganz so alt war der 9. Nachfolger des Alten aus Köln am Rhein, der Briloner / Sauerländer 

Joachim-Friedrich Martin Josef Merz.

Der studierte, dabei ebenfalls mit mäßigen Abschlüssen versehene Jurist, ließ vor nicht allzu langer Zeit durchblicken, dass er gedenke noch eine weitere Amtszeit dranzuhängen. 

Mal ganz ehrlich: Davon dürften nicht nur die Vertreter der Medienindustrie überhaupt nicht begeistert sein. Die Auftritte und Reden des " Fritze " Merz sind nämlich mehrheitlich eine Zumutung.

" What ever it takes "?

    



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