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Montag, 17. Juli 2017

Für Daheimgebliebene


Als ich am Samstagmorgen meinen Lieblingssender aus alten Tagen, Radio Bremen Eins, wieder einmal über das Internetradio einstellte, kredenzte dieser, neben den wohl bekannten, softigeren Oldies aus den 50er bis 90er Jahren, jede Menge Verkehrsnachrichten. Auf der A1, der A 7 und der A 29, der A 28 oder der A 31, dem so genannten ( Ost )friesenspieß, staute sich der Verkehrs auf 8 bis 20 Kilometern Länge. Was war da denn los?



Ganz einfach: Das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein - Westfalen hatte am Freitag , den 14. Juli 2017, den letzten Schultag und ab heute eben Ferienbeginn. Da rollte eine Blechlawine von Münster über Osnabrück in Richtung Norden, zur Nordsee und von Dortmund über Bielefeld und Hannover über die BAB 7 in Richtung Hamburg zur Ostsee. Hunderttausende waren jenem Samstag wohl  zu ihren gebuchten Quartieren unterwegs und produzierten  ein Gesamtstau von beinahe 200 Kilometern. Jedes Jahr die gleiche Sch...?

Auch in Sachsen sind noch Ferien. Die Straßen zeigen sich sichtbar leerer. Da gibt es jetzt sogar Parkplätze, die in einigen Tagen und spätestens zum Schulanfang wieder dauerbesetzt sein werden. Dennoch absolvierte ich meinen heutigen Gang zum Bargeldautomaten per pedes. Das Wetter zeigte sich nämlich mit knapp 17 Grad dazu sehr freundlich. Zudem war es ein Beitrag gegen die vermeintliche Feinstaubbelastung durch Dieses - Fahrzeuge aller Art.

So bewegte ich mich gemütlichen Schrittes in Richtung Kesselsdorfer Straße. Bereits an der Dölzschner Straße vernahm ich Kinderstimmen. Auf dem Außengeländer der dortigen Kindertagesstätte sprangen und liefen eine Vielzahl der - vielleicht - künftigen Rentenbeitragszahler herum. Auch einige Betreuer konnte ich sehen. Da die Kita ausgebaut wird, schlenderte ich entspannt an der Baustelle vorbei. Es wurde doch tatsächlich dort wieder gearbeitet. Vor knapp einem Vierteljahr stand die Baustelle still. Möglicherweise gab es Ärger wegen der vormals ausgeführten Bauarbeiten?

Über die Clara - Zetkin - Straße bog ich danach in die Bünaustraße ein. An dem verfallenen Hausgrundstück Nummer 42 tut sich seit Jahren nichts mehr. Keinerlei Bauarbeiten, Entrümpelungsarbeiten oder Abbrucharbeiten - einfach nichts. Es kann sein, dass den neuen Eigentümern das Geld fehlt.

So setzte ich den Weg auf der gegenüberliegenden Straßenseite fort. Die Gehsteige sehen hier auch seit vielen Jahren gleich aus. Eine einzige Flickschusterei. Auch da scheint nicht genügend Geld vorhanden zu sein, weil die Damen und Herren Politiker die Moneten in die lukrativeren Innenstadtteile verpulvern, damit sich die " Touris " wohl fühlen.
Doch gebaut wird schon. Und zwar an zwei Stellen. Dort, wo die Stadt eine Grundschule hingepflanzt hat, ein weiterer Kinderhort besteht, kreisen seit Monaten die Kräne und es lärmen ab und an die Baumaschinen. Auf dem jetzt sichtbaren Gebäudekomplexen erkannte ich Bauarbeiter.

Na, also, geht doch!

Da Dresden von sämtlichen bundesdeutschen Großstädten die höchste Geburtenrate aufweist, muss die Politik handeln. Es werden mehr Hort - und Schulplätze geschaffen, damit unser lieber Nachwuchs nicht unversorgt und unbeschult bleibt. Schließlich soll sich daraus ja die weitere Generation Steuerzahler, Rentenbeitragszahler und auch Wähler rekrutieren.

Und, mal ganz ehrlich: Was wäre ein Land ohne Kinder, eine Gesellschaft ohne Nachwuchs und ein Staat ohne abzumelkende Steuerpflichtige? Nichts!

Auch auf dem Gelände des Horts vernahm ich Kinderstimmen, erkannte spielenden Nachwuchs und sah, wie einige Erzieherinnen sich auf den Bänken breit gemacht hatten. Es sind zwar immer noch Sommerferien im Freistaat, aber nicht jede Familie, jede/r Alleinerziehende kann sich einen Urlaub außerhalb und innerhalb des attraktiven Freistaats Sachsen leisten. Da müssen die Kleinen dennoch betreut werden. Weshalb die Kitas und Horte nicht einfach ihre Türen schließen dürfen. So ist das eben auch: Wer kein Geld hat, bleibt dann lieber zuhause, so, wie ich, der zu Fuß geht, um an dem Geldautomaten ein paar Scheinchen zu ziehen.
Aber: Was jetzt noch nicht ist, kann noch werden. Da walte Hugo...! Und den angeblich auf den Darß gesehenen, wilden Wolf werde ich bestimmt auch im September beobachten können. Dann, wenn die lärmende Meute längst wieder in ihre Umgebung zurückgekehrt ist, die Blechlawinen nicht die Autobahnen verstopfen und die Preise für die Übernachtungen und kulinarischen Köstlichkeiten an dem schönsten Meeresabschnitt in Deutschland in erschwinglichen Bereichen liegen.

Für Daheimgeblieben bleibt also jetzt die Zeit, innerhalb derer auch nicht so voll gepferchte Straßen und auch Geschäfte, den einen oder anderen Blick für viele Nebensachen im Leben zulassen.

Daheimgeblieben, eben!

Daliah Lavi und die wunderbar adaptierte Neil Diamond - Schmonzette " Sung Son Blue " - 1972:








Hach, schöööööööööööönes Lied einer noch schöneren Musikerin!





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