Ostern droht
Morgen ist Samstag, der 28. 02. 2026. Der Monat ist zu Ende. Schon wieder? Das - gefühlt - immer noch neue Jahr liegt damit bereits zu 1/6 hinter uns. Die Zeit scheint mit zunehmenden Alter nicht mehr zu laufen sondern mehr zu rennen. Woran liegt das? Vielleicht daran, dass sich jenseits der so genannten Altersruhe, die immer weniger in einem ruhigen Umfeld genießen dürfen, weil die Mehrheit trotz Renteneintritts noch weiter arbeitet, nicht mehr so viel Aufregendes passiert?
Und doch ist nicht jeder Tag wie der andere.
Weil in 5 Wochen das Osterwochenende vor der Tür steht, werden jetzt tonnenweise die entsprechenden Dickmacher aus den Fabriken in die bereitstehende LKW - Armada über die Autobahnen in die Supermärkte gekarrt. Gestern konnte ich beobachten, wie ein REWE - Mitarbeiter einige Paletten der überteuerten Osterhasen von " Milka " in die schon viel zu engen Gänge einschob. Es wird jetzt für die anstehende - wohl eher erhoffte - Verkaufsschlacht ordentlich aufmunitioniert. Die Hälfte der in Fantasieverpackungen mit ungeraden Gewichtsangaben angebotenen Artikel wird bereits einen Tag nach Ostermontag zu erheblich reduzierten Preisen verramscht.
So, wie die Weihnachtsmänner, von denen beispielsweise die private Armentafel in der längst verarmten Freien und Hansestadt Bremen mehr als 1.700 Exemplare kostenlos erhielt und an Bedürftige weiter verschenken konnte.
So ähnlich wird es auch den sündhaft teuren Osterhasen und weiteren Gedöns von " Lindt ", " Milka " oder " Ferrero " ergehen.
Da bereits im vergangenen Jahr die Preise für die Schokoladenartikel zu Ostern um mehr als 30 % gestiegen waren, entpuppte sich so manche süße Ware zum Ladenhüter. Der Einzelhandel blieb auf einen großen Teil des Angebots sitzen.
Und dieses droht wohl auch Ostern 2026.
Ein Blick unter den Boden der massenhaft aufgestellten Osterhasen ( Goldhase ) von " Lindt " ließ bereits jetzt erahnen, dass mancher Schoko - Rammler oder viele Häsinnen im goldfarbigen Stanniolpapier in diesem Jahr erneut auf einen Käufer warten wird. Preise von knapp um die 3 Euro für einen 78,5 Gramm - Hasen oder 6 Euro bei einem knapp 150 Grammschweren Leidensgenossen zahlen nur wenige.
Weil die sichtbaren Mogelpackungen der Konzerne nicht nur die Saisonwaren zu Weihnachten oder Ostern zu Verdruss bei den meisten Kunden führen, sondern nicht selten in einen Boykott der Waren münden, sehen sich die Hersteller sowie der Handel regelmäßig gezwungen die überteuerten Artikel in erheblicher preisreduzierter Form sowie über Sonderverkäufe zu verramschen.
Aber selbst diese Good will - Aktion kann mein Schokoladenherz längst nicht mehr erweichen. Ich kaufe seit vielen Jahren keine dieser Dickmacher mehr.
Unabhängig davon stelle ich mir bereits Anfang Januar die Frage, warum denn mehr als vier Monate vor dem Osterfest bereits die Schokoladenartikel in den Regalen liegen und erinnere mich gerne an die Osterzeit meiner Kindheit. Da gab es in den zwei bis drei Lebensmittelmärkten erst kurz vor dem Osterfest die begehrten Schokoladenartikel. Die waren einst zwar ebenfalls nur zum Teil bezahlbar, weshalb dann nur ein Hase, ein halbes Dutzend Ostereier sowie einige Schokoladen - Küken in einem grün gefärbten Osternest oder einem Korb lagen.
Weniger war eben mehr!
https://www.wirtschaftswundermuseum.de/ostern-50er-jahre.html
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